ETFs (Exchange Traded Funds): der ultimative Guide

Wie Du Dein Geld in ETFs investieren kannst

Zuletzt aktualisiert am 07 Februar 2021 von Reza

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Enqome der ultimative ETF Guide

Du willst alles über ETFs wissen?

ETFs eignen sich für Dich, wenn Du Dein Geld so günstig wie möglich anlegen möchtest und keine Beratung für Deine Geldanlage brauchst.

Was Du dabei beachten musst und was ETFs überhaupt sind, erklären wir Dir in diesem Guide.

Schauen wir uns dieses Thema also gemeinsam an.

ETF Definition (Was sind ETFs?)

ETFs Definition

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der die Wertentwicklung eines anderen Index abbildet. Daher werden sie auch gerne als Indexfonds bezeichnet.

Ganz simpel gesagt, kannst Du Dir also einen klassischen Fonds vorstellen, nur das kein Investmentteam versucht den Index zu schlagen. Es wird also nicht aktiv versucht, ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Daher werden ETFs auch oft als passive Anlageprodukte bezeichnet.

Wie bei Fonds ist eine laufende Gebühr zu zahlen, was dazu führt, dass ein Exchanged Traded Fund immer schlechter abschneidet als der Index, der abgebildet wird. Der Index wird nie geschlagen.

Die Gebühren sind allerdings sehr viel günstiger, je nach Fonds und Anlageklasse um das zehn bis zwanzigfache. Diese Tatsache in Verbindung mit der anhaltenden Kritik an Fonds haben diese Anlageinstrumente in den letzten Jahren sehr populär gemacht.

ETFs und UCITS

Ohne Regulierung geht es nicht. Daher hat die Europäische Union die Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities, kurz UCITS, definiert.

Diese Richtlinien definieren ziemlich genau, in welche Vermögensgegenstände und Finanzinstrumente ein Fonds investieren darf. Sie gelten also für alle Fonds generell.

Die EU Richtlinie wird in Deutschland über die OGAW Richtlinie (Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere) umgesetzt. Die Einhaltung der Richtlinien wird von der Bafin überfacht.

Grundsätzlich empfehlen wir Dir, nur in ETFs zu investieren, die auch den UCITS Richtlinien folgen. Die Richtlinien sollen diverse Vorteile für den Anleger gewährleisten, zu denen zählen unter anderem:

  • Mindestdiversifikation: Kein Bestandteil des Fonds darf 20 % des Gesamtwertes übersteigen
  • Kein Emittentenrisiko: Die investierten Gelder sind von denen des Fondsauflegers zu trennen (im Falle einer Insolvenz des Fondsgesellschaft sind die Gelder geschützt)
  • Liquiditätsgarantie: Es muss jederzeit eine ausreichende Liquidität gewährleistet sein (die Finanzkrise hat gezeigt, dass so eine Garantie eher theoretisch als praktisch umsetzbar ist)

ETF Anbieter

ETFs Anbieter

Anfangs gab es nur eine überschaubare Anzahl an Anbietern. Als dann die Nachfrage nach ETFs immer größer wurde, kamen auch immer mehr Fondsgesellschaften hinzu.

Im Folgenden möchten wir Dir die größten und bekanntesten ETF Anbieter vorstellen. Unserer Meinung nach kannst Du mit guten Gewissen Indexfonds von diesen Fondsgesellschaften erwerben.

iShares

Die Fondsgesellschaft iShares gehört zu BlackRock, der größten Fondsgesellschaft weltweit. Die Marke iShares steht hierbei für alle Indexfonds, die der Konzern anbietet.

Per 31.03.2020 verwaltet die Gesellschaft 1,85 Billionen US-Dollar.

Bei dem großen Angebot von iShares solltest Du Dich daher eher fragen, welchen Index die Fondsgesellschaft nicht als Indexfonds anbietet.

Neben Aktien- und Rentenfonds werden unter anderem auch Immobilien- und Rohstofffonds angeboten.

Vanguard

Vanguard verwaltet laut eigenen Angaben 6,2 Billionen US-Dollar in Fonds.

