Girokonto: der ultimative Guide (mit Girokonto Vergleich)

Alles was Du über Dein Girokonto wissen musst (leicht erklärt)

Zuletzt aktualisiert am 27 April 2021 von Reza

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Girokonto Guide

In diesem Guide erfährst Du alles, was Du über ein Girokonto (Konto) wissen solltest.

Dabei schauen wir uns die folgenden Themen genau an.

Was ist ein Girokonto?

Der Begriff Giro leitet sich aus dem italienischen ab und bedeutet „Umlauf“ bzw. „Kreis“. Die Idee hinter der Bezeichnung ist, dass alle Geldgeschäfte im Umlauf sind. Zu den typischen Geldgeschäften gehören Ein- und Auszahlungen von einem Konto.

Der Hauptzweck eines Girokontos ist das Tätigen von Geldgeschäften. Typischerweise ist ein Konto heutzutage die Voraussetzung, um eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen und dafür bezahlt zu werden.

Ein Girokonto solltest Du eröffnen, sobald Du regelmäßige Zahlungen erhältst oder tätigen musst. Klassischerweise kommt es das erste Mal zu dieser Situation bei einem Ausbildungs- oder Berufsbeginn. Ebenfalls ist ein Girokonto sehr praktisch bei wiederkehrenden Ausgaben, hierzu zählt zum Beispiel die monatliche Miete oder die Kosten für Deinen Handyvertrag.

Zudem bieten manche Girokonten zusätzliche Leistungen wie Kreditkarten, Dispokredit oder Guthabenzinsen. Das sind aber Zusatzangebote, die nicht zu den eigentlichen Aufgaben eines Girokontos gehören.

Es gibt kostenlose sowie gebührenpflichtige Girokonten mit zum Teil unterschiedlichen Leistungen. Im Folgenden schauen wir uns alle ganz genau an.

Kostenloses Girokonto

Kostenloses Girokonto

In Deutschland haben sich in den letzten Jahren kostenlose Konten durchgesetzt.

Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Banken große Unterschiede. So gibt es zum Beispiel immer noch Banken, die keine kostenlosen Girokonten anbieten.

Onlinebanken

Ursprünglich haben vor allem Onlinebanken kostenlose Konten angeboten. Zu den bekanntesten Onlinebanken in Deutschland gehören die Onlinebanken ing und die DKB.

Normalerweise hätten wir auch die comdirect aufgezählt, da die Commerzbank aber entschlossen hat die comdirect zu integrieren, wird diese Onlinebank mittelfristig am Markt verschwinden.

Filialbanken

Um konkurrenzfähig zu bleiben, haben irgendwann auch die klassischen Filialbanken angefangen kostenlose Konten anzubieten. Zu den Pionieren unter den kostenlosen Girokonten bei den Filialbanken gehört definitiv die Commerzbank. 

Konten für junge Menschen (Azubis und Studenten)

So gut wie alle Banken berechnen ihren Kunden keine Gebühren, wenn es sich nicht um volljährige Personen handelt. Das Gleiche gilt für Kunden, die sich in einer Ausbildung oder einem Studium befinden.

Girokonto Vergleich

Girokonto Vergleich

Overbanking in Deutschland

In Deutschland gibt es sehr viele Banken (Kreditinstitute). Deutschland gilt unter Branchenkennern als „overbanked“. Das hohe Angebot an Banken führt zu der Sondersituation, dass grundlegende Bankdienstleistungen kostenlos angeboten werden. 

Konzentration auf die wichtigsten Banken

In diesem Vergleichen haben wir uns auf die, aus unserer Sicht, wichtigsten und bekanntesten Banken konzentriert.

Ebenfalls war uns wichtig, die wesentlichen Unterschiede bei den Gebühren herauszustellen. Einzelne Banken bieten verschiedene Konten an, was die Vergleichbarkeit weiter erschwert.

Für diesen Vergleich haben wir immer das Durchschnittskonto ausgewählt, dass den durchschnittlichen Erwartungen von Bankkunden gerecht werden würde.

