Warum Rich Dad, Poor Dad ein Bestseller ist

Zuletzt aktualisiert am 07 Februar 2021 von Reza

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Warum Rich Dad, Poor Dad ein Bestseller ist

Hast Du schon mal von dem Buch Rich Dad, Poor Dad gehört?

In der Kategorie Börse und Finanzen auf Amazon gehört das Buch seit Jahren zu den Bestsellern.

Wenn wir heute (Oktober 2020) auf Amazon die Kategorie besuchen, sehen wir folgendes Ranking.

Wieder mal Platz 1 für Rich Dad, Poor Dad

Amazon Ranking Börse und Finanzen Oktober 2020

Auch unter vielen Finanzexperten gehört das Buch zu den Pflichtlektüren.

Aber warum ist das so?

Was macht dieses Buch so beliebt?

Rich Dad Poor Dad kurze Zusammenfassung

Eventuell liest Du nicht gerne Bücher. Oder Du hast einfach keine Lust Dir das Buch durchzulesen.

Das ist ok, wir haben uns für Dich die Mühe gemacht das Buch zusammenzufassen.

Bei der Zusammenfassung haben wir uns auf die wichtigsten Teile des Buches konzentriert, diese sind mit Sicherheit die Einführung und die danach folgenden 6 Kapitel.

Also worum es geht in dem Buch?

In dem Buch geht um die Geschichte einer Person (dem Erzähler und Autor) der zwei Väter hat. Einen reichen Vater (Rich Dad) und einen armen Vater (Poor Dad). Der reiche Vater ist der Vater seines besten Freundes Mike. Sein eigener Vater ist also der arme Vater (Poor Dad). Die Geschichte beginnt in der Kindheit des Autors.

Im Weiteren Verlauf des Buches vergleicht der Autor immer wieder die Lebensweisen und Ratschläge der Väter miteinander. Dabei zeigt er auf, weshalb sein eigener Vater arm bleibt und der Vater seines Freundes reich ist und immer reicher werden wird.

Der Hauptunterschied der Väter ist, dass der arme Vater sich derzeit und den Rest seines Lebens im Hamsterrad befinden wird. Dort ist er gefangen, da er keine finanzielle Bildung hat (und auch nicht will) und fest vom Arbeitnehmermodell überzeugt ist. Er glaubt fest an schulischer Bildung, die einem Menschen dabei hilft, eine gute Arbeitsstelle zu finden. Er ist der klassische Arbeitertyp.

Der reiche Vater hingegen verfügt über ein großes Finanzwissen, insbesondere über Unternehmen, Steuern und Buchhaltung. Dieses Wissen kann er nutzen, um die generellen Rahmenbedingungen für sich auszunutzen. Er ist also der klassische Unternehmertyp.

An der Stelle sei erwähnt, dass bis heute nicht final geklärt ist, wie viel von den Erzählungen rein fiktiv sind und ob es den reichen Dad wirklich gab. Sonderlich schmeichelt der Autor Robert Kiyosaki seinem leiblichen Vater nicht, sollte dieser wirklich arm gewesen sein.

Im Folgenden schauen wir uns die einzelnen Kapitel und ihre Kernaussagen an.

Einführung: Rich Dad, Poor Dad

Die Geschichte beginnt 1956 in Hawaii, wenn der Autor und sein bester Freund Mike neun Jahre alt sind. Es fängt damit an, dass Sie den Vater von Mike bitten ihnen alles wichtige über Finanzen beizubringen. Der Vater von Mike stimmt unter Bedingungen zu.

Beide Jungs fangen dann an im Laden von dem Vater gegen einen Lohn zu arbeiten. Der Vater möchte den Jungs dabei eine Lexion erteilen und bezahlt sie extra schlecht.

Wütend und enttäuscht verlangen die Jungs letztendlich mehr Geld, woraufhin der Vater ihnen ein Angebot macht. Entweder mehr Geld oder er erklärt ihnen, weshalb er sie extra schlecht bezahlt hat. Die Jungs verzichten auf die Gehaltserhöhung und wollen wissen, warum sie schlecht bezahlt wurden.

Der Vater erklärt ihnen darauf hin, dass er ihnen zeigen wollte, in welchem Hamsterrad (Rat Race) sich die meisten Erwachsenen befinden. Sie arbeiten hart, immer für nur ein bisschen mehr Geld in ihrer Tasche, dabei sollten sie hart arbeiten, damit andere Menschen ihre Taschen mit Geld füllen.

Das ist gleich zu Beginn auch die wichtigste Lektion.

1. Kapitel: Die Reichen arbeiten nicht für Geld

In diesem Kapitel geht es nun darum, dass viele Menschen immer Sicherheit gegenüber Risiken bevorzugen. Das ist so, weil sie nie gelernt haben, mit Risiken umzugehen. Menschen in der Mittelschicht arbeiten als Angestellte immer nur für mehr Geld und werden dabei von Gier und Angst getrieben.

Verdienen sie mehr, konsumieren sie auch mehr und verschulden sich auch mehr. Das schafft dann eine hohe Abhängigkeit von ihrem Job.

2. Kapitel: Was bringt ein solides finanzielles Grundwissen?

In diesem Kapitel sind beide Jungs erwachsen. Mike, der beste Freund, hat die Geschäfte des Vaters übernommen und ist sehr vermögend. Der Autor selbst ist mit 47 in Rente gegangen.

Dieses Kapitel dreht sich sehr stark um finanzielles Grundwissen. Dabei hebt der Autor hervor, dass Menschen unbedingt den Unterschied zwischen Anlagen (Assets) und Verbindlichkeiten (Liabilities) verstehen müssen.

In diesem Zusammenhang ist nicht wichtig, wie viel die Menschen gerade verdienen, sondern wie viel Geld sie behalten können.

