Girokonto Vergleich | Die besten Bankkonten (2022)

Das sind die besten Girokonten und so gehst du vor:

Suchst du das beste Girokonto mit den besten Konditionen und Gebühren, das zu deinen Wünschen passt?

Wenn du wissen möchtest, worauf du unbedingt achten solltest (versteckte Kosten, Karten, Apps, Dispo etc.) und welches die besten Konten für dich sind, dann wirst du in diesem Ratgeber alle Informationen finden, nach denen du suchst.

Los geht's.

Inhaltsverzeichnis

Girokonto Vergleich

Girokonto Vergleich: Mit unserem Girokontorechner schnell das günstige Girokonto finden

Nutze unseren Girokontorechner, um die verschiedenen Girokonten nach deinen Kriterien zu filtern.

3 Online-Girokonten mit besonders guten Konditionen und Gebühren

Onlinekonto immer günstiger

Es gibt eine Vielzahl von Banken, die mittlerweile kostenlose Girokonten anbieten.

Manche Banken fordern einen bestimmten monatlichen Zahlungseingang, damit die Kontoführungsgebühren entfallen, während andere Banken grundsätzlich keine Gebühren berechnen.

Aber viele vermeintlich kostenlose Konten sind dann doch mit laufenden Kosten verbunden.

Einige Banken bieten zwar kostenlose Konten an, berechnen aber relativ hohe Gebühren für Kreditkarten, womit Kunden*innen letztendlich im durchschnitt fast genauso viel zahlen.

Wir möchten dir drei kostenlose Girokonten vorstellen, die ihren Kunden unserer Meinung nach das beste Gesamtpaket bieten.

Das sind die Girokonten von der DKB, ING und Consorsbank.

Bei allen drei Banken bekommen Kunden ein kostenloses Girokonto mit einer kostenlosen Kreditkarte, mit der sie in Deutschland und innerhalb der Eurozone (bzw. innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums) unbegrenzt kostenlos Geld abheben können.

Bei der DKB sind sogar Geldabhebungen weltweit kostenlos, weshalb das Konto vor allem für Personen vorteilhaft ist, die oft ins Ausland reisen. 

DKB - Deutsche Kreditbank

Die DKB* bietet Kunden ein kostenloses Girokonto mit einer kostenlosen Visa Kreditkarte an. Die DKB verlangt Dispozinsen von 6,65 % p. a.

Bei der DKB Visa Kreditkarte handelt es sich um eine Charge Kreditkarte. Zahlungen werden monatlich saldiert und dann mit dem Girokonto abgerechnet. Anders als Debit Kreditkarten werden Charge Kreditkarten uneingeschränkt akzeptiert.

Weil die DKB selbst keine oder nur sehr wenige Geldautomaten betreibt und auch keinem Automatenverbund angehört, solltest du bei Geldabhebungen am Automaten immer deine Kreditkarte benutzen, denn dann sind Bargeldabhebungen für dich kostenlos.

Im Geschäft wiederum kannst du wie gewohnt mit deiner Debitkarte oder Visa Karte bezahlen, je nachdem was akzeptiert wird.

Besonders vorteilhaft bei der DKB ist, dass du mit deiner Kreditkarte weltweit kostenlos Geld an Geldautomaten abheben kannst.

Die Girokonten bei der DKB sind grundsätzlich kostenlos, aber die DKB unterteilt ihre Kunden in zwei Kategorien. Von Kunden, auf deren Konten im Monat weniger als 700 € durchschnittlich eingehen, verlangt die DKB höher Dispozinsen und für das Bezahlen und Abheben außerhalb der Eurozone fallen Fremdwährungsgebühren an.

Falls du mal Geld auf dein DKB Konto einzahlen willst, kannst du das bei verschiedenen Einzelhändler tun, wie zum Beispiel bei REWE. Das ist aber mit Kosten von 1,5 % der eingezahlten Summe verbunden.

