Girokonto: der ultimative Guide (mit Girokonto Vergleich)

Alles was Du über Dein Girokonto wissen musst (leicht erklärt)

Zuletzt aktualisiert am 07 Februar 2021 von Reza

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Girokonto Guide

In diesem Guide erfährst Du alles, was Du über ein Girokonto (Konto) wissen solltest.

Dabei schauen wir uns die folgende Themen genau an.

Solltest Du danach noch Fragen haben, findest Du die einige häufig gestellte Fragen ebenfalls in diesem Guide. 

Lass uns anfangen.

Was ist ein Girokonto?

Der Begriff Giro leitet sich aus dem italienischen ab und bedeutet „Umlauf“ bzw. „Kreis“. Die Idee hinter der Bezeichnung ist, dass alle Geldgeschäfte im Umlauf sind. Zu den typischen Geldgeschäften gehören Ein- und Auszahlungen von einem Konto.

Der Hauptzweck eines Girokontos ist das Tätigen von Geldgeschäften. Typischerweise ist ein Konto heutzutage die Voraussetzung, um eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen und dafür bezahlt zu werden.

Wann solltest Du also unbedingt ein Girokonto abschließen:

Sobald Du regelmäßige Zahlungen erhältst oder tätigen musst. Klassischerweise kommt es zu dieser Situation bei einem Ausbildungs- oder Berufsbeginn.

Bei allen regelmäßigen Ausgaben, bei denen Du auf Fristen achten musst, macht es ebenfalls Sinn. Zum Beispiel gehören zu den typischen monatlichen Ausgaben die Miete und der Handyvertrag.

Zudem bieten manche Girokonten zusätzliche Leistungen wie Kreditkarten, Dispokredit oder Guthabenszinsen. Dies sind aber Zusatzangebote, die nicht zu den eigentlichen Aufgaben eines Girokontos gehören.

Es gibt kostenlose sowie gebührenpflichtige Girokonten mit zum Teil unterschiedlichen Leistungen. Im Folgenden schauen wir uns alle ganz genau an.

Kostenloses Girokonto (gebührenfrei)

Kostenloses Girokonto

In Deutschland haben sich in den letzten Jahren kostenlose Konten durchgesetzt.

Allerdings gibt es zwischen dein einzelnen Banken große Unterschiede. Es gibt immer noch Banken, die keine kostenlosen Girokonten anbieten.

Onlinebanken

Ursprünglich haben vor allem Onlinebanken kostenlose Konten angeboten. Zu den bekanntesten Onlinebanken in Deutschland gehören unter anderem die ing und die DKB.

Normalerweise hätte ich auch hier noch die comdirect aufgezählt, da die Commerzbank aber entschlossen hat die comdirect zu integrieren, wird diese Onlinebank mittelfristig am Markt verschwinden.

Filialbanken

Um konkurrenzfähig zu bleiben, haben dann auch die klassischen Filialbanken angefangen kostenlose Konten anzubieten.

Zu den Pionieren unter den kostenlosen Girokonten bei den Filialbanken gehörte definitiv die Commerzbank. 

Konten für junge Menschen (Azubis und Studenten)

Mit so gut wie keinen Ausnahmen berechnen die Banken keine Gebühren, wenn es sich bei dem Kontoinhaber/in um eine nicht volljährige Person handelt.

Das gleichte gilt ebenfalls für Auszubildende und Studenten, auch wenn diese bereits volljährig sind.

Der Girokonto Vergleich

Girokonto Vergleich

Overbanking in Deutschland

In Deutschland gibt es sehr viele Banken (Kreditinstitute). Deutschland gilt unter Branchenkennern als “over-banked“. Das hohe Angebot an Banken führt zu der Sondersituation, dass grundliegende Bankdienstleistungen kostenlos angeboten werden. 

Konzentration auf die wichtigsten Banken

In diesem Vergleich habe ich mich auf die, aus meiner Sicht, wichtigsten und bekanntesten Banken konzentriert.

Ebenfalls war mir wichtig, die wesentlichen Unterschiede bei den Gebühren herauszustellen. Einzelne Banken bieten verschiedene Konten an, was die Vergleichbarkeit weiter erschwert.

Für diesen Vergleich habe ich immer das Konto ausgewählt, dass sich im Einzelnen mit den anderen Konten tatsächlich vergleichen lässt. 