Sparkasse und Volksbanken (Raiffeisenbanken)

Sparkassen und Volksbanken gehören zu den ältesten Banken in Deutschland. Jede Region hat ihre eigene Sparkasse und Volksbank. Es gibt immer noch eine sehr große Anzahl an Sparkassen und Volksbanken in Deutschland.

In der Regel sind die Kontoführungsentgelte bei Sparkassen und Volksbanken nicht kostenlos. Diese Banken setzen auf eine persönliche Betreuung, die von den Kunden durch die Gebühren bezahlt wird. Das Gleiche gilt entsprechend für Kreditkarten und andere Kontodienstleistungen.

Das Ganze schauen wir uns am besten an zwei Beispielen an:

Die Frankfurter Sparkasse berechnet eine monatliche Kontoführungsgebühr von 1,90 €. Für die Kreditkarte wird im ersten Jahr nichts berechnet und kostet danach 30,00 € im Jahr (Stand Juli 2020).

Das ist ein auch ein anschauliches Beispiel, weshalb Du Dir nicht nur die Kontoführungsgebühren ansehen darfst.

Das Konto kostet im ersten Jahr 1,90 € pro Monat. Im zweiten Jahr kommen monatliche Kosten für die Kreditkarte von 2,50 € hinzu, weshalb die Kosten auf monatlich auf 4,40 € ansteigen.

Die Frankfurter Volksbank berechnet 3,50 € für die monatliche Kontoführung und jährlich 39,00 € (3,25 € monatlich) für die Kreditkarte.

Wichtig ist, dass jede Sparkasse und Volksbank ihre eigenen Gebühren festlegt. Am einfachsten ist es, wenn Du Dich bei Deiner regionalen Sparkasse oder Volksbank erkundigst und dort die Gebühren erfragst.

ing (diba)

Die ing, auch früher unter ing diba bekannt, gehört zu den ersten Onlinebanken in Deutschland. Laut eigenen Angaben hat die ing über 9,5 Mio. Kunden und ist damit die Bank mit den drittmeisten Kunden in Deutschland (Stand Juli 2020).

Die ing setzt auf wenige und verständliche Produkte. Dabei versucht sie klassische Bankgeschäfte so günstig wie möglich anzubieten.

Ab einem monatlichen Mindesteingang von 700 € wird keine Kontoführungsgebühr berechnet. Die Kreditkarte wird ohne Gebühren angeboten (Stand Juli 2020).

Die ing bietet nur eine Onlinebetreuung an.

DKB (Deutsche Kreditbank)

Die DKB gehört zu den führenden Onlinebanken in Deutschland und ist eine 100 % Tochter der BayernLB und hat über 4,3 Mio. Kunden (Stand Juli 2020).

Die strategische Ausrichtung und die Produktangebote ähnelt der ing. Der Fokus bei der DKB liegt auf transparente und günstige Bankdienstleistungen.

Bei der DKB wird keine monatliche Kontoführungsgebühr berechnet. Die Kreditkarte wird ohne Gebühren angeboten (Stand Juli 2020).

Bei der DKB handelt es sich um eine reine Onlinebank. Eine persönliche Betreuung wird nicht angeboten.

Commerzbank

Zusammen mit der Deutschen Bank gehört die Commerzbank in Deutschland zu den größten Privatbanken.

Das Angebot ist sehr breit und kann auch sehr komplex werden. Vor einigen Jahren überraschte die Commerzbank den Bankenmarkt in Deutschland mit ihrem kostenlosen Konto, was sie bis heute anbietet.

Es wird kein Mindesteingang gefordert, die Kontoführungsgebühren entfallen komplett. Allerdings wird für eine Kreditkarte eine Gebühr von 39,90 € jährlich berechnet.

Nach wie vor bietet die Commerzbank Neukunden einen Wechselbonus von 50 € an (Stand Juli 2020).