Die Gesellschaft bietet klassische Fonds und Indexfonds an. Dabei konzentriert sich die Gesellschaft, in Deutschland, vor allem auf einfache Aktien- und Rentenindexfonds.

SPDR (State Street)

SPDR ist die ETF Marke von der Fondsgesellschaft State Street. State Street verwaltet per 31.12.2019 3,05 Billionen US-Dollar.

SPDR bietet Aktien- und Rentenindexfonds an. Zum aktuellen Zeitpunkt (September 2020) wird auch ein Immobilienindexfonds angeboten.

Lyxor

Lyxor gehört zum französischen Konzern Societe Generale (SocGen). Die Gesellschaft verwaltet ca. 160 Milliarden Euro (Stand September 2020).

Die Commerzbank hat ihr ETF Geschäft (Comstage) an Lyxor veräußert, daher werden derzeit einige Fonds miteinander verschmolzen.

Laut eigener Aussage verwaltet die Gesellschaft nach Verschmelzung mit der Gesellschaft Comstage mehr als 300 Exchanged Traded Funds. 

Es werden Aktien-, Renten- und Rohstoffindexfonds angeboten.

Xtrackers

Xtrackers ist die ETF Marke der DWS (die damalige Fondsgesellschaft der Deutschen Bank). Die Gesellschaft verwaltet 80 Milliarden Euro und bietet insgesamt 170 ETFs an.

Es werden Aktien-, Renten-, Rohstoff- und Mischindexfonds angeboten.

Die Mischfonds stechen hierbei ein wenig heraus, da es sich hierbei genau genommen um ganze Portfoliostrategien handelt.

Amundi ETF

Amundi ETF ist die ETF Marke der gleichnamigen Fondsgesellschaft Amundi. Hierbei handelt es sich um ein französisches Unternehmen, das gemeinsam der Crédit Agricole und Societe General (SocGen) gehört.

Laut eigenen Angaben werden insgesamt 55 Milliarden Euro in mehr als 140 Indexfonds verwaltet.

Es werden Aktien-, Renten und Rohstoffindexfonds angeboten.

Deka

Die Deka, die Fondsgesellschaft der Sparkassen, bietet mittlerweile auch ETFs an. Insgesamt verwaltet die Deka 300 Milliarden Euro. Exakte Angaben wie viel Geld in Indexfonds verwaltet werden, gibt sie nicht an.

Das Angebot besteht vor allem aus Aktien- und Rentenindexfonds.

Indexabbildung von ETFs

ETFs Indexabbildung

Wie sollte ein Exchange Traded Fund am besten den Index abbilden, um ihm zu folgen?

Nehmen wir als Beispiel den DAX (Deutscher Aktienindex), der aus 30 Titeln besteht. Sollte ein ETF einfach alle dreißig Titel regelmäßig entsprechend des Indexes kaufen und verkaufen?

Alternativ könnten Fondsgesellschaften auch nur sogenannte Tauschgeschäfte (Derivate) erwerben, um den Index abzubilden.

Im ersten Fall würden wir von einer physischen Replikation gesprochen und im zweiten Fall von einer synthetischen Replikation.

Grundsätzlich bilden synthetisch replizierende ETFs den Index genauer ab, während physisch replizierende ETFs ein wenig ungenauer sind. Diese Abweichung wird übrigens auch als Tracking Error bezeichnet.

Ebenfalls sind synthetische ETFs auch ein wenig günstiger als physische.

Warum kaufen dann nicht alle Anleger nur synthetische ETFs? Hierbei gibt es einen Haken, denn synthetische ETFs haben immer ein Kontrahentenrisiko. Das erklären wir Dir im Folgenden noch genauer.

Physisch replizierender ETF

Bei der physischen Replikation werden exakt die Titel gekauft, die auch im Index sind. Das ist eine Vollreplikation.

Diese Strategie stößt allerdings insbesondere bei Indexen mit sehr vielen Titeln an ihre Grenzen.

Würde es zum Beispiel bei einem Index, der hunderte von Titeln beinhaltet, Sinn machen, alle Titel zu kaufen? Natürlich nicht.