Sparkasse und Volksbanken (Raiffeisenbanken)

Sparkassen und Volksbanken gehören zu den ältesten Banken in Deutschland. Typischerweise gibt es je Region eine verantwortliche Sparkasse und Volksbank. Es gibt nach wie vor eine sehr große Anzahl an Sparkassen und Volksbanken in Deutschland.

In der Regel sind die Kontoführungsentgelte nicht kostenlos. Diese Banken setzen auf eine persönliche Betreuung, die vom Kunden auch bezahlt wird. Das Gleiche gilt entsprechend für Kreditkarten und andere Kontodienstleistungen.

Das Ganze schauen wir uns am besten an einem Beispiel an:

Die Frankfurter Sparkasse zum Beispiel berechnet eine monatliche Kontoführungsgebühr von 1,90 €. Für die Kreditkarte wird im ersten Jahr nichts berechnet und kostet danach 30,00 € im Jahr (Stand Juli 2020).

Hier siehst Du direkt, weshalb Du die einzelnen Kosten zusammenrechnen musst.

Das Konto kostet im ersten Jahr 1,90 € pro Monat. Im zweiten Jahr kommen Kosten für die Kreditkarte von 2,50 € hinzu. Die Kosten betragen dann monatlich 4,40 €.

Die Frankfurter Volksbank berechnet 3,50 € für die monatliche Kontoführung und 39,00 € für die Kreditkarte.

Wichtig ist, dass jede Sparkasse und Volksbank eigene Gebühren festlegt. Am einfachsten ist es, wenn du Dich nach Deiner regionalen Sparkasse oder Volksbank erkundigst und dort die Gebühren erfragst.

ing (diba)

Die ing, auch früher unter ing diba bekannt, gehört zu den ersten Onlinebanken in Deutschland. Laut eigenen Angaben hat die ing über 9,5 Mio. Kunden und ist damit die Bank mit den drittmeisten Kunden in Deutschland (Stand Juli 2020).

Die ing setzt auf wenige und hoch transparente Produkte. Dabei versucht sie klassische Bankgeschäfte so günstig wie möglich anzubieten.

Ab einem monatlichen Mindesteingang von 700 € wird keine Kontoführungsgebühr berechnet. Die Kreditkarte wird ohne Gebühren angeboten (Stand Juli 2020).

Die ing bietet nur eine Onlinebetreuung an.

DKB (Deutsche Kreditbank)

Die DKB gehört zu den führenden Onlinebanken in Deutschland. Die DKB ist eine 100% Tochter der BayernLB und hat über 4,3 Mio. Kunden (Stand Juli 2020).

Die strategische Ausrichtung und die Produktangebote ähnelt der ing. Der Fokus liegt bei der DKB auf transparente und günstige Dienstleistungen.

Bei der DKB wird keine monatliche Kontoführungsgebühr berechnet. Die Kreditkarte wird ohne Gebühren angeboten (Stand Juli 2020).

Bei der DKB handelt es sich um eine reine Onlinebank. Eine persönliche Betreuung wird nicht angeboten.

Commerzbank

Zusammen mit der Deutschen Bank gehört die Commerzbank in Deutschland zu den größten Privatbanken.

Das Angebot ist sehr breit und kann auch sehr komplex werden. Vor einigen Jahren überraschte die Commerzbank den Bankenmarkt in Deutschland mit ihrem kostenlosen Konto, was sie bis heute anbietet.

Es wird kein Mindesteingang gefordert, die Kontoführungsgebühren Konten entfallen komplett. Allerdings wird die Kreditkarte mit jährlich 39,90 € berechnet.

Nach wie vor bietet die Commerzbank Neukunden einen Wechselbonus von 50 € an (Stand Juli 2020).

Die Betreuung der Kunden erfolgt sowohl online als auch persönlich.

Deutsche Bank

Neben der Commerzbank gehört die Deutsche Bank zu den großen Privatbanken in Deutschland. Die Deutsche Bank hat sich bei kostenlosen Angeboten bisher eher zurückgehalten.

Bei der deutschen Bank liegen die Kontoführungsgebühren bei 6,90 € monatlich. Für die Debitkarte, die es fast immer kostenfrei dazu gibt, verlangt die Deutsche Bank ab dem zweiten Jahr 18 €.

Für eine Kreditkarte wird ein Betrag von 39,00 € jährlich verlangt.