DKB

  • Kostenloses Girokonto ohne versteckte Kosten: keine Kontoführungsgebühren oder Kreditkartengebühren

  • Charge Kreditkarte

  • Bargeld im In- und Ausland gebührenfrei abheben

  • Keine Fremdwährungsgebühren für Zahlungen innerhalb der Eurozone für alle Kunden

  • Niedrige Dispozinsen

  • Etwas schlechtere Konditionen für Kunden, die im Durchschnitt weniger als 700 € auf ihr Girokonto im Monat einzahlen: höhere Dispozinsen und Fremdwährungsgebühren außerhalb der Eurozone

Mehr Informationen in unserem DKB Girokonto Test.

Jetzt Konto bei der DKB Bank eröffnen*

ING

Das Girokonto der ING* ist kostenlos unter der Bedingung, dass Kunden mindestens 700 € jeden Monat einzahlen. Sonst müssen Kunden eine Gebühr von 4,90 € im Monat zahlen.

Das Girokonto kommt mit einer kostenlosen Visa Kreditkarte und Debitkarte (Girocard). Die ING verlangt Dispozinsen von 6,99 % p. a.

Die Visa Kreditkarte bei der ING ist eine Debitkarte. Das bedeutet, die Beträge werden direkt vom Girokonto abgebucht. Manche Hotels und Mietwagenunternehmen lehnen Debitkarten ab, was sehr frustrierend für die Karteninhaber sein kann.

Mit der Kreditkarte kannst du innerhalb der Eurozone kostenlos Geld abheben.

In Deutschland betreibt die ING einige Geldautomaten, an denen du auch mit der Girocard umsonst Geld abheben kannst. Falls kein Geldautomat der ING in der Nähe ist, kannst du einfach deine Kreditkarte nutzen, um Geld gebührenfrei von einem Geldautomaten abzuheben.

Außerhalb der Eurozone verlangt die ING für Bargeldauszahlungen und bargeldloses Bezahlen eine Gebühr von 1,99 % von dem jeweiligen Umsatz.

ING

  • Kostenloses Girokonto mit kostenloser Kreditkarte und Girokarte

  • Bargeld gebührenfrei überall innerhalb der Eurozone

  • Niedrige Dispozinsen

  • Kostenloses Girokonto erst ab einem monatlichen Geldeingang von durchschnittlich 700 €

  • Kreditkarte ist eine Debitkarte (keine Charge Karte)

Mehr Informationen in unserem ING Girokonto Test.

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Consorsbank

Auch bei der Consorsbank* erhalten Kunden ein kostenloses Girokonto, vorausgesetzt sie zahlen monatlich mindestens 700 € ein.

Das Girokonto erhalten Kunden mit einer kostenlosen Visa Kreditkarte und Girocard. Die Consorsbank verlangt Dispozinsen von 7,75 % p. a.

Bei der VISA Kreditkarte der Consorsbank handelt es sich um eine Debitkarte (gleiche Situation wie bei dem Girokonto von der ING). Debitkarten werden teilweise nur eingeschränkt von vielen Hotels, Mietwagengesellschaften und anderen Anbietern akzeptiert.

Wenn du Geld von deinem Konto bei der Consorsbank abheben willst, solltest du ausnahmslos deine Kreditkarte nutzen. Bargeldabhebungen innerhalb Deutschlands und der Eurozone (bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums) sind kostenlos.

Für Bargeldauszahlungen und bargeldloses Bezahlen mit deiner Kreditkarte außerhalb der Eurozone verlangt die Consorsbank eine Gebühr von 2,10 % auf den jeweiligen Umsatz.

Consorsbank

  • Kostenloses Konto mit kostenloser Kreditkarte und Girocard

  • Bargeld gebührenfrei innerhalb der Eurozone

  • Etwas höhere Dispozinsen als bei anderen Onlinebanken, aber insgesamt immer noch relativ niedrig

  • Das Girokonto ist nur kostenlos, wenn monatlich mindestens 700 € eingehen

  • Die Visa Kreditkarte ist eine Debitkarte (keine Charge Karte)

Mehr Informationen in unserem Consorsbank Girokonto Test.

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Warum ist ein Onlinekonto (Onlinebank) immer günstiger?

Girokonto Kosten Gebühren

Eventuell ist dir bereits aufgefallen, dass alle 3 vorgestellten Onlinekonten von Onlinebanken angeboten werden.

