50.000 Euro anlegen: Wie du noch mehr aus deinem Geld holst

Diese Seite kann Affiliatelinks enthalten. Wir erhalten ohne zusätzliche Kosten für dich eine Provision, wenn du dich entscheidest, etwas über diese Links zu kaufen. Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzrichtlinie.

Wer sich ein Vermögen von 50.000 angespart hat, fragt sich berechtigterweise, wie er noch mehr aus dem Geld herausholen kann.

Einerseits soll das Geld weiter gewinnbringend vermehrt werden, anderseits ist die Angst groß Risiken einzugehen, denn dann könnte das Vermögen auch wieder schrumpfen.

Eventuell geht es dir ähnlich und du fragst dich, was du jetzt am besten mit deinem Geld machen solltest.

Daher gehen wir in diesem Ratgeber zuerst auf einige wichtige Fragen ein, die du dir selbst beantworten solltest, bevor du das Geld anlegst. Im Anschluss geht es dann um einige Anlageklassen und darum, wie du diese miteinander kombinieren kannst.

Zum Schluss haben wir dann noch ein Beispiel für dich, um das erlernte Wissen zu verfestigen.

Das wirst du in diesem Ratgeber lernen:

Zwei Geldbündel auf 500 Euro-Noten ergeben je 50.000 Euro, die angelegt werden sollen

4 wichtige Fragen, um 50.000 Euro richtig anzulegen

Noch bevor du dich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten beschäftigst, die sich für ein Investment von 50.000 Euro anbieten, solltest du dir einige wichtige Fragen selbst beantworten.

Das ist sehr sinnvoll für dich, da es dir so leichter fällt, dich für eine oder mehrere der Anlageklassen zu entscheiden, auf die wir im Anschluss eingehen.

Habe ich alle laufenden Schulden zurückbezahlt?

Bevor du anfängst, deine Ersparnisse anzulegen, ist es wichtig, dass du alle deine Schulden und sonstigen Verbindlichkeit zurückbezahlst.

Der Hauptgrund dafür ist, dass in den meisten Fällen die Zinsen, die für einen Kredit bezahlen musst, über der möglichen Rendite liegt, die du mit Geldanlagen erzielen kannst.

Zum Beispiel müsstest du bei einem laufenden Kredit, mit einem effektiven Zins von 5 %, dein Geld mindestens mit einer Rendite von 5 % anlegen, damit das überhaupt wirtschaftlich einen Vorteil für dich hätte.

Und selbst dann müsstest du die Kosten des Kredits von der Rendite abziehen und im Ergebnis bleibt nur eine kleine Renditedifferenz übrig, weshalb sich die eigentliche Geldanlage kaum lohnt.

Daher ist es wichtig, dass du alle Schulden und sonstigen laufenden Verbindlichkeiten zuerst zurückbezahlst, bevor du es an der Börse oder bei einer Bank als Geldanlage anlegst.

Habe ich eine Notfallrücklage, um einen finanziellen Engpass zu überwinden?

Diese Frage schließt im Grunde an die vorherige Frage an.

Genauso wichtig wie das Zurückbezahlen deiner Schulden vor der Geldanlage ist das Anlegen einer Notfallrücklage (Notgroschen). Diese sollte das zwei bis dreifache von deinem monatlichen Nettolohn betragen.

Mit dieser stellst du sicher, dass du bei unvorhergesehenen Ausgaben in der Lage bist, diese bezahlen zu können, um nicht einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Dispokredite, Minikredite oder sonstige Darlehen, die du kurzfristig aufnehmen kannst, sind zwar hilfreich bei einem finanziellen Engpass, gehören aber zu den teuersten Krediten überhaupt.

Deswegen ist es eine kluge Idee, dass du überhaupt erst nicht in die Lage gerätst, dass du so einen Kredit brauchst.

Des Weiteren verhinderst du mit dem Anlegen eines Notgroschens, dass du Geldanlagen auflösen musst, da du das Geld brauchst.

Das ist insbesondere bei risikoreicheren Anlageklassen wie Aktien oder anderen Anlagen, bei denen mit Wertschwankungen zu rechnen ist, von hoher Bedeutung.

Bei diesen Anlageklassen spielt der Faktor "Zeit“ eine wichtige Rolle, um eventuell vorübergehende Kursverluste aussitzen zu können.

Diese Möglichkeit hast du aber nicht mehr, wenn du das Geld unbedingt brauchst und du das Investment mit einem Verlust realisieren musst.