Die Betreuung der Kunden erfolgt sowohl online als auch persönlich. Im Vergleich zu allen hier aufgeführten Banken hat die Deutsche Bank mit Abstand die höchsten Gebühren für ein Konto mit einer Kreditkarte.

Postbank

Die Postbank gehört seit einigen Jahren der Deutschen Bank und gehört somit zu den Privatbanken in Deutschland.

Bei der Postbank werden monatlich 4,90 € Kontoführungsgebühren berechnet, die Kreditkarte kostet ab dem ersten Jahr 29 € (Stand Juli 2020).

Die Postbank bietet ebenfalls ein Onlinekonto an, für dass sie nur eine monatliche Gebühr von 1,90 € berechnet (Stand Juli 2020).

Die Postbank betreut ihre Kunden sowohl vor Ort als auch online.

Targobank

Die Targobank ist die frühere Citibank und wurde nach der Übernahme durch die Crédit Mutuel umbenannt.

Die Targobank berechnet ab einem monatlichen Mindesteingang von 600 € keine Kontoführungsgebühren. Für die Kreditkarte werden keine monatlichen Gebühren berechnet (Stand Juli 2020).

Kunden werden vor Ort und auch online betreut.

Santander

Die Santander Bank gehört zu der spanischen Santander Gruppe. Bevor die Bank unter dem Namen Santander Bank in Deutschland bekannt wurde, gehörte sie zur SEB Gruppe, die sie in 2010 verkaufte.

Bei der Santander erhalten Kunden ein Konto ohne monatliche Kontoführungsgebühren. Die Kreditkarte gibt es ebenfalls kostenlos hinzu (Stand Juli 2020).

Die Betreuung der Kunden erfolgt vor Ort und online.

Consorsbank

Die Consorsbank gehört zur französischen Großbank BNP Paribas. Im Jahr 2016 wurde die Onlinebank DAB Bank in die Consorsbank vollständig integriert.

Die Consorsbank berechnet keine Kontoführungsgebühren und setzt dafür auch keinen monatlichen Mindesteingang voraus. Ebenfalls wird für die Kreditkate keine Gebühr berechnet (Stand Juli 2020).

Die Consorsbank betreut ihre Kunden nur online.

Eröffnung

Girokonto Eröffnung

Die Kontoeröffnung erfolgt entweder online oder persönlich in der Filiale.

Die Bank ist gesetzlich dazu verpflichtet Dich zu legitimieren. Das kannst Du ganz leicht mit Deinem Personalausweis. Ebenfalls identifizieren kannst Du Dich mit Deinem Reisepass, dann benötigst Du allerdings Deine Meldebestätigung.

Nach der Eröffnung erhältst Du per Post Deine Debitkarte und falls Du eine Kreditkarte beantragt hast, wird Dir ebenfalls die Kreditkarte zugesendet.

Der PIN für Deine Karten, Deine persönliche Geheimzahl, kommt immer separat in einem Brief, um Betrug vorzubeugen.

Debitkarte

Bei der Debitkarte, auch gerne Kontokarte genannt, handelt es sich einfach um eine Karte, mit der Du Geld am Geldautomaten bekommst oder im Geschäft bezahlen kannst.

Was Du genau beachten musst, um keine Gebühren für das Abheben von Bargeld zu bezahlen, kannst Du hier lesen.

Kreditkarte und Debitkarte

Die Begriffe Kreditkarte und Debitkarte führen hin und wieder zu Verwirrungen. Eine Kreditkarte belastet nicht direkt Dein Guthaben, sondern rechnet zunächst alle Beträge für einen Monat zusammen. Der errechnete Gesamtbetrag wird dann zum Ende des Monats von Deinem Konto abgebucht.

Bei einer Debitkarte hingegen wird direkt auf Dein Konto (Guthaben) gebucht.

Beispiel Kreditkartenabbuchung

Das Ganze lässt sich an einem Beispiel klar machen. Nehmen wir an, Du hast auf Deinem Konto ein Guthaben von 1.000 €. Du kaufst mit Deiner Kreditkarte einen neuen Fernseher für 500 € am Anfang des Monats.

Der Fernseher wird Dein Konto dann erst zum Ende des Monats mit 500 € belasten, vorausgesetzt, Du hast sonst keine weiteren Geschäfte getätigt.