In diesem Fall werden vor allem die größten Titel gekauft und der Restbetrag auf Titel verteilt, die sich besonders ähnlich wie der Index verhalten. Das wird dann als Teilreplikation bezeichnet.

Synthetisch replizierender ETF

Synthetisch klingt künstlich, das kennst Du aus dem Alltag, etwas wird mit nicht natürlichen Stoffen hergestellt.

Genauso ist es auch bei ETFs, denn bei einem synthetischen ETF werden nicht die Aktien gekauft.

Die Fondsgesellschaft geht mit einer anderen Gesellschaft (Investmentbanken) ein Tauschgeschäft ein.

In diesem Tauschgeschäft verspricht die andere Gesellschaft der Fondsgesellschaft die Wertentwicklung des Indexes – ganz simpel, oder?

Die eigentlichen Kundengelder werden dann in eher sichere und kurzlaufende Wertpapiere investiert. Die Rendite von diesen Wertpapieren wird dann genutzt, um das Tauschgeschäft zu bezahlen.

Kontrahentenrisiko bei synthetisch replizierendem ETF

Eigentlich klingt der synthetisch replizierende ETF zu gut, um wahr zu sein oder? Fairerweise muss man gestehen, dass er das auch ist, mit nur einem Haken.

Was passiert, wenn der Tauschpartner zum Beispiel pleitegeht? Wer garantiert dann die Wertentwicklung des Indexfonds?

Die Regulierung durch die bereits erwähnten OGAW (UCITS) sind hier zwar recht strikt, denn das Kontrahentenrisiko darf nur 10% des Gesamtwertes der jeweiligen Indexfonds (Nettoinventarwert) betragen. Aber es stellt sich doch die Frage, ob es sich wirklich lohnt, dieses Risiko einzugehen?

Die Entscheidung ist Dir überlassen.

Erwähnenswert ist allerdings, dass der weltweit größte ETF Anbieter iShares ausschließlich physische Indexfonds anbietet.

Bekannte Indexe von ETFs

Bekannte ETF Indexe

Nach dem wir jetzt geklärt haben, wie ETFs repliziert werden und welche Indexfondsgesellschaften Du kennen solltest, möchten wir Dir jetzt die typischen Indexe vorstellen, denen ETFs folgen.

MSCI World

Der MSCI World ist vermutlich der weltweit bekannteste Index, wenn es um Indexfonds geht. Oft wird er auch als Basis-Investment vorgestellt.

Der Index wird von der Firma MSCI berechnet. Derzeit bildet der 23 Länder ab, die sich über mehr als 1.600 Aktien verteilen.

Bei dem Index kommt es allerdings immer wieder zu einem Missverständnis. Der Index bildet nur Länder aus den Developed Markets (Industrieländer) ab. Schwellenländer sind nicht Teil des Indexes.

Wer einen Weltindex sucht, der auch die Schwellenländer berücksichtigt, sollte sich daher den MSCI World All Country Index ansehen.

Auf der Webseite von MSCI wird im Detail gezeigt, wie der Index aufgebaut ist.

MSCI Europe

Der MSCI Europe Index bildet die 15 Industrieländer Europas ab, wie auch beim MSCI World sind die Schwellenländer Europas nicht Teil des Indexes. Im Index befinden sich insgesamt 400 Aktien.

Wie sich der Index im Detail zusammensetzt, beschreibt die Firma MSCI auf ihrer Webseite.

DAX

Der Deutsche Aktienindex ist mit Sicherheit der bekannteste Aktienindex in Deutschland.

Der Index wird von der Deutschen Börse AG berechnet und repräsentiert, sehr vereinfacht gesagt, die 30 größten deutschen Aktienunternehmen.

Weitere Information zu dem Index findest Du hier.

Euro Stoxx 50

Dieser Index wird vond er Stoxx Gruppe berechnet. Der Index beinhaltet die 50 größten europäischen Unternehmen.

Dabei werden nur Unternehmen aus der Eurozone berücksichtigt (das United Kingdom also nicht). Im MSCI Europe ist zum Beispiel das United Kingdom mit ca. 1/3 des Indexes vertreten.

