5 Alternativen zum Sparbuch, um Geld richtig zu sparen

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5 Alternativen zum Sparbuch, um Geld richtig zu sparen

Das Sparbuch ist die beliebteste Geldanlage der Deutschen.

Doch, warum eigentlich?

Ein genauerer Blick verrät nämlich: Das Sparbuch hat längst ausgedient. 

Warum das so ist, welche Alternativen es gibt und was Du unternehmen musst, um Dein Geld sicher zu sparen und zu vermehren, erfährst Du in diesem Artikel.

Warum das Sparbuch heute ausgedient hat

Rund 55 % der Deutschen besitzen noch ein Sparbuch – oder heute ein digitales Sparkonto. Vor allem Volks- und Sparkassen bewerben Sparbücher noch als Möglichkeit der Geldanlage. 

Von einer Geldanlage kann man aber kaum mehr sprechen. Denn während bis 2008 die Zinsen auf Sparbüchern noch stattliche 3 % bis 5 % waren, sind Zinsen heute praktisch nicht mehr vorhanden. 

Die meisten Banken zahlen Zinsen von 0,01 % bis 0,05 %. Einige Online-Banken aber auch bis zu 0,5 % pro Jahr. Bei einer jährlichen Inflation von 2 bis 3 % verlierst Du mit einem Sparbuch real, also inflationsbereinigt, sogar Geld.

Mit den richtigen Alternativen zum Sparbuch sparen

Eines ist also sicher: Das Sparbuch hat ausgedient. Seine Beliebtheit ist nicht auf einen tatsächlichen Nutzen, sondern hauptsächlich wohl auf Gewohnheit zurückzuführen.

Es gilt also, Alternativen zum Sparbuch zu finden, mit denen Du Dein Geld sicher sparen, vor Inflation schützen und im besten Falle sogar vermehren kannst. 

1. Alternative zum Sparbuch: Tagesgeld

Alternative zum Sparbuch: Tagesgeld

Tagesgeld ist eine sinnvolle Alternative zum Sparbuch. Bei einem Tagesgeldkonto erhältst Du – wie der Name schon verrät – täglich Zinsen auf den eingezahlten Betrag

Ein Tagesgeldkonto bietet maximale Flexibilität. Du kannst jederzeit über Dein Geld verfügen; es sind keine Kündigungsfristen zu beachten. 

Der Zinssatz - also die Geldsumme, die Du durch Zinsen erwirtschaften kannst - ist abhängig von der generellen Marktentwicklung (Aktienkurse, Leitzins, Anleihenkurse) und kann von der Bank täglich geändert werden. 

Natürlich dürfen die Banken aber nicht plötzlich Negativzinsen auf Dein Guthaben verlangen. Das muss vor Vertragsabschluss geregelt sein und gilt meistens ab Einlagen von über 100.000 €. 

Tagesgeldkonten sind allerdings nicht zum normalen Zahlungsverkehr (z. B. Abbuchungen und Überweisungen) zugelassen bzw. geeignet. Dafür ist immer ein Referenzkonto, meist Dein Girokonto, notwendig.

Das Tagesgeldkonto dient also nur zur Aufbewahrung von Erspartem

Vor allem für kürzere Zeiträume ist ein Tagesgeldkonto eine gute Alternative und Ergänzung zum Sparbuch. Es bietet hohe Flexibilität und wirft dennoch - im Gegensatz zum Girokonto - täglich Zinsen ab. 

Wie hoch die Zinsen genau ausfallen, hängt stark von der Bank sowie von der investierten Summe ab. Sie liegen ungefähr bei 0,05 % bis 0,3 % pro Jahr.  Im Internet findest Du viele Tagesgeld-Rechner, die diese Arbeit für Dich übernehmen und das passende Konto vorschlagen.

2. Alternative zum Sparbuch: Festgeld

Beim Festgeldkonto legst Du eine bestimmte Summe für einen vorher festgeschriebenen Zeitraum an. In dieser Zeit hast Du in der Regel keine Möglichkeit, über Dein Geld zu verfügen.