Dauer

Die Eröffnung eines Kontos dauert heutzutage nicht länger als 1 bis 3 Tage. Der komplette Vorgang dauert erfahrungsgemäß zwei Wochen. Hierzu zählt die postalische Zustellung aller Unterlagen und der Karten, die Du ausgesucht hast.

Die postalische Zustellung der Unterlagen erfordert oft etwas Geduld. Filialbanken haben hier einen kleinen Vorteil, da sie einem die Unterlagen für das Online Banking und die IBAN (und BIC) oft sofort aushändigen.

Was ist die IBAN (International Bank Account Number)?

Die IBAN ist Deine Kontonummer. Die IBAN wurde vor einigen Jahren eingeführt, um den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in Europa zu vereinfachen.

Für Zahlungen innerhalb Deutschlands benötigst Du normalerweise nur die IBAN. Solltest Du Zahlungen ins Ausland senden wollen, wirst Du auch die BIC benötigen.

Was ist die BIC (Bank Identifier Code)?

BIC steht für Bank Identifier Code und ist ganz vereinfacht gesagt eine einzigartige Nummer, die immer nur einer Bank zugeordnet wird. Die BIC gilt weltweit, mit der BIC und der IBAN lässt sich also ein Konto weltweit eindeutig zuordnen.

Wo finde ich meine IBAN und BIC?

Die IBAN und den BIC findest Du hier:

  • Auf Deiner Kontokarte, die Du bei der Kontoeröffnung erhalten hast. Auf der Rückseite findest Du beide Angaben.
  • Auf den schriftlichen oder digitalen Kontoauszügen, die Du Dir entweder am Bankautomat oder online holen kannst.
  • Im Online Banking, nach dem Du Dich eingeloggt hast, findest Du die Angaben bei Deinen Kontoinformationen.

Online Banking

Jede Bank bietet ihren Kunden heutzutage ein Online Banking Portal an. Nach der Eröffnung werden die Zugangsdaten den Kunden schriftlich zugestellt.

Um das Online Banking zu benutzen, benötigst Du Deine Zugangsinformationen (Nutzername und Passwort).

Im Online Banking siehst Du eine komplette Übersicht über Deine eingehenden und ausgehenden Zahlungen und Dein aktuelles Guthaben. Im Online Banking wird Dir auch der regelmäßige Kontoabschluss zur Verfügung gesellt.

Transaktionsnummern (Tans)

Für zusätzliche Sicherheit sorgen automatisierte Transaktionsnummern (Tans), die Du z. B. in einer App auf Deinem Mobiltelefon bekommst.

Bei Tans (Transaktionsnummern) handelt es sich um Zufallszahlen, die bedarfsweise erstellt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Du eine Überweisung tätigen möchtest. Diese Zahl musst Du dann im Online Banking angeben, um die Überweisung abzuschließen.

Vereinfacht gesagt, kannst Du Dir Tans als weitere Sicherheitsmaßnahme vorstellen, um zu verhindern, dass jemand, der an Deine Zugangsinformationen gelangt ist, dein Konto leer räumt.

Wie das Ganze funktioniert, schaust Du Dir hier am besten an.

Kontoauszugsautomaten bei Filialbanken

Filialbanken stellen darüber hinaus ihren Kunden auch Kontoauszugsautomaten zur Verfügung. Mit Deiner Kontokarte bekommst Du dann die aktuellen Kontoauszüge.

Diesen Service bieten Onlinebanken nicht an, da sie keine Filialen betreiben. Kontoauszüge können aber online abgerufen und heruntergeladen werden.

Kündigung

Girokonto Kündigung

Die Kündigung eines Kontos erfolgt schriftlich. Entweder setzt Du selbst einen Brief auf und informierst die Bank darüber, dass Du kündigen möchtest, oder Du nutzt eine Vorlage von der Bank direkt.

Kontoumzugsservice

Solltest Du Dein bestehendes Konto kündigen wollen, um zu einer anderen Bank zu wechseln, solltest Du Dich informieren, ob Deine neue Bank einen Kontoumzugsservice anbietet. Bietet die Bank keinen Kontoumzugsservice an, so bietet sie zumindest oft ein Formular an, um den Vorgang zu vereinfachen.

Zum Beispiel bietet die DKB vorgefertigte Formulare an, um ein Konto zu kündigen oder zu übertragen. Du findest die Unterlagen hier.