Onlinekonten von Onlinebanken sind immer günstiger als Girokonten, die von Filialbanken angeboten werden. In diesem Zusammenhang kommt dann oft schnell die Frage auf, wo der Haken ist?

Bei einer Onlinebank (früher direktbank) kannst du nicht erwarten, dass du eine persönliche Beratung erhältst.

Du regelst deine Bankgeschäfte online oder über eine App. Falls du einmal mit jemand sprechen musst, kannst du dich nur über eine Hotline, ein Kontaktformular oder einen Chat an die Bank wenden.

Viele klassische Filialbanken unterhalten große Filialnetze, die mit hohen Personal- und Mietkosten für die Filialbanken verbunden sind.

Dadurch haben Filialbanken von Anfang an einen Kostennachteil gegenüber Onlinebanken, die oft viel weniger Personal beschäftigen und keine oder nur sehr wenige Filialen haben.

Das erklärt, weshalb Konten, die von Onlinebanken angeboten werden, immer günstiger sind als die von Filialbanken. Onlinebanken nutzen diesen Vorteil aus und sprechen gezielt Menschen an, die keine persönliche Beratung brauchen und sehr kostenbewusst sind.

Deswegen verlangen so gut wie alle direktbanken für Girokonten und Kreditkarten keine laufenden Gebühren.

Etwas vereinfacht gesagt, geben die Onlinebanken ihren Kostenvorteil ganz oder teilweise an die Kunden weiter.

Wie komme ich mit einem Onlinekonto an Bargeld?

3 Online-Girokonten mit besonders guten Kondititionen

Die kostenlose Kreditkarte ist bei einem Onlinekonto nicht nur ein nettes Extra, sondern wichtig für die Bargeldversorgung.

Denn gehört die Onlinebank, bei der du ein Konto eröffnest, nicht einem Automaten-Netzwerk an (Cashpool oder Cash Group), so bekommst du mit deiner Kreditkarte trotzdem an sehr vielen Geldautomaten Bargeld, ohne dafür Bargeldgebühren zahlen zu müssen.

In der Vergangenheit sind viele kleinere Regionalbanken dazu übergegangen, dass sie bei Kreditkarten von Onlinebanken keine Bargeldbeträge an den Geldautomaten auszahlen. Auch dann nicht, obwohl auf dem Geldautomaten ein Visa Logo zu sehen ist.

Hierzu zählen oft Sparkassen und Volksbanken. Gewöhne dir deswegen an, etwas Bargeld abzuheben, bevor du in etwas ländlichere Regionen reist. In den Städten wirst du keine Probleme haben.

Das besonders praktische daran ist, dass du mit deiner Kreditkarte auch im Ausland Bargeld abheben kannst, ohne dass du dafür hohe Gebühren zahlen musst.

Das ist unter anderem ein Grund, weshalb das Onlinekonto der DKB so beliebt bei vielen jungen Menschen ist, die dazu neigen, besonders viel zu reisen.

An welchen Geldautomaten bekomme ich kostenlos Bargeld mit meinem Konto?

Falls du ein Girokonto eröffnest, bei dem du keine kostenlose Kreditkarte erhältst, stellst du dir eventuell die Frage, an welchen Bargeldautomaten du Geld abheben kannst, ohne dafür hohe Gebühren bezahlen zu müssen.

Neben den eigenen Geldautomaten, die deine Bank betreibt, wird deine Bank typischerweise auch einem Geldautomaten-Netzwerk angehören. du bekommst dann bei allen Geldautomaten, die diesem Netzwerk angehören, kostenlos Bargeld.

In Deutschland gibt es insgesamt vier relevante Automaten Netzwerke, die du kennen solltest (Dezember 2021):

Geldautomaten-Verband

Anzahl Geldautomaten

Mitglieder

Sparkassenverbund

ca. 23.000

Sparkassen

Bankcard-Servicenetz

ca. 17.300

Volksbanken Raiffeisenbanken

Cash Group

ca. 9.000

Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank und Unicredit Bank

Cashpool

ca. 2.800

BB Bank, Degussa, Flessabank, National-Bank, OLB Bank, Sparda Bank, Santander, Südwestbank, Targo Bank und weitere kleinere Banken

Das dichteste Netz an Geldautomaten bieten dir die Sparkassen. Aber, sobald dir eine Bank ein Konto anbietet mit einer Kreditkarte, mit der du kostenlos Bargeld abheben kannst, spielt dieser Vorteil keine wesentliche Rolle mehr.