Welches Anlageziel möchte ich erreichen?

Eine Leiter führt zu einer Zielscheibe, die für deinen Anlageziele steht. Daneben steht geschrieben "Rendite?" und "Zeit?"

Bei jeder Geldanlage musst du dich vor der Geldanlage fragen, welches Anlageziel du mit dieser erreichen bist. Beim Anlegen von Geld geht es dann hauptsächlich darum, welchen Endbetrag du erzielen möchtest und mit welchem Anlagehorizont.

In diesem Kontext ist es wichtig, dass du den Zusammenhang zwischen Rendite und Risiko kennst, denn beide Ziele stehen unmittelbar miteinander in Verbindung. Eine höhere Rendite ist nur mit mehr Risiko möglich und das Gleiche gilt vice versa.

Des Weiteren solltest du auch die Liquidität als Faktor berücksichtigen, also wie lange du auf das Geld verzichten kannst, berücksichtigen, denn für diesen gilt, dass je länger du bereit bist auf dein Geld zu verzichten, desto höher ist der mögliche Gewinn.

Zu den typischen Anlagezielen von Privatanlegern gehört etwa der Kapitalerhalt, das bedeutet, es soll wenigstens eine Rendite in der Höhe der Inflation erzielt werden. Ein ebenfalls häufiges Ziel ist es, das Kapital zwar weiterzuvermehren, aber nur bei vertretbaren (ertragbaren) Risiken.

Welches Risiko bin ich bereit, mit meinen Geldanlagen einzugehen?

Die Anlageklassen, die wir dir im Folgenden vorstellen, unterscheiden sich mitunter erheblich darin, welche Renditen bei ihnen mit welchen Risiken möglich sind.

Während du bei manchen Anlagen zum Beispiel kein Kursänderungsrisiko eingehen musst, sondern höchstens ein Ausfallrisiko (das aber über eine Einlagensicherung abgedeckt wird), musst du bei anderen Anlagenformen genau dieses Risiko und noch zusätzliche Risiken beachten.

Deswegen ist es wichtig, dass du dich fragst, mit welchen Risiken du bei einer Investition überhaupt zurechtkommst.

Ja, das ist etwas leicht gesagt, als getan, aber du kannst das über Fragen leicht selbst für dich feststellen.

Zum Beispiel kannst du dich fragen, wie du im Allgemeinen mit Ereignissen zurechtkommst, die nicht deinen Erwartungen entsprechen.

Im Übrigen entspricht das einer möglichen Definition für Risiko als Begriff, demnach kann Risiko so definiert, dass ein Ergebnis von der Erwartung abweicht, sowohl im positiven als auch im Negativen.

Kommst du dabei zu dem Schluss, dass dich bereits kleine Dinge völlig aus der Bahn werfen, etwa ein Zug oder Bus, der sich um ein paar Minuten verspätet, dann ist es vermutlich nicht sinnvoll in Anlagen zu investieren, bei denen es zu täglichen Kursschwankungen kommt.

Wenn überhaupt, dann mit einem kleinen Anteil des Geldes, damit du dich erst einmal an die Wertschwankungen von deinen Anlagen gewöhnen kannst.

Welche Anlageklassen lohnen sich, um 50.000 Euro anzulegen?

Mit den Antworten auf die vorherigen Fragen hast du dir als Anleger eine gute Grundlagen geschaffen, um 50.000 Euro zu investieren.

Welche Anlageklassen sich dafür anbieten und wie diese sich voneinander unterscheiden, darauf gehen wir im Folgenden ein.

Tagesgeld

Eine Uhr mehrere Euro-Geldscheine stehen für das Tagesgeld

Ein Tagesgeld bei einer Bank ist für Anleger und Sparer eine vielversprechende Möglichkeit, um Geld kurzfristig zu "parken“.

Einmal eingezahltes Geld ist von einem Tagesgeldkonto täglich verfügbar, was auch den Namen von dieser Anlagemöglichkeit erklärt.

Aufgrund dieser Flexibilität wird das Geld auf so einem Konto variabel verzinst, das bedeutet, der Zinssatz ist nicht garantiert und ändert sich in Abhängigkeit vom allgemeinen Zinsniveau.

Tagesgelder gelten als besonders sichere Anlageform, da die Einlagen von der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 € pro Kunde und Bank abgesichert werden.

Eine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung ist möglich, vorausgesetzt der Bankenverband von der Bank, bei der das Tagesgeldkonto führt, leistet so eine.