Die DKB bietet auch einen voll umfassenden Kontoumzusservice an.

Kündigungsfrist

Kündigung durch den Kunden

Gesetzlich ist festgelegt nach §675h BGB, dass Du Dein Konto jederzeit ohne Kündigungsfristen kündigen kannst (fristlose Kündigung).

Sollte eine andere Frist vereinbart worden sein, darf diese maximal einen Monat betragen.

Kündigung durch die Bank

Banken wiederum müssen mindestens eine Kündigungsfrist von zwei Monaten einhalten. Ebenfalls müssen die öffentlich-rechtlichen Banken, die Sparkassen und Volksbanken, auch Angaben machen, weshalb eine Kündigung ausgesprochen wird.

Ich kann Dich beruhigen, es kommt nur ganz selten vor, dass eine Bank einem Kunden das Konto kündigt.

Kosten und Gebühren

Girokonto Kosten Gebühren

Neben den bereits erwähnten Kontoführungsgebühren und Gebühren für eine Kreditkarte berechnen Banken auch Gebühren für andere Dienstleistungen.

Um nicht notwendige Kosten zu vermeiden, ist es wichtig, dass Du die einzelnen Kosten im Detail kennst.

Die folgenden Kosten gehören zu den typischen Kosten, die im Zusammenhang mit Girokonten auftreten, darüber hinaus kann es auch noch weitere Kosten geben.

Bist Du Dir unsicher, informiere Dich auf der Webseite oder wende Dich an Deine Bank.

Jede Bank bietet ihren Kunden ein Preis- und Leistungsverzeichnis an, dass genau die Kosten im Einzelnen beschreibt und nennt.

Kontoführungsgebühren

Diese Gebühr wird monatlich oder auch gerne quartalsweise berechnet für die Bereitstellung des Kontos.

Kreditkartengebühren

Ähnlich wie bei den Kontoführungsgebühren berechnet die Bank eine Gebühr für die bloße Bereitstellung der Kreditkarte.

Kreditkarte und Fremdwährungen

Ebenfalls kann es zu weiteren Gebühren kommen, wenn Fremdwährungen ins Spiel kommen. Für den Währungstausch erhebt die Bank dann weitere Kosten.

Die Banken informieren in ihrem Preis- und Dienstleistungsverzeichnis im Detail darüber, wie hoch die Kosten dafür sind.

Schau Dir unbedingt die Konditionen an, bevor Du größere Beträge in einer Fremdwährung bezahlst!

Überweisung

Onlinebanken berechnen in der Regel keine Gebühren für Online Überweisungen, die im Online Bank durchgeführt wurden.

Bei Filialbanken verhält es sich bei Online-Überweisungen gleich. Aber, sogenannte beleghafte Überweisungen können zu zusätzlichen Kosten führen.

Der Hintergrund ist, dass diese Überweisungen manuell bearbeitet werden und deswegen sehr teuer für Banken sind.

Beleghafte Überweisungen

Beleghafte Überweisungen sind diese hell-orangenen kleinen Zettel, die so aussehen, als wären Sie aus der Zeit gefallen. Diese Zettel werden handschriftlich ausgefüllt und von Dir unterschrieben.

Die Bank identifiziert Dich anhand Deiner Angaben und Deiner Unterschrift. Dieser Prozess ist so weit es geht automatisiert, bleibt aber immer noch ein analoger Prozess.

Insbesondere ältere Menschen nutzen diese Form der Überweisung noch, weil sie Online Banking als unsicher empfinden. Die Bedenken sind mittlerweile allerdings kaum noch zu rechtfertigen.

Überziehen (Sollzinsen)

Die Banken berechnen immer Sollzinsen, wenn Du Dein Konto überziehst, also Deinen Dispositionskredit in Anspruch nimmst.

Hohe Zinsen bei einem Dispokredit

Beachte bitte, dass die Zinsen für den Dispo sehr teuer sind. Planst Du größere Anschaffungen, solltest Du unbedingt über einen Kredit nachdenken.

Zum Beispiel können die Zinsen für einen Dispokredit bei über 10% liegen. Für kurze Zeiträume und kleine Beiträge ist das kein Problem. Bei größeren und langfristigen Investitionen hingegen kann das schnell zu einer Last werden.