Hast du etwa dein Girokonto bei einer Sparkasse eröffnet, stehen dir in Deutschland 23.000 Geldautomaten zur Verfügung, an denen du dir ohne Gebühren Bargeld abheben kannst.

Typische Kosten und versteckte Gebühren bei Girokonten

9 Kriterien, um das beste Girokonto für dich zu wählen

Teilweise können die Gebühren und Konditionen, die Kunden für Bankkonten zahlen müssen, sehr verwirrend und intransparent sein.

Jede Bank muss ihren Kunden ein Preis- und Leistungsverzeichnis aushändigen, das genau die Kosten im Einzelnen beschreibt und nennt. 

Wir können dich aber beruhigen, du musst dich nicht durch die Preis- und Leistungsverzeichnisse der einzelnen Banken arbeiten, denn es sind grundsätzlich immer wieder die gleichen Gebühren, die auf dich als Bankkonto zukommen. Diese sind:

  • Kontoführungsgebühren

  • Girocardgebühren

  • Kreditkartengebühren

  • Fremdwährungsgebühren bei Kreditkarten

  • Überweisungsgebühren

  • Überziehungszinsen (Dispozinsen)

  • Abhebegebühren

Gerne werben Banken mit kostenlosen Kontoführungsgebühren, um aber zum Beispiel für Bargeldabhebungen hohe Kosten zu verlangen. Oder es entfallen zwar die Kontoführungsgebühren, aber es werden Gebühren für die Bereitstellung der Kreditkarte berechnet.

Typische Gebühren einfach erklärt

Kontoführungsgebühren: Für die Bereitstellung des Kontos wird eine monatliche oder quartalsweise Gebühr berechnet.

Girocardgebühren (Debitkartegebühren): Für die Bereitstellung der Debitkarte (Girocard) wird eine monatliche oder quartalsweise Gebühr verlangt.

Kreditkartengebühren: Für die Bereitstellung der Kreditkarte wird eine Gebühr berechnet. Sie wird häufig jährlich berechnet.

Fremdwährungsgebühren bei Kreditkarten: Bezahlst du mit deiner Kreditkarte in einer Fremdwährung, kommt es zum Währungstausch, den sich Banken ebenfalls bezahlen lassen. Im Preis- und Dienstleistungsverzeichnis informieren Banken im Detail, mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Während viele Onlinebanken keine Fremdwährungsgebühren mehr für Bargeldabhebungen und Zahlungen innerhalb der Eurozone (bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums) berechnen, sind Fremdwährungsgebühren bei Filialbanken häufig noch die Regel.

Überweisungsgebühren: Onlinebanken berechnen typischerweise keine Gebühren für Online-Überweisungen. Aber viele Banken verlangen für beleghafte Überweisungen zusätzliche Gebühren. Filialbanken rechtfertigen die zusätzlichen Gebühren damit, dass die manuelle Bearbeitung von beleghaften Überweisungen mit hohen Kosten für sie verbunden ist.

Überziehungszinsen (Dispozinsen): Die Banken berechnen dir immer Sollzinsen, wenn du dein Konto überziehst. Beachte bitte, dass die Zinsen für Dispokredite zu den teuersten Gebühren überhaupt gehören. Planst du größere Anschaffungen, solltest du unbedingt über einen Kredit nachdenken.

Zum Beispiel können die Zinsen für einen Dispokredit bei über 10 % p.a. liegen. Für kurze Zeiträume und kleine Beiträge ist das kein Problem, aber bei größeren und langfristigen Investitionen hingegen kann das schnell zu einer Last werden.