Wenn du nach einem Tagesgeldkonto mit guten Konditionen suchst, findest du so eines leicht mit unserem Tagesgeldvergleich.

Festgeld

Ein Festgeld bzw. Festgeldkonto bei einer Bank bietet dir eine ähnliche Sicherheit wie ein Tagesgeldkonto, da auch bei diesem die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € pro Kunde und Bank gilt.

Es unterscheidet sich allerdings von einem Tagesgeld dadurch, dass das Geld für eine vorher vereinbarte Laufzeit und Zins angelegt wird. Welche Laufzeiten angeboten werden, hängen von der Bank ab.

Im Allgemeinen kann ein Festgeld aber ab einer Laufzeit von einem Monat und maximal mit 120 Monaten abgeschlossen werden. Die meisten Privatanleger entscheiden sich in der Regel für ein Festgeld mit einer maximalen Laufzeit von 60 Monaten, um sich nicht zu lange zu binden.

Es ist grundsätzlich, bis auf wenige Ausnahmen (wichtige Gründen), nicht möglich, ein Festgeld vorzeitig zu kündigen. Daher solltest du 50.000 Euro oder einen Teil davon nur in Festgeld anlegen, wenn du bereit bist auf dieses Geld bis zum Ende der Laufzeit zu verzichten.

Ein Festgeld zu attraktiven Konditionen findest du unkompliziert mit unserem Festgeldvergleich.

Aktien

Ein Bär und ein Bulle stehen auf einem Tablet, das einen Chart einer Aktie zeigt

Aktien gehören zu den Anlageklassen, die dir als Anlage langfristig die höchste Rendite versprechen.

Da eine Aktie einem Miteigentum an einem Unternehmen entspricht, werden sie auch als Sachwerte bezeichnet.

Durch den Erwerb von einem Anteil an einer Aktiengesellschaft stehen dir auch verschiedene Aktionärsrechte zu. Dazu zählt das Gewinnbeteiligungsrecht und das Mitbestimmungsrecht, dass du zum Beispiel durch dein Stimmrecht auf der Hauptversammlung wahrnimmst.

Eine Investition in Aktien ist bei allen Vorteil allerdings mit größeren Risiken verbunden. Du musst damit rechnen, dass die Kurse von deinen Aktien täglich schwanken und sich auch mal zu deinen Ungunsten entwickeln können.

Dieses Risiko kann insbesondere bei einzelnen Aktien besonders hoch sein, weshalb du einen Betrag von 50.000 Euro auf unterschiedliche Aktien aufteilen solltest, um die Risiken zu streuen. Im Finanzwesen wird diese Strategie als „Diversifikation“ bezeichnet.

Nach unseren Erfahrungen machen gerade Einsteiger bei Aktien häufig die gleichen Anfängerfehler, dazu zählt vornehmlich ein zu hohes Risiko und das (unbewusste) Ignorieren von grundlegenden Diversifikationsregeln.

Damit dir das nicht passiert, würden wir dir am Anfang zu einer Investition in Aktien über ETFs raten. Das sind börsengehandelte Indexfonds, die als Ziel haben, einem Wertpapier- oder Börsenindex zu folgen.

Wenn dieser Index wiederum ausreichend viele Wertpapiere enthält, die sich voneinander ausreichend unterscheiden, dann ist ein ETF eine einfache und günstige Möglichkeit, mit denen der Aktieneinstieg gelingen kann.

Ein häufig verwendeter ETF in diesem Zusammenhang ist ein ETF, der dem MSCI World Index folgt. Dieser Index beinhaltet ca. 1.600 Aktien von den weltweit größten Unternehmen aus den Industrieländern.

Alternativ wäre es auch möglich statt in einen ETF in einen aktiv verwalteten Fonds zu investieren. Diese haben aber aufgrund ihrer hohen Kosten ihre Anleger in der Vergangenheit häufig enttäuscht und mach wenn überhaupt bei Aktien mit kleineren bis mittleren Marktkapitalisierungen Sinn (sog. Small- und Mid-Caps).

Wenn eine Investition in Aktien für dich infrage kommt, dann brauchst du ein Depot. Bei diesem solltest du darauf achten, dass du keine laufenden Depotgebühren bezahlen musst und du zu günstigen Konditionen Wertpapiere handeln kannst.

Ein günstiges Depot findest du leicht mit unserem Depotvergleich.