Abheben

Die Abhebungsgebühren gehören zu den klassischen Gebühren. Je nachdem, wo Du Dein Konto hast, kannst Du bei bestimmten Banken kostenlos Bargeld am Automat abheben.

Filialbanken

Zum Beispiel bekommst Du als Kunde bei einer Sparkasse normalerweise an allen anderen Sparkassen Geldautomaten kostenlos Bargeld.

Als Kunde bei der Commerzbank kannst Du kostenlos Bargeld bei Automaten von Banken erhalten, die zur Cash Group gehören.

Cash Group

Zu dieser Gruppe gehört die Commerzbank, Deutsche Bank, Hypovereinsbank (Unicredit) und die Postbank und ihre Tochtergesellschaften.

Onlinebanken

Bei Onlinebanken musst Du Dich erkundigen, ob Du mit Deiner Debitkarte oder mit Deiner Kreditkarte Bargeld kostenfrei abheben kannst.

Einige Onlinebanken bieten kostenlose Bargeldabhebungen nur mit der Kreditkarte an. Das Schöne daran ist, dass Du dann an keine Banken explizit gebunden bist (bitte beachte eventuelle Ausnahmen).

Besonderheit bei regionalen Banken

In ganzen seltenen Fällen kann es Dir passieren, vor allem in ländlichen Regionen, dass Du mit einer Kreditkarte kein Bargeld bekommst.

Die regionalen Banken, zu denen vor allem Sparkassen uns Volksbanken gehören, erlauben dann keine Bargeldabhebung mit einer Kreditkarte.

Kontowechsel

Girokonto Kontowechsel

Ein Wechsel des Kontos solltest Du wie folgt durchführen:

  • Eröffne zuerst das Konto bei der neuen Bank
  • Informiere Unternehmen oder Behörden, von denen Du Geld erhältst, über das neue Konto
  • Richte bestehende Daueraufträge bei Deinem neuen Konto ein
  • Informiere Unternehmen, die Lastschriften ziehen, über das neue Konto
  • Kontrolliere alle Eingänge, Lastschriften und Daueraufträge
  • Kündige das alte Konto

Alternativ bieten viele Banken auch einen Umzugsservice an, bei dem die genannten Schritte alle für Dich durchgeführt werden.

Ich würde Dir unbedingt dazu raten, Dein Konto nicht zuerst zu kündigen, bevor Du Dein neues Konto eröffnet hast.

Eventuell gehen Dir dadurch ein paar € verloren, aber Du vermeidest unnötigen Ärger, sollte sich zum Beispiel der Postverstand verzögern.

Kreditkarte

Girokonto mit Kreditkarte

Nutzen einer Kreditkarte

Mit Deiner Debitkarte (Kontokarte) bekommst Du in Deutschland und auch in einigen europäischen Ländern Bargeld und kannst auch mit der Karte in Geschäften bezahlen.

Das ist allerdings nicht immer garantiert, insbesondere im Ausland bist Du mit einer Kreditkarte auf der sicheren Seite.

Ebenfalls erwarten zum Beispiel Hotels immer eine Kreditkarte, um Buchungen zu garantieren. Ohne Kreditkarte ist eine Reservierung nicht möglich.

Solltest Du also hin und wieder reisen, empfiehlt sich definitiv eine Kreditkarte.

Gold Kreditkarten

Darüber hinaus werden auch besondere Kreditkarten angeboten, wie zum Beispiel die “gold“ Kreditkarten.

Diese Kreditkarten verfügen dann über einen höheren Verfügungsrahmen und im Einzelnen über besondere Versicherungen.

Zu diesen Versicherungen gehören zum Beispiel:

  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung,
  • Auslandsreise-Krankenversicherung
  • und Auslandsreise-Unfallversicherung.

Dispositionskredit (Dispo): Konto überziehen

Girokonto mit Dispo

Ein Dispositionskredit ist, wie der Name schon sagt, ein Kredit. Banken gewähren diesen Kredit auf Basis Deiner monatlichen Zahlungseingänge.

Je nach Risikofreudigkeit der Bank, Geld zu verleihen, erhältst Du dann einen Dispositionskredit, der auch gerne als Verfügungsrahmen bezeichnet wird. Im Durchschnitt liegt dieser bei dem zweifachen Deinem monatlichen Geldeingang.

Hast Du zum Beispiel einen monatlichen Geldeingang von 2.000 €, kannst Du 4.000 € Schulden aufnehmen.