Abhebegebühren: Die Abhebungsgebühren gehören zu den klassischen versteckten Kosten bei Girokonten. Je nachdem wo du dein Konto hast, musst du mit unterschiedlichen Kosten rechnen. Zum Beispiel bekommst du als Kunde bei einer Sparkasse normalerweise an allen anderen Sparkassen Geldautomaten kostenlos Bargeld.

Bei fremden Geldautomaten musst du mit durchschnittlichen Gebühren von zwischen 3,50 € bis 4,95 € pro Abhebung rechnen. Hebst du zum Beispiel 50 € und zahlst eine Gebühr von 4,95 € entspricht das einer Abhebungsgebühr von 9,90 % auf die abgehobene Summe.

Beispiel für die Gebühren und Gesamtkosten von Girokonten

Viele Menschen unterschätzten, wie stark sich die Gebühren zwischen den einzelnen Banken unterscheiden können. Nicht selten zahlen Bankkund*innen viel zu hohe Gebühren für ein Konto, was ihnen noch nicht mal bewusst ist.

Damit dir dieser Fehler nicht auch passiert, haben wir für dich die monatlichen und jährlichen Kosten von bekannten Girokontoanbietern berechnet.

In diesem Zusammenhang musst du bitte beachten, dass die meisten Banken die Kreditkartengebühren jährlich abrechnen. Zwecks Vergleichbarkeit haben wir die Kosten dann durch 12 geteilt, um die monatlichen und jährlichen Gesamtkosten zu berechnen und vergleichen zu können.

Bank / Gebühren

Kontoführung
(monatlich)

Kreditkarte
(monatlich)

Girokarte / Debitkarte
(monatlich)

Gesamtkosten
(monatlich / jährlich)

Sparkasse

1,90 €

2,50 €

0 €

4,40 € / 52,80 €

Volksbank

3,50 €

3,25 €

0 €

6,75 € / 81 €

DKB

0 €

0 €

0 €

0 € / 0 €

ING (diba)

0 €

0 €

0 €

0 € / 0 €

Consorsbank

0 €

0 €

0 €

0 € / 0 €

Commerzbank

0 €

3,33 €

0 €

3,33 € / 39,90 €

Deutsche Bank

6,90 €

3,25 €

1,50 €

11,65 € / 139,90 €

Postbank*

4,90 €

2,42 €

0 €

7,32 € / 87,84 €

Targobank*

0 €

0 €

0 €

0 € / 0 €

Santander*

0 €

0 €

0 €

0 € / 0 €

Hinweis: Exemplarisch für die Kosten bei einer Sparkasse oder Volksbank haben wir die Gebühren für ein Konto bei der Frankfurter Sparkasse oder Frankfurter Volksbank berechnet. Zwar kann es bei Sparkassen und Volksbanken auch immer wieder zu größeren Preisunterschieden kommen, aber erfahrungsgemäß ähneln sich die Gebühren. Im Zweifel erkundige dich bei deiner lokalen Sparkasse oder Volksbank nach den genauen Konditionen.

Wie du siehst, unterscheiden sich die Kosten für ein Girokonto teilweise stark voneinander.

Während du in der Spitze 139,90 € im Jahr bei der Deutschen Bank für ein Girokonto zahlst, musst du zum Beispiel bei der DKB überhaupt nichts zahlen.

Auch wenn du jetzt versucht bist, eventuell sofort dein Girokonto zu wechseln, solltest du nicht nur auf die Kosten schauen.

Eine oder die entscheidendste Frage bei der Wahl des richtigen Girokontos ist, ob du dir eine persönliche Betreuung wünschst oder nicht.

Falls du sowieso deine Bankgeschäfte weitestgehend alleine regelst und keine Beratung in Anspruch nimmst, solltest du darüber nachdenken, dein Girokonto zu wechseln, um nicht Gebühren für ein Angebot zu bezahlen, dass du gar nicht nutzt.

Du musst aber nicht zwingend dann zu einer Onlinebank wechseln und komplett auf einen persönlichen Ansprechpartner verzichten. Es gibt auch Filialbanken, die ebenfalls kostenlos Girokonten (unter ein paar Bedingungen) anbieten, hierzu zählen zum Beispiel die Commerzbank, Santander Bank und Targobank.