Anleihen

Anleihen sind Wertpapiere, die von Emittenten (Herausgebern) ausgegeben werden, um Kredite (Fremdkapital) aufzunehmen.

Sie werden von Staaten, Unternehmen, Finanzinstituten und sonstigen Organisationen herausgegeben und entsprechend als Staats- oder Unternehmensanleihen bezeichnet.

Da eine Anleihe praktisch einem Kredit an den Emittenten entspricht, haben diese in der Regel einen festen Kupon (Zins) und Laufzeit, zu der das eingesammelte Kapital zurückgezahlt wird. Des Weiteren ist bei Anleihen die Kreditwürdigkeit (Bonität) wichtig, die über ein sogenanntes Rating (Note über die Kreditwürdigkeit) eingeschätzt wird.

Die Rendite von einer Anleihe hängt im Wesentlichen von der Laufzeit und vom Rating des Emittenten ab.

In der Regel gilt in diesem Zusammenhang, dass bei längeren Laufzeiten die Investoren eine höhere Rendite bekommen, da diese bereit sind ihr Geld für einen längeren Zeitraum zur Verfügung zu stellen.

Ebenfalls eine höhere Rendite können Investoren erwarten, wenn bei einem niedrigeren Rating des Emittenten, da dann das Risiko von einem Kreditausfall höhere ist.

In diesem Kontext wird sich zwischen Emittenten mit einem „Investment Grade“ und „Speculative Grade“ unterschieden. Bei zweiteren ist das Risiko, dass es zu Verzögerungen oder einem Ausfall der Anleihe kommt, wesentlich höher, was sich auch in einer höheren Rendite widerspiegelt.

Da der Anleihenmarkt in einem hohen Maße in Europa institutionalisiert ist, das bedeutet, Privatanleger haben nur einen schlechten Direktzugang zu Anleihen, kommt in der Regel nur eine Anlage über ETFs bzw. Fonds in Betracht.

Des Weiteren bietet sich für die meisten Privatanleger nur eine Investition in Anleihen mit einem Investment Grade Rating und mittelfristigen Laufzeiten an.

Für alle anderen Anleihen nimmt das Kreditausfall- und Zinsänderungsrisiko stark zu und die Vergangenheit hat gezeigt, dass Investoren nur selten für diese höhere Risiken ausreichend kompensiert wurden.

Genauso wie bei Aktien bietet sich eine Anlage in Anleihen über ETFs und Anleihenfonds an. Auch bei Anleihen sollten ETFs bevorzugt werden, da im Vergleich die laufenden Gebühren bei Anleihenfonds häufig hoch sind.

Möchtest du in Anleihen über ETFs und Fonds investieren, dann brauchst du dafür ein Depot mit günstigen Konditionen. So ein Depot findest du zügig mit unserem Depotvergleich.

Immobilien

50.000 Euro lassen sich ebenfalls verwenden, um in Immobilien zu investieren.

Entweder in Form einer Direktanlage, um diese selbst zu nutzen als Altersvorsorge oder um diese zu vermieten, um die Mieterträge regelmäßig zu vereinnahmen.

Oder das Geld wird in Immobilienfonds investiert, bei denen das Geld in ein Fondsvermögen zusammen mit dem Geld der anderen Anlegern von einem Fondsmanagement verwaltet wird.

Wichtig bei einer direkten Geldanlage in Immobilien ist, dass du die Kaufnebenkosten und die Instandhaltungskosten nicht unterschätzt. Hinzukommt natürlich noch das Mietausfallrisiko.

Des Weiteren wirst du in der Regel eine Baufinanzierung benötigen, da 50.000 Euro nicht ausreichen werden, um eine Immobilie vollständig zu erwerben.

Bei einer Immobilie als Kapitalanlage solltest du unbedingt auch einige Risiken berücksichtigen, da sie sich sonst zu einem teuren Fehler für dich entpuppen kann und das möchtest du unbedingt vermeiden.

Daher kann es Sinn machen diese Risiken durch eine Anlage in offene Immobilienfonds zu begrenzen, die das Geld über mehrere Immobilien verteilen. Allerdings ist es auch eine Investition in solchen Fonds typischerweise mit einer hohen Gebührenbelastung verbunden.

Des Weiteren bringen gerade offene Immobilienfonds weitere Risiken mit sich, über die du dich vor einer Anlage zuerst informieren solltest.

Zwar ist es grundsätzlich möglich 50.000 Euro in eine Immobilie zu investieren, du wirst du aber bei einer Direktimmobilie sehr wahrscheinlich den vollen Betrag einsetzen müssen. Dadurch würdest du deinen kompletten Anlageerfolg nur von dieser einen Immobilie abhängig machen.