Dieser beträgt meist mindestens 6 oder 12 Monate bis maximal 5 bis 10 Jahre. Eine Kündigung vor Vertragsende ist in der Regel nicht möglich. Dabei gilt: Je länger der Anlagezeitraum ist, desto höher die jährlichen Zinsen. 

Bei einer Laufzeit von 6 bis 12 Monaten liegen die Zinsen ca. bei 0,2 % bis 0,8 % pro Jahr. Kannst Du auch länger auf Dein Geld verzichten, so bekommst Du bei einem Anlagezeitraum von 5 Jahren beispielsweise 0,8 % bis zu 1,5 % pro Jahr bei einigen Anbietern. 

Auch beim Festgeld lohnt sich ein Vergleich der vielen verschiedenen Anbieter über einen Festgeld-Rechner. Online-Direktbanken haben dabei fast immer deutlich attraktivere Angebote als die klassische Filialbank wie z. B. die Deutsche Bank oder Sparkassen. 

Eine Einlagensicherung - also eine gesetzlich garantierte Sicherung Deines Guthabens - bis 100.000 € ist immer gewährleistet, wenn es sich um einen Anbieter in der Europäischen Union handelt. Dennoch ist ein Blick auf die jeweiligen Vertragskonditionen immer ratsam.

Festgeld ist eine Alternative zum Sparbuch, wenn Du für eine bestimmte Zeit auf Dein Geld verzichten kannst. Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld ergänzen sich also an vielen Stellen.

3. Alternative zum Sparbuch: Aktien

Alternative zum Sparbuch: Aktien

Aktien sind ein sehr guter Weg, um Dein Vermögen nicht nur vor Wertverlust zu schützen, sondern um es über einen längeren Zeitraum hinweg auch zu vermehren - und zwar mit höherem Gewinn als bei Tagesgeld oder Festgeld.

Nun fragst Du Dich sicherlich: In welche Aktie(n) soll ich investieren? Das ist eine Frage, die unmöglich beantwortet werden kann. Denn die Wahl, in welche Aktien Du investierst, hängt ganz von Dir selbst ab:

  • Gehst Du lieber etwas Risiko ein, um dafür auch einen potenziell höheren Gewinn einfahren zu können?

  • Oder gehst Du lieber auf Nummer sicher und investierst in Aktien, die zwar keine schnellen und hohen Gewinne versprechen, dafür aber risikoärmer sind?

Risikofreudigen Menschen sind Wachstumsaktien zu empfehlen. Dabei handelt es sich um Aktien von Unternehmen, denen in den nächsten Jahren hohe Wachstumsraten zugesprochen werden. Eine Investition kann sich sehr lohnen, doch das Risiko ist hoch. 

Wer lieber etwas mehr Sicherheit hat, der kann mit Aktienfonds nichts falsch machen. Sie fassen die größten Unternehmen bestimmter Länder oder Branchen zusammen. Der DAX (deutscher Aktienindex) z. B. fasst die 50 größten Unternehmen Deutschlands zusammen.

Generell gilt es, das Risiko durch Diversifikation zu minimieren. Du steckst Dein Geld also nicht vollständig in eine einzige Aktie, sondern in mehrere Aktien oder Aktienfonds.

Mehr zu Aktien kannst Du in unserem Aktien Guide erfahren.

4. Alternative zum Sparbuch: Immobilien

Auch Immobilien eignen sich bestens, um den Wert des eigenen Vermögens über die Jahre hinweg zu erhalten. Natürlich musst Du über ein höheres Startkapital verfügen, wenn Du in Immobilien investieren möchtest.

Schließlich kostet eine Immobilie mehr als z. B. eine Aktie. Dafür gelten Immobilien aber als Wertanlage par excellence. Immobilien sind nämlich meistens nicht nur wertstabil, sondern steigen oft erheblich an Wert. 

Vor allem in den letzten Jahren erlebte Deutschland einen richtigen Immobilienboom. Davon kannst Du weiterhin profitieren, wenn Du selbst Immobilien besitzt. Vor allem in Großstädten wie München, Berlin und Hamburg sind die Preise, vor allem für Wohnungen im Stadtzentrum aber auch für Eigenheime in den Außenbezirken, regelrecht explodiert. 