Die Betreuung der Kunden erfolgt sowohl online als auch persönlich.

Deutsche Bank

Neben der Commerzbank gehört die Deutsche Bank zu den großen Privatbanken in Deutschland. Die Deutsche Bank hat sich bei kostenlosen Angeboten bisher eher zurückgehalten.

Bei der Deutschen Bank liegen die Kontoführungsgebühren bei 6,90 € monatlich. Für die Debitkarte verlangt die Deutsche Bank ab dem zweiten Jahr 18 € jährlich.

Für eine Kreditkarte wird ein Betrag von 39,00 € jährlich verlangt.

Die Betreuung der Kunden erfolgt sowohl online als auch persönlich. Im Vergleich zu allen hier aufgeführten Banken hat die Deutsche Bank mit Abstand die höchsten Gebühren für ein Konto mit einer Kreditkarte.

Postbank

Die Postbank gehört seit einigen Jahren der Deutschen Bank und gehört somit zu den Privatbanken in Deutschland.

Bei der Postbank werden monatlich 4,90 € Kontoführungsgebühren berechnet, die Kreditkarte kostet ab dem ersten Jahr 29 € (Stand Juli 2020).

Die Postbank bietet ebenfalls ein Onlinekonto an, für dass sie nur eine monatliche Gebühr von 1,90 € berechnet (Stand Juli 2020). Kunden werden sowohl vor Ort als auch online betreut.

Targobank

Die Targobank ist die frühere Citibank und wurde nach der Übernahme durch die Crédit Mutuel umbenannt.

Die Targobank berechnet ab einem monatlichen Mindesteingang von 600 € keine Kontoführungsgebühren und auch für die Kreditkarte werden keine monatlichen Gebühren berechnet (Stand Juli 2020).

Kunden werden vor Ort und auch online betreut.

Santander

Die Santander Bank gehört zu der spanischen Santander Gruppe. Bevor die Bank unter dem Namen Santander Bank in Deutschland bekannt wurde, gehörte sie bis 2010 zur SEB Gruppe.

Bei der Santander erhalten Kunden ein Konto ohne monatliche Kontoführungsgebühren. Die Kreditkarte gibt es ebenfalls kostenlos hinzu (Stand Juli 2020).

Die Betreuung der Kunden erfolgt vor Ort und online.

Consorsbank

Die Consorsbank gehört zur französischen Großbank BNP Paribas. Im Jahr 2016 wurde die Onlinebank DAB Bank in die Consorsbank vollständig integriert.

Die Consorsbank berechnet ihren Kunden keine Kontoführungsgebühren. Ebenfalls wird für die Kreditkarte keine Gebühr berechnet (Stand Juli 2020).

Die Kundenbetreuung erfolgt ausschließlich online.

Girokonto Eröffnung

Girokonto Eröffnung

Eine Kontoeröffnung erfolgt entweder online oder persönlich in einer Bankfiliale.

Banken sind dazu gesetzlich verpflichtet Dich mit Deinem Personalausweis zu legitimieren. Ebenfalls identifizieren kannst Du Dich mit Deinem Reisepass, dann benötigst Du allerdings Deine Meldebestätigung.

Nach der Eröffnung erhältst Du per Post Deine Debitkarte und falls Du eine Kreditkarte beantragt hast, wird Dir auch die Kreditkarte zugesendet.

Der PIN für Deine Karten, Deine persönliche Geheimzahl, kommt immer separat in einem Brief, um Betrug vorzubeugen.

Debitkarte

Bei der Debitkarte, auch gerne Kontokarte genannt, handelt es sich einfach um eine Karte, mit der Du Geld am Geldautomaten bekommst oder im Geschäft bezahlen kannst.

Kreditkarte und Debitkarte

Die Begriffe Kreditkarte und Debitkarte führen hin und wieder zu Verwirrungen. Eine Kreditkarte belastet nicht direkt Dein Guthaben, sondern die Beträge werden auf einem separaten Kreditkartenkonto gesammelt. Der errechnete Gesamtbetrag wird dann zum Ende des Monats von Deinem Konto abgebucht.