Ob das sinnvoll ist, hängt aber auch davon ab, ob du die Immobilie selbst bewohnen oder nur als Renditeobjekt vermieten möchtest. Allerdings halten wir es für nicht empfehlenswert, deine finanzielle Situation zu sehr von einer Immobilie abhängig zu machen.

P2P Kredite

zwei Hände reichen sich ein Handy, auf dem P2P steht, symbolhaft für einen P2P Kredit

P2P Kredit steht für „Peer to Peer Kredit“, was so viel wie Kredit von Privatperson an Privatperson bedeutet.

Diese Anlageklasse entstand im Wesentlichen durch das Internet, weil es dadurch möglich wurde im großen Umfang privat Kredite über Plattformen zwischen Privatpersonen zu vermitteln.

Mittlerweile agieren die meisten P2P Plattformen allerdings als P2P Marktplätze. Auf diesen bieten Darlehensanbahner (Kreditvermittler) Kredite zum Investieren an, die sie bereits vorfinanziert und an Personen oder Unternehmen vergeben haben.

Für ein Investment in P2P Kredite spricht insbesondere die hohe Rendite, die sich mit ihnen erzielen lässt. Zweistellige Renditen und mehr sind bei den etablierten Plattformen, wie Mintos und Twino keine Seltenheit.

Aufgrund der hohen Rendite ist aber auch mit höheren und spezifischen Risiken zu rechnen. Dazu zählt im Wesentlichen das Kreditausfallrisiko und das Plattformrisiko.

Zweiteres steht dafür, dass eine Plattform zahlungsunfähig wird, wodurch das eingesetzte Kapital auf dieser vollständig bedroht sein kann.

Gerade das Plattformrisiko wird aber bei den regulierten Plattformen über den Anlegerschutz begrenzt, weshalb es sinnvoll ist, sich beim Investieren überwiegend auf diese Plattformen zu konzentrieren.

Du findest eine Übersicht und eine Auswahl von guten P2P Plattformen in unserem P2P-Plattformen-Vergleich.

Edelmetalle (Gold)

Zu den Investitionsmöglichkeiten, in die 50.000 Euro investiert werden können, zählen ebenfalls die physischen Edelmetalle. Vornehmlich Gold ist ein Klassiker unter den Edelmetallen, auf den viele Privatanleger vertrauen.

Bei Edelmetallen musst du beachten, dass du diese sicher lagern musst. In diesem Zusammenhang bietet sich unserer Ansicht nach keine Lagerung zu Hause an, weshalb du mit Lagerkosten rechnen musst.

Des Weiteren musst du dir darüber im Klaren sein, dass Edelmetalle dir keine laufenden Erträge in Form von Zinsen oder Dividenden zahlen. Als Anleger profitierst du von dieser Geldanlage nur durch mögliche Kursgewinne.

Die Kurse von Edelmetallen wie Gold können mitunter stark schwanken. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, hat es manchmal mehrere Monate oder Jahre gedauert, bis Kursverluste wieder aufgeholt werden konnten.

Ähnlich wie bei anderen riskanteren Anlageklasse mit einem Kursänderungsrisiko solltest du daher in Edelmetalle nur mit einem langen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren investieren.

Kryptowährungen

Ein Mann schaut sich Kurse von Kryptowährungen an und auf dem Schreibtisch liegen Münzen von Kryptos

Eine Anlage von 50.000 Euro in Kryptowährungen wie den Bitcoin und in die anderen Altcoins macht Sinn, wenn du von diesen langfristig überzeugt bist und dir eine hohe Rendite erhoffst.

Diese hohen Renditen lassen sich aber nur erzielen, wenn du mit den großen Kursschwankungen zurechtkommst, denn unter allen Anlageklassen schwanken die Kurse von Kryptowährungen am stärksten.

Des Weiteren musst du bei Kryptowährungen berücksichtigen, dass du diese in einer sicheren Krypto-Wallet aufbewahren musst. Du musst dir Gedanken machen, in welcher Form das am meisten Sinn für dich macht.

Am Anfang ist es vermutlich am einfachsten, wenn du deine Wallet bei einer der bekannten Kryptobörsen führst, zum Beispiel bei Coinbase.

Wie teile ich das Vermögen am besten auf die Anlagemöglichkeiten auf?