9 Kriterien, um das beste Girokonto zu finden

Girokonto - worauf achten?

Auf den ersten Blick sind alle Girokonten gleich. Aber die einzelnen Girokontomodelle unterscheiden sich sehr stark voneinander.

Damit du für dich das beste Girokonto aussuchen kannst, musst du dich zu Beginn fragen, wie du dein Girokonto nutzen möchtest.

Bei der Wahl des richtigen Girokontos solltest du folgende 9 Kriterien beachten:

  1. Persönliche Betreuung oder Onlinebank: Wünscht dir eine persönliche Beratung oder möchtest du deine Bankgeschäfte nur online bzw. in einer App steuern?

  2. Kosten und Gebühren: Manche Banken verlangen generell keine Kontoführungsgebühren, andere Banken wiederum verlangen keine Gebühren bei einem bestimmten monatlichen Geldeingang und dann gibt es noch Banken, die grundsätzlich Kontoführungsgebühren verlangen.

  3. Bargeld abheben: Wie viele Geldautomaten bietet die Bank selbst oder über verbundene Partner an? Bei manchen Onlinebanken werden unter anderem Kreditkarten angeboten, mit denen du weltweit Geld abheben kannst, was besonders praktisch ist.

  4. Überweisungen: Bei Onlinebanken können Überweisungen nur über das Online Banking vorgenommen werden, während bei Filialbanken auch beleghafte Überweisungen vorgenommen werden.

  5. Kreditkarte: Manche Banken bieten Bankkonten grundsätzlich nur mit Kreditkarten an (mit entsprechendem Cashback Programmen), bei anderen Banken wiederum muss die Kreditkarte extra beantragt und meistens dann auch extra bezahlt werden.

  6. Girocard: Ein Bankkonto ohne Girocard (Debitkarte) wäre sehr unpraktisch, denn du kämst nicht an dein Konto, wenn die Filiale zu ist. Tatsächlich gibt es aber immer noch Kreditinstitute, die sogar für Debitkarten Geld verlangen.

  7. Apple Pay & Google Pay: Es gibt immer vereinzelt Banken, die nicht Apple Pay und Google Pay anbieten. Falls dir das wichtig ist, achte bei der Kontoeröffnung darauf.

  8. App: Gerade jungen Bankkontoinhaber*innen ist eine benutzerfreundliche App wichtig, mit der sie ihre Bankgeschäfte regeln können. Obwohl eine benutzerfreundliche App bei so gut wie allen Banken letztendlich die Norm sein sollte, ist das nicht der Fall. Falls dir eine zeitgemäße App wichtig ist, informiere dich vorab, ob eine App angeboten wird und wie zufrieden die Nutzer sind.

  9. Service: Wie wichtig ist dir eine persönliche Betreuung? Magst du keine Hotlines und Chats? Dann wirst du mit einer Onlinebank nicht glücklich, denn mit vielen Banken kannst du nur per Telefon oder Chat in Verbindung treten. Teilweise gibt es auch nur ein Kontaktformular.

Bonus Kontoeröffnung: Girokonto eröffnen leicht gemacht (in 5 Schritten)

Girokonto in 5 Schritten eröffnen

Nachdem du jetzt weißt, bei welcher Bank du dein Girokonto eröffnen möchtest, erklären wir dir, wie eine Girokontoeröffnung typischerweise abläuft.

Denk daran, dass du grundsätzlich so viele Girokonten eröffnen kannst, wie du möchtest, aber die meisten Banken werden dir nur ein Girokonto eröffnen.

Falls du ein 3 Konten Modell oder 6 Konten Modell umsetzten möchtest, tust du das mit zusätzlichen Tagesgeldkonten oder je nach Bank mit Unterkonten.

Die Zeiten, in denen eine Kontoeröffnung sich über mehrere Wochen zieht, sind glücklicherweise vorbei. Die schnellsten Banken können dir sogar innerhalb von Minuten ein Girokonto eröffnen - mit allen dazugehörigen Funktionalitäten (Onlinebanking, Apple Pay bzw. Google Pay). Die Zusendung der physischen Karten mit PIN dauern häufig weiterhin 1-2 Wochen.