3. Kapitel: Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Geschäfte

Dieses Kapitel konzentriert sich auf Geldanlagen, insbesondere Immobilien und Aktien.

Dabei beschreit er unter anderem das Geschäftsmodell von McDonald‘s. In dem Zusammenhang erklärt der Autor, dass beim Geschäftsmodell von McDonald’s viel relevanter ist, welche Grundstücke und Gebäude dem Unternehmen gehören als das eigentliche Geschäft mit Hamburgern.

Die Kernaussage des Kapitels ist, dass sich Menschen um ihr eigenes Vermögen kümmern müssen, wenn sie finanziell unabhängig werden.

4. Kapitel: Die Geschichte der Steuern und die Macht der Unternehmen

In dem Kapitel geht der Autor auf Steuern ein. Dabei zeigt er auf, dass Unternehmen prinzipiell bevorzugt werden und der arbeitenden Bevölkerung immer mehr Steuern aufgezwungen werden.

Die Reichen hingegen nutzen das System für sich, indem sie genau über Buchhaltung und Steuern Bescheid wissen. Der Autor empfiehlt sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, um nicht vom System “gemobbt“ zu werden.

5. Kapitel: Die Reichen erfinden das Geld

Dieses Kapitel ist sicherlich ein wenig abenteuerlich. Der Autor beschreibt wie er mit Vermittlungstätigkeiten hohe Gewinne erzielt, ohne dass er dafür wirklich Geld riskieren musste.

Wie der Titel bereits sagt, Geld wird erfunden.

Der Autor empfiehlt, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die intelligenter sind, als man es selbst ist. Das würde den Menschen dabei helfen, die Investments mehr auf einen selbst zuzuschneiden.

6. Kapitel: Arbeiten Sie, um zu lernen, nicht für Geld

In diesem Kapitel geht es jetzt noch mal um finanzielles Wissen. Insbesondere um Marketing (Verkauf) und Management. Das Ganze wird anhand einer Frau aufgezeigt, die einen Studienabschluss in englischer Literatur hat. Die Dame zeigt wenig Lust daran Dienstleistungen zu verkaufen. Was ein großer Fehler ist.

Die Quintessenz ist, dass es wichtig ist, sich verschiedene Geschäftsfähigkeiten anzueignen, die außerhalb der eigenen Komfortzone sind.

Warum Rich Dad, Poor Dad so gerne gelesen wird

Das Buch ist ziemlich clever aufgebaut, da es Menschen an verschiedenen Stellen anspricht.

Außerdem ist es wie eine typische Heldengeschichte aufgebaut. Der Autor ist dabei der Held, der von seinem reichen Vater geleitet wird.

Jeder von uns hat sich schon mal im Rahmen seiner Tätigkeit schlecht und nicht fair bezahlt gefühlt.

Genauso hat jeder von uns hin und wieder den Wunsch auszubrechen und nur noch zu tun, was wir wollen.

Finanzielle Unabhängigkeit eben.

Der Autor gibt dem Leser mit seiner eigenen Heldengeschichte das Gefühl, dass er selbst der Held seiner eigenen Geschichte werden könnte, während der Autor selbst Glück hatte, einen Mentor im Vater seines besten Freundes gefunden zu haben.

Indirekt und manchmal auch direkt präsentiert sich also der Autor selbst als Mentor den Lesern. Die Leser können zu den eigenen Helden ihres Lebens werden, wenn sie seinen Weisheiten und Ratschlägen folgen.

Das Buch ist tatsächlich so formuliert, dass es jeder verstehen kann.

Unserer Meinung nach trifft es dabei viele richtige Aussagen.

Manche Aussagen wirken aber doch etwas unrealistisch und ein wenig übertrieben.

Die Kombination einer Heldengeschichte in Verbindung mit sehr simplen Darstellungen (und Lösungen) für ein sehr komplexes Problem machen das Buch aus unserer Sicht so erfolgreich.

Rich Dad, Poor Dad Review

Während das Buch ein absoluter Bestseller ist und auch vermutlich bleiben wird, wurde das Buch auch schon von vielen Magazinen und Kritikern völlig zerrissen.

So hat das renommierte Wall Street Journal kritisch über den Autor und das Buch berichtet.

Aber der vermutlich ehrgeizigste Kritiker von Robert Kiyosaki ist John. Was ihm genau an Robert und dem Buch nicht gefällt, hält er hier fest.

Und nun? Ist einfach alles falsch an dem Buch?

Viele Leser und Leserinnen des Buchs sagen nach dem sie das Buch gelesen haben, dass sie sehr froh darüber sind. 

Das Buch hätte sie motiviert sich über Finanzen weiterzubilden und ihre Rolle als Angestellter zu hinterfragen.

Dagegen ist nichts einzusetzen.

Tatsächlich werden in dem Buch allerdings auch unzählige Falschaussagen getroffen.

Zum Beispiel empfiehlt der Autor auf gar keinen Fall Fonds (und entsprechend Exchange Traded Funds) zu kaufen, weil die generell zu riskant sind. Das ist natürlich einfach nur falsch.

Ebenso trifft er die Aussage, dass je mehr Du arbeitest, du nur umso mehr Steuern zahlen musst. Allerdings bleibt natürlich auch nach Steuern (falls es keine kalte Progression gibt) mehr übrig.

Unser Tipp: Wenn Du das Buch als Motivation siehst, dann ist alles in Ordnung. Nimm aber nicht alles zu ernst.

Falls Du dennoch irgendwo Immobilien kaufen kannst, die Du für 25.000 € kaufen kannst und sie dann eine Woche später für 75.000 € verkaufen kannst (Kapitel 5), dann ruf uns bitte an.