Eine Frau sitzt mit ihrem Laptop auf dem Schoß und überlegt die beste Aufteilung. Daneben steht ein Pie-Chart mit einem Fragezeichen

Wie du vermutlich selbst festgestellt hast, unterscheiden sich die vorgestellten Investmentmöglichkeiten in ihrem Rendite- und Risikoprofil teilweise erheblich voneinander.

Daher werden diese in der Praxis in sicherheits- und renditeorientierte Anlageklassen eingeteilt, auch eine Einteilung in Risikoklassen ist gängig, um die Geldanlagen weiter voneinander unterscheiden zu können.

Als sicherheitsorientierte Anlageformen gelten Tagesgelder, Festgelder und Anleihen von Emittenten mit einem Investment Grade Rating und mittleren Laufzeiten.

Als renditeorientierte Anlageklassen und somit als riskanter gelten Aktien, Anleihen von Emittenten mit einem Speculative Grade und längeren Laufzeiten, Immobilien, P2P Kredite, Edelmetalle und Kryptowährungen.

Übrigens wird regelmäßig darüber gestritten, ob Immobilien und Edelmetalle nicht als sichere Anlagen gelten. Für uns handelt sich bei beiden eindeutig um riskantere Geldanlagen, vornehmlich im Vergleich zu Tagesgeldern und Festgeldern, die unter Anlegern als vermeintlich sicherste Geldanlagen gelten.

Nach unseren Erfahrungen ist es sinnvoll eine Anlagesumme von 50.000 Euro in einem Anlageverhältnis auf die Anlagen aufzuteilen, mit dem sich das gesetzte Anlageziel erreichen lässt und gleichzeitig durchhaltbar ist.

Wenn du etwa eine möglichst hohe Rendite möchtest, aber aufgrund der ausgewählten Anlageformen nur noch schlaflose Nächte hast, wird dich das nicht weiterbringen.

Des Weiteren ist es selbst für die risikofreudigsten Anleger nicht sinnvoll 100 % ihres Kapitals nur in Anlageklassen zu investieren, die überdurchschnittlich hohe Renditen und Risiken haben.

Stattdessen sollten auch diese 10 % bis 20 % ihres Geldes in Anlageklassen investieren, die eine vergleichsweise hohe Sicherheit und schnelle Verfügbarkeit haben. So können diese etwa auf günstige Gelegenheiten, zum Beispiel am Aktienmarkt, reagieren.

Wer kann mich unterstützen, um 50.000 Euro anzulegen?

Wenn dir beim Lesen von diesem Ratgeber bewusst geworden ist, dass du dir eventuell etwas Unterstützung wünscht ein so großes Vermögen anzulegen, dann solltest du dich beraten lassen.

Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du lässt dich bei einer Bank und einem Finanzanlagevermittler beraten oder bei einem Honorarberater.

Bei der ersteren Beratungsform musst du zwar nichts vorab bezahlen für die Beratung, diese ist aber keinesfalls kostenlos: Stattdessen bezahlst du die Beratung über die mit eingerechneten Provisionen bei den Anlageprodukten, die du abgeschlossen hast.

Des Weiteren lässt sich nicht ohne Zweifel sagen, ob du bei einer Provisionsberatung wirklich die für dich besten Finanzprodukte empfohlen bekommst oder hauptsächlich die, mit denen der Berater am meisten verdient.

Wir würden daher bei einem Anlagebetrag von 50.000 Euro zu einer Honorarberatung für ein fest vereinbartes Beratungshonorar raten. Nach unseren Erfahrungen lohnt es sich, diese bei so einem Geldvermögen in Anspruch zu nehmen.

Fazit - Wie 50000 Euro anlegen und investieren

In diesem Ratgeber haben wir uns damit beschäftigt, wie sich 50.000 Euro anlegen lassen.

Eingangs haben wir erklärt, welche wichtigen Fragen vor einer Geldanlage beantwortet werden sollten und danach sind wir auf unterschiedliche Anlagemöglichkeiten eingegangen.

Zum Schluss haben wir erklärt, wie sich ein Vermögen von 50.000 Euro auf die unterschiedlichen Geldanlagen aufgeteilt werden kann und wo sich Sparer beraten lassen können.

Ob du das Geld jetzt selbst anlegst oder ob du dir Unterstützung suchst, in jedem Fall solltest du jetzt eine gute Ausgangsbasis haben, um 50.000 Euro anlegen zu können.

Weitere Informationen findest du in unserem Ratgeber über Geldanlagen.