Bei einer Debitkarte hingegen wird direkt von Deinem Konto abgebucht.

Beispiel Kreditkartenabbuchung

Das Ganze lässt sich an einem Beispiel klarmachen. Nehmen wir an, Du hast auf Deinem Konto ein Guthaben von 1.000 €. Du kaufst mit Deiner Kreditkarte einen neuen Fernseher für 500 € am Anfang des Monats.

Dein Girokonto wird dann erst zum Monatsende mit 500 € belastet.

Dauer

Die Eröffnung eines Kontos dauert heutzutage nicht länger als 1 bis 3 Tage. Aber bist Du Deine ganzen Unterlagen, Onlinezugänge und Karten erhalten hast, kann es auch heute noch bis zu zwei Wochen dauern.

Die postalische Zustellung der Unterlagen erfordert oft etwas Geduld. Filialbanken haben gegenüber Onlinebanken einen kleinen Vorteil, da sie Dir die Unterlagen für das Online-Banking und die IBAN (und BIC) oft sofort aushändigen können.

Was ist die IBAN (International Bank Account Number)?

Die IBAN ist Deine Kontonummer. Die IBAN wurde vor einigen Jahren eingeführt, um den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in Europa zu vereinfachen.

Für Zahlungen innerhalb Deutschlands benötigst Du normalerweise nur die IBAN. Bei Auslandszahlungen wird auch die BIC benötigt.

Was ist die BIC (Bank Identifier Code)?

BIC steht für Bank Identifier Code und ist ganz vereinfacht gesagt eine einzigartige Nummer, die immer nur einer Bank zugeordnet wird. Die BIC gilt weltweit, mit der BIC und der IBAN lässt sich ein Konto weltweit eindeutig zuordnen.

Wo finde ich meine IBAN und BIC?

Die IBAN und den BIC findest Du hier:

  • Auf Deiner Kontokarte, die Du bei der Kontoeröffnung erhalten hast. Auf der Rückseite findest Du beide Angaben.
  • Im Online-Banking, nach dem Du Dich eingeloggt hast, findest Du die Angaben bei Deinen Kontoinformationen.
  • Auf den schriftlichen oder digitalen Kontoauszügen, die Du Dir entweder am Bankautomat oder online holen kannst.
  •  

Online-Banking

Jede Bank bietet ihren Kunden heutzutage ein Online-Banking Portal an. Nach der Eröffnung werden die Zugangsdaten den Kunden schriftlich zugestellt. Mit diesen Zugangsinformationen kannst Du Dich in das Online-Banking einloggen.

Im Online-Banking siehst Du eine komplette Übersicht über Deine eingehenden und ausgehenden Zahlungen und Dein aktuelles Guthaben. Im Online-Banking wird Dir auch der regelmäßige Kontoabschluss zur Verfügung gesellt.

Transaktionsnummern (TANs)

Für zusätzliche Sicherheit sorgen automatisierte Transaktionsnummern (TANs). Um TANs zu erhalten, die Du beim Online-Banking benötigst, musst Du eine App der Bank herunterladen, installieren und freischalten.

Bei TANs (Transaktionsnummern) handelt es sich um Zufallszahlen, die bedarfsweise erstellt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Du eine Überweisung tätigen möchtest. Bevor Du die Überweisung freigeben kannst, musst Du die TAN eintragen, die Dir in der App angezeigt wird.

Du kannst Dir TANs als weitere Sicherheitsmaßnahme vorstellen, um zu verhindern, dass jemand, der an Deine Zugangsinformationen gelangt ist, Dein Konto leer räumt.

Kontoauszugsautomaten bei Filialbanken

Filialbanken stellen ihren Kunden Kontoauszugsautomaten zur Verfügung. Mit Deiner Kontokarte bekommst Du aktuellen Kontoauszüge.