Schritt 1: deine persönlichen Daten angeben

deine Daten gibst du online auf der Webseite von der Bank ein, bei der du dein Girokonto eröffnen möchtest. Bei einer Filialbank kannst du alternativ auch in eine Filiale gehen, dann brauchst die Unterlagen logischerweise nicht postalisch versenden und du kannst dich direkt vor Ort ausweisen.

Schritt2: Antrag unterschrieben

Dieser Schritt unterscheidet sich von Bank zu Bank. Insbesondere Neobanken oder Onlinebanken, wie die DKB oder Comdirect, haben mittlerweile komplett digitale Anmeldeprozesse. Bei anderen Banken musst du den ausgefüllten Eröffnungsantrag im Anschluss postalisch schicken oder in der Filiale unterschreiben.

Schritt 3: Identifizieren

Im Anschluss musst du deine Identität bestätigen. Das machst du entweder digital per Video (VideoIdent), in einer Postfiliale oder der Filialbank direkt.

Schritt 4: Zugangsdaten und Karten erhalten

Je nach Bank erhältst du zum Abschuss deine Zugangsdaten postalisch zugestellt. du erhältst auch deine Girocard (Debitkarte), eventuelle Kreditkarten und die dazugehörigen Passwörter per Post. Die Zugangsdaten und alle Karten bekommst du in separaten Briefen, um zu verhindern, dass der falschen Person mit einer Postzustellung alle sensiblen Daten in die Hände fallen können.

Die Ausnahme bilden u. a. die Neobanken, bei den der Prozess komplett digital abläuft. Insofern du nur eine digitale Giro-/Kreditkarte hast, bekommst du diese auch nicht per Post, sondern kannst sie direkt einrichten und nutzen.

Schritt 5: Dienste wie Apple Pay & Google Pay einrichten

Bei fast allen großen Banken wird mittlerweile Apple Pay und Google Pay angeboten. Beide Zahlungsmöglichkeiten stehen dir nach erfolgreicher Anmeldung Identifikation zur Verfügung.

Was tue ich, wenn die Bank mir kein Konto gibt?

Wenn dein Antrag aufgrund deiner Schufa oder deines Berufes abgelehnt wurdest, dann hast du meist zwei Möglichkeiten: ein Jedermann-Konto oder ein Onlinekonto bei einer Neobank.

  • Bei einem Jedermann-Konto (auch Basiskonto) handelt es sich um ein normales Girokonto, das aber mit sehr eingeschränkten Funktionen angeboten wird (ohne Dispo zum Beispiel). Auch verlangen viele Banken Gebühren für Jedermann-Konten, während das übliche Girokontoangebot kostenfrei ist. Banken sind dazu verpflichtet, dir so ein Konto anzubieten.

  • Neobanken vergeben in der Regel Onlinekonten, ohne die Schufa abzufragen und unabhängig vom Beruf. Da negative Merkmale in der Schufa häufig der Grund für eine Absage einer klassischen Bank sind, bieten Neobanken wie die Tomorrow Bank oder bunq eine Alternative. In vielen Fällen sind die Konditionen sogar günstiger als bei Jedermann-Konten.

Kontowechsel - das solltest du beachten

Ein Kontowechsel läuft ähnlich ab wie bei einer Kontoeröffnung.

Nur dass du zusätzlich dein altes Konto kündigen musst und all deine bestehenden Zahlungseingänge, Lastschriften und Daueraufträge ändern musst.

Aber auch dafür bieten viele Banken einen Umzugsservice, sodass dies kaum noch Zeit kostet.

Genauere Informationen zum Kontowechsel

Wenn du dich weiter über den Kontowechsel informieren möchtest und noch Hilfe brauchst, ob du überhaupt wechseln möchtest, empfehlen wir dir unsere folgenden Artikel:

Bonus Nachhaltigkeit: Vorteile und Nachteile eines nachhaltigen Girokontos

Vorteile und Nachteile eines nachhaltigen Girokontos

Das Thema Nachhaltigkeit hat mittlerweile auch den Finanzsektor erreicht.