Ein Dispositionskredit ist im Vergleich zu einem Konsumentenkredit sehr teuer: Solltest Du eine größere Investition planen, wie zum Beispiel der Kauf eines Autos, solltest Du unbedingt einen dafür vorgesehenen Auto- bzw. Konsumentenkredit abschließen.

Falls Du Dich mit einem hohen Dispositionskredit nicht wohl fühlst, reduziere den Betrag einfach. Das kannst Du oft im Online Banking tun oder Du teilst es Deinem Berater mit.

Zinsen

Zinsen beim Girokonto

Girokonten werden in der Regel nur geringfügig oder sogar gar nicht verzinst. Wenn Du langfristig Geld anlegen willst, solltest Du andere Formen der Geldanlage in Erwägung ziehen.

Für langfristigere Anlagen bieten sich zum Beispiel Aktien an. Kurz- bis mittelfristig kannst Du Dein Geld auf einem Tagesgeldkonto relativ sicher verzinsen lassen.

Negativzinsen

Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld kann es Dir auch passieren, dass Du Negativzinsen bezahlen musst. Ab wann das der Fall ist, hängt von der Bank ab. Die Beträge variieren hier zwischen 50.000 € und 250.000 €.

Der Hintergrund ist, dass die Europäische Zentralbank derzeit Banken dafür abstraft, wenn sie zu hohe Geldbeträge bei ihr einlagert. Damit wird die Hoffnung verbunden, dass mehr investiert als gespart wird.

Zusammenfassung

Ich hoffe, dieser Guide hat Dir geholfen und konnte alle Deine Fragen beantworten. Sollten dennoch noch Fragen offen sein, findest Du die Antwort hoffentlich in der folgenden Sektion. 

Häufig gestellte Fragen

Wie überweise ich mit der Kreditkarte auf ein Girokonto?

Deine Kreditkarte und Dein Kundenkonto werden Dir normalerweise im Online Banking angezeigt und Du kannst recht simpel Gelder zwischen beiden Konten verschieben.

Hast Du einen persönlichen Berater, sprich Dich am besten mit ihm ab, wie Du diesen Vorgang am besten durchführst.

Was braucht man zum Girokonto eröffnen?

Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, Dich zu legitimieren. Zur Eröffnung benötigst Du Deinen Personalausweis oder Deinen Reisepass mit Meldebescheinigung.

Auf dem Reisepass wird Dein Wohnort nicht aufgeführt, daher ist die Meldebescheinigung wichtig.

Welches Girokonto ist am günstigsten?

Das kommt auf Deine Bedürfnisse an. Willst Du Deine Bankgeschäfte allein ohne Berater tätigen, ist sicherlich ein Onlinebank die richtige Wahl. Bei Onlinebanken entfallen die monatlichen Kontoführungsgebühren und andere typischen Gebühren.

Ebenfalls solltest Du für Dich entscheiden, ob Du eine Kreditkarte benötigst oder nicht. Manche Banken erheben für eine Kreditkarte eine Bereitstellungsgebühr.

Wie kann ich vom Girokonto auf PayPal überweisen?

Nach dem Du Dich bei Paypal eingeloggt hast, kannst Du Deine Paypal E-Börse auswählen. Unter dem Punkt Paypal Guthaben kannst Du dann Geld auf dein PayPal Kundenkonto einzahlen. 

Wo am besten ein Girokonto eröffnen?

Das hängt von Deinen individuellen Bedürfnissen ab. Bist Du online affine und möchtest Deine Geschäfte online und per Telefon regeln, solltest Du Dein Konto bei einer Onlinebank eröffnen.

Bevorzugst Du eine persönliche Betreuung, solltest Du Dich an eine Filialbank wenden.

Wie überweise ich mit dem Girokonto?

Überweisungen werden entweder beleghaft oder online im Online Banking getätigt. Bei Onlinebanken kannst Du hingegen nur online Überweisungen durchführen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Girokonto und einem Tagesgeldkonto?

Der Hauptunterschied ist, dass sich Tagesgeldkonten zur Geldanlage eignen. Allerdings können mit Tagesgeldkonten keine Geldgeschäfte abgewickelt werden. Du kannst nur Geld auf das Tagesgeldkonto überweisen oder abbuchen.

Wie bekomme ich mein Geld vom PayPal Konto auf mein Girokonto?