Diesen Service bieten Onlinebanken nicht an, da sie keine Filialen betreiben. Kontoauszüge können aber im Online-Banking abgerufen und heruntergeladen werden.

Girokonto Kündigung

Girokonto Kündigung

Die Kündigung eines Kontos erfolgt schriftlich. Entweder setzt Du selbst einen Brief auf und informierst die Bank darüber, dass Du kündigen möchtest, oder Du nutzt ein Formular von der Bank.

Kontoumzugsservice

Falls Du Dein bestehendes Konto kündigen möchtest, solltest Du Dich informieren, ob Deine neue Bank einen Kontoumzugsservice anbietet. Bietet die Bank keinen Kontoumzugsservice an, so bietet sie zumindest oft ein Formular an, um den Kontowechsel zu vereinfachen.

Zum Beispiel bietet die DKB vorgefertigte Formulare an, um ein Konto zu kündigen oder zu übertragen. Du findest die Unterlagen hier. Außerdem bietet die DKB auch einen Kontoumzugsservice an.

Kündigungsfrist

Kündigung durch den Kunden

Gesetzlich ist nach § 675h BGB festgelegt, dass Du Dein Konto jederzeit ohne Kündigungsfristen kündigen kannst (fristlose Kündigung).

Sollte eine andere Frist vereinbart worden sein, darf diese maximal einen Monat betragen.

Kündigung durch die Bank

Banken müssen mindestens eine Kündigungsfrist von zwei Monaten einhalten, wenn sie einem Kunden das Konto kündigen möchten. Ebenfalls müssen die öffentlich-rechtlichen Banken, die Sparkassen und Volksbanken, Angaben machen, weshalb eine Kündigung ausgesprochen wird.

Wir können Dich beruhigen, es kommt selten vor, dass Banken ihren Kunden kündigen.

Girokonto Kosten und Gebühren

Girokonto Kosten Gebühren

Neben den bereits erwähnten Kontoführungsgebühren und Gebühren für eine Kreditkarte berechnen Banken auch Gebühren für andere Dienstleistungen.

Um Kosten zu vermeiden, ist es wichtig, dass Du die einzelnen Kosten im Detail kennst. Jede Bank muss ihren Kunden ein Preis- und Leistungsverzeichnis aushändigen, das genau die Kosten im Einzelnen beschreibt und nennt.

Die folgenden Kosten gehören zu den typischen Kosten, die im Zusammenhang mit Girokonten auftreten, darüber hinaus können aber noch weitere Kosten auftreten. Bist Du Dir unsicher, erkundige Dich bei Deiner Bank nach den Kosten. Eine typische Kostenfalle sind zum Beispiel Fremdwährungsgeschäfte.

Kontoführungsgebühren

Für die Bereitstellung des Kontos wird eine monatliche oder quartalsweise Gebühr berechnet.

Kreditkartengebühren

Ähnlich wie bei den Kontoführungsgebühren wird für die Bereitstellung der Kreditkarte eine Gebühr berechnet. Häufig wird die Gebühr einmal jährlich verlangt.

Kreditkarte und Fremdwährungen

Bezahlst Du mit Deiner Kreditkarte etwas in einer Fremdwährung, kommt es zum Währungstausch, den sich Banken ebenfalls bezahlen lassen. Im Preis- und Dienstleistungsverzeichnis informieren Banken im Detail, mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Schau Dir unbedingt die Gebühren an, bevor Du größere Beträge in einer Fremdwährung bezahlst.

Überweisung

Onlinebanken berechnen in der Regel keine Gebühren für Online-Überweisungen, die im Online-Banking in Auftrag gegeben werden.

Bei Filialbanken verhält es sich bei Online-Überweisungen gleich. Aber, beleghafte Überweisungen können zu zusätzlichen Kosten führen. Filialbanken rechtfertigen die Kosten damit, dass sie beleghafte Überweisungen manuell bearbeiten müssen, was mit hohen Kosten für die Banken verbunden. 