Weitere Informationen zu dem Index findest Du hier.

S&P 500

Sowie der DAX mit Sicherheit der bekannteste Index in Deutschland ist, so ist der S&P 500 in den USA definitiv das Börsenbarometer.

Der Index wird von der Firma Standard & Poors berechnet und bildet die 500 größten Unternehmen der USA (nach Marktkapitalisierung) ab.

Gold

Es ist nicht möglich einen Gold-ETF zu erwerben. Denn die UCITS Regularien erlauben es nicht, dass nur in einen Wert investiert wird.

Daher wird oft fälschlicherweise von Gold-ETFs gesprochen, wenn es sich eigentlich um Exchange Traded Commodities (ETCs) handelt.

Bei einem ETC handelt es sich technisch gesehen, um eine Inhaberschuldverschreibung (vereinfacht gesagt eine Anleihe), die mit physischem Gold besichert wird.

Typischerweise wird ein Gold ETC den Gold Kassakurs (als wenn Du das Gold jetzt direkt kaufen würdest) nachbilden.

Ein gutes Beispiel für einen Gold-ETC ist sicherlich der ETC Xtrackers Physical Gold Xtrackers.

Da ETCs Inhaberschuldverschreibungen sind, handelt es sich hierbei um kein Sondervermögen. Inhaberschuldverschreibungen unterliegen dem Emittentenrisiko. Das heißt, dass sollte die Gesellschaft Pleite gehen, ist Dein Geld verloren.

Bevor Du also irgendeinen Gold-ETC kaufst, vergewissere Dich, dass die Gesellschaft einen ähnlichen Schutz anbietet wie bei ETFs. Also dass der ETC faktisch wie ein Sondervermögen verwaltet wird.

Wichtig ist, solltest Du doch mal über einen Gold-ETF stolpern, dass dieser vermutlich in der Schweiz aufgelegt wurde.

Vorteile von ETFs

Vorteile von ETFs

Exchanged Traded Funds haben einige nennenswerte Vorteile. Die Wichtigsten möchten wir Dir gerne an der Stelle nennen.

Liquidität

Da Indexfonds an der Börse gehandelt werden, sind sie sehr liquide. Hierbei sprechen wir in der Regel von einer täglichen Liquidität. Du kommst also sehr schnell an Dein Geld, wenn Du es benötigst.

Hierbei sollte aber auch erwähnt werden, dass Du klassische Fonds ebenfalls an der Börse verkaufen kannst, um schnell an Dein Geld zu kommen.

Geringe Kosten

Exchange Traded Funds gehören zu den günstigsten Finanzprodukten überhaupt. Im Vergleich zu klassischen Fonds sind die Kosten oft um das zehn- bis zwanzigfache geringer.

Zum Beispiel beträgt die Verwaltungsgebühr für aktiv verwaltete Fonds oft zwischen 1,5 % und 2 %. Bei Indexfonds liegt die Gebühr oft unter 0,1 %.

Ebenfalls sind für Indexfonds keine Ausgabeaufschläge zu bezahlen. Bei einer Beratung in der Bank ist oft eine Gebühr von 3 % - 5 % nur für den Kauf des Fonds zu bezahlen. 

Sicherheit

Die investierten Gelder von Indexfonds werden als Sondervermögen getrennt von den Vermögenswerten einer Fondsgesellschaft verwaltet. Im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft ist Dein Geld also geschützt.

Wichtig ist, dass es bei ETCs zu Unterschieden kommen kann, da es sich bei ETCs nicht um Fonds, sondern um Inhaberschuldverschreibungen handelt.

Transparenz

Da ETFs nicht aktiv verwaltet werden, ist es recht simpel nachzuvollziehen, wie der Indexfonds sein Geld anlegt.

Risikostreuung

Die OGAW Richtlinien legen sehr strenge Regeln fest, wie stark Gelder gestreut werden müssen. Da ETFs aber oft größere Indexe wie den Euro Stoxx 50 oder S&P 500 abbilden, ist die Risikostreuung häufig sogar noch um ein Vielfaches größer als regulatorisch verlangt.