Nach dem Du Dich in Dein PayPal Konto eingeloggt hast, wählst Du die E-Börse aus und kannst dann unter dem Punkt PayPal Guthaben Geld auf Dein Kundenkonto überweisen.

Wie mit dem Girokonto bei Amazon bezahlen?

Um bei Amazon bezahlen zu können, musst Du Deine Kontoinformationen hinterlegen. Hierzu zählt neben Deinen persönlichen Angaben die IBAN und die BIC.

Was benötige ich, um ein Girokonto zu eröffnen?

Zur Eröffnung eines Kontos benötigst Du deinen Personalausweis oder Deinen Reisepass zusammen mit Deiner Meldebescheinigung.

Was kostet das Girokonto bei der Sparkasse?

Das kommt auf die jeweilige Sparkasse an. Die Sparkassen zählen zu den typischen Filialbanken, weshalb mit einer monatlichen Kontoführungsgebühr zu rechnen ist, die zwischen 2 € und 5 € schwankt.

Vereinzelt gibt es aber auch Sparkassen, die komplett auf eine monatliche Gebühr verzichten.

Was kostet ein Girokonto bei der Postbank?

Die Postbank bietet derzeit zwei Kontotypen an, hierzu zählt das „Online-Konto“ und das „flexible Konto“. Das Online-Konto kostet monatlich 1,90 € und das flexible Konto 4,90 € (Stand Juli 2020).

Was kostet ein Girokonto bei der vr Bank?

Wie bei den Sparkassen hängt das von der regionalen Volksbank ab. Da auch die Volksbanken zu den typischen Filialbanken gehört, ist mit einer monatlichen Gebühr zwischen 2 € und 5 € zu rechnen (Stand Juli 2020).

Was kostet ein Girokonto bei der Deutschen Bank?

Derzeit (Stand Juli 2020) berechnet die Deutsche Bank eine monatliche Kontoführungsgebühr von 5,90 € (ab 1.10.2020 6,90 €).

Wie viel Geld darf man auf dem Girokonto haben?

Theoretisch kannst Du unbegrenzt viel Geld auf Deinem Konto haben.

Beachte hierbei allerdings, dass maximal 100.000 € durch die Einlagesicherung geschützt werden. Gelder, die darüber hinaus gehen, können bei einer Bankenpleite unwiderruflich verloren gehen.

Wie mit dem Girokonto online bezahlen?

Möchtest Du einen Betrag online begleichen, benötigst Du dafür die Kontoinformationen des Empfängers.

Hierzu gehören die (privaten) Angaben wie Vorname und Nachname. Zusammen mit der IBAN (und der BIC) kannst Du dann im Online Banking eine Überweisung veranlassen.

Welches Girokonto bleibt kostenlos?

Es ist nicht realistisch vorzusagen, welche Banken definitiv keine monatlichen Kontoführungsgebühren erheben werden.

Du kannst aber davon ausgehen, dass Onlinebanken weiterhin ihre Konten kostenlos anbieten werden.

Onlinebanken verfügen über keine Filialbanken und die damit verbunden Kosten. Sie haben dadurch einen Kostenvorteil gegenüber Filialbanken.

Welches Girokonto passt zu mir?

Wenn Du es bevorzugst, Deine Angelegenheiten allein zu regeln, passt sicherlich das Angebot einer Onlinebank am besten zu Dir.

Im Online Banking kannst Du alle typischen Bankgeschäfte abschließen. Solltest Du doch mal Hilfe benötigen, kannst Du Dich an den telefonischen Support der Onlinebank wenden.

Bevorzugst Du hingegen eine persönliche Betreuung, solltest Du Dich definitiv an eine Filialbank wenden.

Wie kann ich Geld vom Girokonto auf die Visa Card überweisen?

Im Online Banking wirst Du in den meisten Fällen die Möglichkeit haben, Geld auf Deine Visa Card zu überweisen.

Sollte das in sehr seltenen Fällen nicht möglich sein, wende Dich an Deinen Berater oder an den telefonischen Support Deiner Bank.

Wie lange dauert es ein Girokonto zu eröffnen?

Während die Kontoeröffnung oft binnen 1 bis 2 Tagen geschieht, dauert die postalische Zustellung aller Unterlagen, der Debitkarte, Kreditkarte und der weiteren Zugänge oft mindestens zwei Wochen.