Beleghafte Überweisungen

Du hast beleghafte Überweisung bestimmt schon mal gesehen. Das sind diese hell-orangenen kleinen Zettel, die so aussehen, als wären Sie aus der Zeit gefallen. Beleghafte Überweisungen müssen handschriftlich ausgefüllt und unterschrieben werden. 

Im Anschluss überprüfen die Banken die Angaben und gibt die Überweisung frei, falls sie keine Unregelmäßigkeiten findet. Der Prozess ist so weit es geht automatisiert, bleibt aber immer noch ein analoger Prozess.

Insbesondere ältere Menschen nutzen diese Form der Überweisung immer noch, weil sie dem Online-Banking misstrauen. Die Bedenken sind mittlerweile allerdings kaum noch zu rechtfertigen.

Überziehen (Sollzinsen)

Die Banken berechnen immer Sollzinsen, wenn Du Dein Konto überziehst, also Deinen Dispositionskredit in Anspruch nimmst.

Hohe Zinsen bei einem Dispokredit

Beachte bitte, dass die Zinsen für den Dispo kostspielig sind. Planst Du größere Anschaffungen, solltest Du unbedingt über einen Kredit nachdenken.

Zum Beispiel können die Zinsen für einen Dispokredit bei über 10 % p.a. liegen. Für kurze Zeiträume und kleine Beiträge ist das kein Problem, aber bei größeren und langfristigen Investitionen hingegen kann das schnell zu einer Last werden.

Abheben am Geldautomaten

Die Abhebungsgebühren gehören zu den klassischen Girokontogebühren. Je nachdem, wo Du Dein Konto hast, musst Du mit unterschiedlichen Kosten rechnen.

Sparkassen

Zum Beispiel bekommst Du als Kunde bei einer Sparkasse normalerweise an allen anderen Sparkassen Geldautomaten kostenlos Bargeld.

Cash Group

Als Kunde bei der Commerzbank kannst Du kostenlos Bargeld bei Automaten von Banken erhalten, die zur Cash Group gehören.

Zu dieser Gruppe gehört die Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank (Unicredit) und die Postbank und ihre Tochtergesellschaften.

Onlinebanken

Bei Onlinebanken musst Du Dich erkundigen, ob Du mit Deiner Debitkarte oder mit Deiner Kreditkarte Bargeld kostenfrei abheben kannst.

Einige Onlinebanken bieten kostenlose Bargeldabhebungen nur mit der Kreditkarte an. Das Schöne daran ist, dass Du dann an keine Banken explizit gebunden bist (bitte beachte eventuelle Ausnahmen).

Besonderheit bei regionalen Banken

In ganzen seltenen Fällen kann es Dir passieren, vor allem in ländlichen Regionen, dass Du mit einer Kreditkarte kein Bargeld bekommst.

Die regionalen Banken, zu denen vor allem Sparkassen uns Volksbanken gehören, erlauben dann keine Bargeldabhebung mit einer Kreditkarte.

Girokontowechsel

Girokonto Kontowechsel

Ein Wechsel des Kontos solltest Du wie folgt durchführen:

  • Eröffne zuerst das Konto bei der neuen Bank
  • Informiere Unternehmen und Behörden, von denen Du Geld erhältst, über das neue Konto
  • Richte bestehende Daueraufträge bei Deinem neuen Konto ein
  • Informiere Unternehmen, die Lastschriften ziehen, über das neue Konto
  • Kontrolliere alle Eingänge, Lastschriften und Daueraufträge
  • Kündige das alte Konto

Alternativ bieten viele Banken auch einen Umzugsservice an, bei dem die genannten Schritte alle für Dich durchgeführt werden.

Wir würden Dir dazu raten, Dein Konto nicht zuerst zu kündigen, bevor Du Dein neues Konto eröffnet hast. Eventuell gehen Dir dadurch ein paar € verloren, aber Du vermeidest unnötigen Ärger, sollte sich zum Beispiel der Postversand verzögern.