Dass dieser Boom so weitergeht, ist natürlich nicht garantiert. Die expansive Geldpolitik der Zentralbanken und die laut vielen Experten überbewerteten Aktienmärkte weltweit könnten aber auch in den nächsten Jahren für steigende Preise sorgen. 

Immobilien haben sich in der Vergangenheit immer als sichere Wertanlage bewiesen

Für die Finanzierung der Immobilie wendest Du Dich am besten direkt an Deine Hausbank oder Kreditvermittler, Bauzinsen sind gering (bis maximal 1 % pro Jahr) und Eigenkapitalquoten liegen meist zwischen 15 % und 20 %. 

Für eine Immobilie im Wert von 200.000 € müsstest Du also lediglich ca. 40.000 € hinterlegen. Ratenzahlungen von bis zu 25 Jahren sind möglich.

Als Alternative zum fast zinslosem Sparbuch eignen sich Immobilien neben Aktien und anderen Geldanlagen wie Edelmetalle also definitiv.

Möchtest Du in der Immobilie nicht selbst wohnen, kannst Du auch einen passiven Einkommensstrom generieren, indem Du die Immobilie vermietest. 

5. Alternative zum Sparbuch: P2P Kredite

Alternative zum Sparbuch: P2P Kredite

P2P steht für peer to peer. Man versteht darunter eine Transaktion, die sich zwischen zwei peers, also zwei Privatpersonen abspielt.

Im Falle der P2P-Kredite handelt es sich bei dieser Transaktion um das Leihen bzw. Verleihen von Geld.

Es gibt im Internet zahlreiche Plattformen, auf denen Menschen Geld leihen und verleihen können. Zu den bekanntesten P2P Kreditplattformen in Deutschland gehören: 

Wenn Du eine dieser Plattformen nutzt, um einer andern Person Geld zu leihen, so kannst Du daraus bis zu 15 %, meistens jedoch zwischen 5 und 10 % an Zinsen gewinnen. 

Die Laufzeit beträgt in der Regel zwischen einem Monate und mehreren Jahren. P2P-Kredite gewähren also höhere Zinsen, bergen aber auch höhere Risiken. Dennoch eignen sie sich als Alternative zum Sparbuch. 

Wenn Du mehr über P2P Kredit erfahren und die besten Plattformen in Europa kennenlernen möchtest, empfehlen wir Dir unseren P2P Kredite Vergleich.

Was Du bei den Alternativen zum Sparbuch beachten musst

Du musst darauf achten, dass Du vor jeder größeren finanziellen Entscheidung genaue Überlegungen und Rechnungen anstellst. Brauchst Du z. B. das Geld, das Du auf ein Festgeldkonto transferierst, echt erst in 5 Jahren wieder?

Oder Du möchtest stets Zugriff auf die Gesamtheit Deines Vermögens haben? In einem solchen Fall sind P2P-Kredite oder Festgeld nichts für Dich. 

Wenn Du überlegt und informiert vorgehst, dann wirst Du sehen: Diese 5 Ideen sind nicht nur Alternativen, sondern eigentlich ein Muss. 

Unser Fazit

Nun kennst Du fünf verschiedene Alternativen zum Sparbuch. Indem Du Dein Geld also entweder in Tagesgeld, Festgeld, Aktien, Immobilien oder P2P Kredite anlegst, entkommst Du den Klauen der Inflation - und kannst Dein Erspartes wahrscheinlich sogar vermehren!

Beim Anlegen hoher Summen ist vor allem eines unverzichtbar: Recherche betreiben. Dieser Artikel ist ein guter Start und versorgt Dich mit grundlegenden Informationen zu den einzelnen Alternativen.

Jedoch solltest Du Dich tiefergehend mit den einzelnen Themen auseinandersetzen. Alle der fünf Alternativen zum Sparbuch werden auf unserem Blog und Webseite detaillierter behandelt.

Ursprünglich veröffentlicht am 22 Oktober 2021, zuletzt aktualisiert am 26 Oktober 2021

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