Magisches Dreieck der Geldanlage

Zuletzt aktualisiert am 07 Februar 2021 von Reza

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Magisches Dreieck der Geldanlage

Wenn es um Geldanlagen geht, so fällt immer mal wieder der Begriff des “Magischen Dreieckes”.

Magisches Dreieck einfach erklärt

Das Magische Dreieck der Geldanlage beschreibt die Tatsache, dass Du beim Geldanlegen immer Kompromisse machen musst.

Du musst Dich immer zwischen den drei Zielen: Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit (Liquidität) entscheiden.

Diese drei Ziele stehen sich konkurrierend gegenüber.

Wenn Du zum Beispiel nach einer Geldanlage suchst, die Dir maximale Renditen verspricht, wirst Du ein sehr hohes Risiko und eine sehr niedrige Verfügbarkeit des angelegten Geldes in Kauf nehmen müssen.

Eine Geldanlage, die wiederum als sehr sicher gilt und Dein Geld ist schnell verfügbar, wird Dir nur eine niedrige Rendite bringen.

Ganz vereinfacht gesagt, möchte das Magische Dreieck Dir klar machen, dass Du immer 1 oder 2 Ziele vernachlässigen musst, wenn Du ein anderes Ziel erreichen willst.

Das magische Dreieck kommt auch im Projektmanagement zur Anwendung. Dabei werden dann nur andere Ziele definiert: Zeit, Kosten und Qualität.

Ziele des Magischen Dreieckes erläutert

Um die Idee des Magischen Dreiecks weiter zu erläutern, schauen wir uns die einzelnen Ziele im Detail an.

Rendite

Bei der Rendite geht um die zu erwartende Rendite von einer Anlage.

Sie setzt sich üblicherweise aus Zinsen, Dividenden und Kur- und Wertsteigerungen zusammen.

In diesem Zusammenhang kannst Du die erwarteten Renditen von Wertpapieren oder illiquiden Anlagen wie zum Beispiel Immobilien als Ziel-Rendite verwenden.

Sicherheit

Wie der Name bereits erahnen lässt, geht es hierbei um die Sicherheit der jeweiligen Anlage.

In diesem Zusammenhang solltest Du vor allem auf die Wahrscheinlichkeit eines Teil- oder Totalausfalles Deiner Geldanlage achten.

Verfügbarkeit

Bei diesem Ziel geht es darum, wie schnell Du wieder an Dein investiertes Geld kommen kannst.

Die Verfügbarkeit ist also umso höher, desto schneller Du wieder an Dein Geld kommst. Das Gleiche gilt genauso andersrum.

Typische Geldanlagen aus Sicht des Magischen Dreiecks

Eventuell fragst Du Dich jetzt, wie sich die typischen Geldanlagen aus Sicht des Magischen Dreiecks einordnen lassen.

Am einfachsten kannst Du die typischen Geldanlagen in vier Kategorien zusammenfassen.

Hohe Sicherheit, schnelle Verfügbarkeit, niedrige Rendite

Hierzu gehören alle bekannten Geldanlagen, die keine feste Laufzeit haben.

Gleichzeitig sollte Dein investiertes Geld ausreichend gesichert sein.

Sparbücher und Tagesgeldkonten können diese Anforderungen erfüllen. Da eine ausreichende Einlagensicherung (bis 100.000 €) vorhanden ist und Du sehr schnell an Dein Geld kommst.

Hohe Sicherheit, langsame Verfügbarkeit, hohe Rendite

Bei diesen Zielen kommen folgende Geldanlagen in Frage: langfristige Staats- und Unternehmensanleihen mit hoher Kreditwürdigkeit, Sparbriefe und Festgelder bei Banken.

Alle drei Anlageformen verfügen über eine ausreichende Sicherheit. So kommt es äußerst selten vor, dass Anleihen von Emittenten mit hoher Kreditwürdigkeit ausfallen.

Festgelder sind durch die Einlagensicherung (bis 100.000 € pro Institut) geschützt.

Alle Anlageformen haben dabei gemeinsam, dass Du für einen längeren Zeitraum auf Dein Geld verzichtest, wodurch Du eine höhere Rendite erhältst.

Niedrige Sicherheit, hohe Verfügbarkeit, hohe Rendite

In diese Kategorie gehören Aktien.

Aktien können hohe Kursschwankungen haben, sind meistens täglich verfügbar und bieten im Vergleich zu festverzinslichen Geldanlagen eine hohe Rendite.

Aktien könnten aber auch weiter kategorisiert werden, zum Beispiel in defensive Aktien und offensive Aktien.

Niedrige Sicherheit, langsame Verfügbarkeit, (sehr) hohe Rendite

Die meisten Privatanleger kommen nicht mit Geldanlagen in Berührung, die in diese Kategorie passen.

Das sind vor allem Beteiligungen entweder als direkte Beteiligungen oder über Private Equity Fonds.

Unternehmensbeteiligungen sind weit wenige verfügbar als Aktien.

Dadurch erhalten Anleger eine zusätzliche Illiquiditätsprämie im Vergleich zu börsennotierten Aktien (Beteiligungen). Sehr grob gesagt, lag diese Illiquiditätsprämie historisch im Durchschnitt bei 5%.