Girokonto Kreditkarte

Girokonto mit Kreditkarte

Nutzen einer Kreditkarte

Mit Deiner Debitkarte (Kontokarte) bekommst Du in Deutschland und auch in einigen europäischen Ländern Bargeld und kannst auch mit der Karte in Geschäften bezahlen. Das ist allerdings nicht immer garantiert, insbesondere im Ausland bist Du mit einer Kreditkarte auf der sicheren Seite.

Ebenfalls erwarten zum Beispiel Hotels immer eine Kreditkarte, um Buchungen zu garantieren. Ohne Kreditkarte ist eine Reservierung nicht möglich.

Solltest Du also hin und wieder reisen, empfiehlt sich definitiv eine Kreditkarte.

Gold Kreditkarten

Darüber hinaus werden auch besondere Kreditkarten angeboten, wie zum Beispiel die „Gold“ Kreditkarten.

Diese Kreditkarten verfügen über höhere Verfügungsrahmen und bieten besondere Versicherungen.

Zu diesen Versicherungen gehören zum Beispiel:

  • Reise-Rücktrittkosten-Versicherung,
  • Auslandsreise-Krankenversicherung
  • und Auslandsreise-Unfallversicherung.

Dispositionskredit (Dispo): Girokonto überziehen

Girokonto mit Dispo

Ein Dispositionskredit ist ein Kredit. Banken gewähren Dispositionskredite auf Basis der monatlichen Zahlungseingänge ihrer Kunden.

Es hängt von der Bank ab, wie hoch der Dispositionskredit ausfällt, der auch als Verfügungsrahmen bezeichnet wird. Im Durchschnitt wird Dir eine Bank einen Verfügungsrahmen einräumen, der dem 2-fachen monatlichen Zahlungseingang auf Deinem Konto entspricht.

Hast Du zum Beispiel einen monatlichen Geldeingang von 2.000 €, kannst Du einen Dispositionskredit von 4.000 € in Anspruch nehmen.

Ein Dispositionskredit ist im Vergleich zu einem Konsumentenkredit teuer: Solltest Du eine größere Investition planen, wie zum Beispiel der Kauf eines Autos, solltest Du unbedingt einen dafür vorgesehenen Auto- bzw. Konsumentenkredit abschließen.

Falls Du Dich mit einem hohen Dispositionskredit nicht wohlfühlst, reduziere den Betrag einfach. Das kannst Du oft im Online-Banking tun oder Du teilst es Deinem Berater mit.

Girokonto Zinsen

Zinsen beim Girokonto

Girokonten werden in der Regel nur geringfügig oder sogar gar nicht verzinst. Wenn Du langfristig Geld anlegen willst, solltest Du andere Formen der Geldanlage in Erwägung ziehen.

Für langfristigere Anlagen bieten sich zum Beispiel Aktien an. Kurz- bis mittelfristig kannst Du Dein Geld auf einem Tagesgeldkonto relativ sicher verzinsen lassen.

Negativzinsen

Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld kann es Dir auch passieren, dass Du Negativzinsen bezahlen musst. Ab wann das der Fall ist, hängt von der Bank ab. Die Beträge variieren hier zwischen 50.000 € und 250.000 €.

Der Hintergrund ist, dass die Europäische Zentralbank derzeit Banken dafür abstraft, wenn sie zu hohe Geldbeträge bei ihr einlagert. Damit wird die Hoffnung verbunden, dass mehr investiert, als gespart wird.

Zusammenfassung

Du weißt jetzt genau, was ein Girokonto ist und solltest ein gutes Verständnis darüber haben, auf welche Kosten und Gebühren Du achten solltest.

Falls Du noch kein Girokonto hast und festgestellt hast, dass es Sinn ergeben würde, ein Girokonto zu eröffnen, solltest Du zeitnah ein Konto eröffnen. Ebenfalls kann es manchmal sinnvoll sein, das Girokonto zu wechseln, falls sich die eigenen Ansprüche verändert haben.