In diesem Zusammenhang erwarten viele Bankkunden, dass sich ihre Banken aus "schmutzigen Geldgeschäften" heraushalten. Hierzu zählt unter anderem die Finanzierung von Unternehmen, die nachweislich der Umwelt schaden oder die in der Rüstungsindustrie tätig sind.

Nachhaltigkeit ist aber ein sehr dehnbarer Begriff und viele Menschen verstehen etwas völlig Unterschiedliches, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Auch bei Banken ist das nicht anders, weswegen sich nicht abschließend klären lässt, wie nachhaltig eine Bank letztendlich arbeitet.

In diesem Zusammenhang hat sich die Initiative Fair Finance Guide hervorgetan, die anhand von verschiedenen, teilweise recht eindeutigen Kriterien versucht zu bewerten, wie nachhaltig eine Bank arbeitet (etwas vereinfacht gesagt).

In diesem Zusammenhang veröffentlicht die Initiative auch ein Gesamtranking zu allen Banken, das zeigt, wie nachhaltig die einzelnen Banken arbeiten.

Erfreulich in dem Zusammenhang ist, dass insbesondere die Banken, die sich selbst als überdurchschnittlich nachhaltig bezeichnen, gut bis sehr gut in diesem Ranking abschneiden, hierzu zählen vor allem die Banken: GLS Bank, EthikBank, Triodos Bank, KD-Bank und eventuell auch noch die Pax-Bank.

Weniger erfreulich in diesem Zusammenhang für Bankkunden ist, dass die genannten Banken im Vergleich zu den üblichen Banken wesentlich teurer sind.

Zum Beispiel verlangt die GLS Bank für das Standardkonto "GLS Privatkonto" eine monatliche Kontoführungsgebühr von 5 €. Für die Girocard werden 15 € pro Jahr berechnet und für die Mastercard Kreditkarte sind weitere 30 € pro Jahr zu bezahlen. Für ein übliches Girokonto mit einer Girocard und Kreditkarte sind insgesamt pro Jahr 105 € zu bezahlen, bzw. monatlich 8,75 €. 

Unserer Meinung nach sind die drastischen Kostenunterschiede zwischen den Banken, die sich als besonders nachhaltig präsentieren, und den gewöhnlichen Banken nicht zu rechtfertigen. Insbesondere alleine deswegen schon nicht, weil viele Menschen ein völlig anderes Verständnis von Nachhaltigkeit haben.

Vorteile

  • Das "gute" Gefühl etwas für die Umwelt und Gesellschaft getan zu haben.

  • Die direkte oder indirekte Fördern von nachhaltigen Projekten.

  • Der Ausschluss von Finanzierungsprojekten, die besonders gegen Nachhaltigkeitskriterien verstoßen, wie etwa die Finanzierung von Rüstungskonzernen.

Nachteile

  • Nicht nachvollziehbare hohe Kontoführungsgebühren, die sich nicht erklären lassen.

  • Nicht eindeutige Definition von Nachhaltigkeit. Was manche Bankkunden zum Beispiel als ausreichend nachhaltig bewerten, ist anderen Kunden nicht genug oder sogar zu viel.

Wenn dir das Thema Nachhaltigkeit wichtig ist, empfehlen wir dir genau zu prüfen, wie Nachhaltigkeit von der Bank definiert wird, bei der du dein Girokonto eröffnen möchtest.

Außerdem musst du damit einverstanden sein, dass du wesentlich höhere Gebühren für dein Girokonto bezahlst als bei einer üblichen Onlinebank.

Fazit - Jetzt bist du am Zug

Wir hoffen, dass du in diesem Ratgeber alle wichtigen Informationen gefunden hast, um für dich das beste Girokonto zu finden.

Konntest du mit unserem Girokontorechner das richtige Konto für dich finden?

Hast du eventuell bereits Erfahrungen mit den 3 Girokonten, die unserer Meinung nach das beste Gesamtpaket bieten?

Lass es uns gerne wissen und hinterlasse uns jetzt ein Kommentar.

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Ursprünglich veröffentlicht am 24 März 2021, zuletzt aktualisiert am 23 Juni 2022