ETF Auswahl

ETF Auswahl

Wie Du eventuell bereits gemerkt hast, gibt es mittlerweile ein riesiges Angebot an Indexfonds.

Wie gehst Du also vor, um die für Dich passenden Exchange Traded Funds zu finden?

  • Lege zunächst Deinen Anlagefokus fest. Möchtest Du in Aktien und/oder in Renten investieren? Möchtest Du Deinen Fokus auf bestimmte Regionen und Sektoren legen?
  • Besuche die entsprechenden Webseiten der Fondsgesellschaften und filtere das Angebot nach Deinem Anlagefokus.
  • ETFs notieren und entsprechend im Online Banking Deiner Bank ordern.

Machen wir das Ganze mal an einem Beispiel fest. Nehmen wir an Du möchtest in Aktien weltweit investieren. Für Dich kommen daher die Indexe MSCI World und MSCI Europe in Frage.

Auf der Webseite von iShares findest Du dann die entsprechenden Aktienindexfonds:

In den jeweiligen Factsheets der Aktienindexfonds findest Du die ISIN. In diesem Fall also IE00B4L5Y983 für den MSCI World und IE00B1YZSC51 für den MSCI Europe.

Mit diesen Nummern sind die Fonds eindeutig zuordenbar und Du kannst Deine Orders im Onlinebanking aufgeben. Solltest Du noch kein Depot haben, lies Dir am besten unseren Depot Guide durch.

Kaufen von ETFs

ETFs kaufen

Da Exchange Traded Funds börsengehandelt werden, kannst Du ETFs wie Aktien und andere Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden, ganz einfach ordern.

Hierfür solltest Du Dir in der Regel die ISIN notieren, damit es beim Kauf nicht zu Verwechselungen kommen kann.

ETF Sparplan

ETF Sparplan

Ein Sparplan eignet sich insbesondere für Anleger, die, wie Du  es sicherlich schon geahnt haben wirst, regelmäßig Geld ansparen möchten.

Typischerweise bieten Banken Sparpläne bereits ab 25 Euro an. Allerdings wird oft eine Gebühr von ca. 1,50 Euro verlangt. Du solltest daher versuchen wenigstes 50 Euro im Monat zu sparen, damit nicht zu viel Geld von den Gebühren aufgefressen wird.

Insbesondere Aktienfonds eignen sich gut für Sparpläne, da über einen längeren Zeitraum von 10 bis 15 Jahren die Kursschwankungen durch das regelmäßige Kaufen ausgeglichen werden. In der Fachsprache wird vom sogenannten Cost-Average-Effect gesprochen.

Insbesondere am Anfang des Sparplans hat das den Vorteil, dass Dich fallende Kurse nicht so stark treffen. Desto größer allerdings Dein Vermögen wird, desto größer ist auch das Risiko.

Besonders günstige Sparpläne bieten die Onlinebanken an. Mittlerweile gibt es aber auch weitere Anbieter, wie zum Beispiel Trade Republic, die keine Gebühr für Sparpläne verlangen.

Kosten von ETFs

Kosten von ETFs

Die Kosten von einem Aktienindexfonds lassen sich relativ leicht feststellen.

Schauen wir uns zum Beispiel den iShares Core MSCI Europe an, können wir im Factsheet sehr schnell die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, kurz TER) finden. Zum aktuellen Zeitpunkt betragen die Kosten 0,12 %.

Screenshot iShares Core MSCI Europe

Wichtig hierbei ist allerdings auch, sich die historische Rendite im Vergleich zum Index, der abgebildet werden soll, anzusehen.

Daran kannst Du erkennen, wie stark die Renditen des Indexfonds von dem jeweiligen Index abweichen. Das sind also die Kosten, die aus dem Tracking Error entstehen können.

Screenshot iSahres historische Rendite

In diesem konkreten Beispiel zeigt sich allerdings, dass der Fonds in den letzten Jahren sogar mehr Rendite erzielt hat als der Index. Wie ist das möglich?

Indexfondsgesellschaften haben die Möglichkeit, unter anderem durch Wertpapierleihen und eine Reduzierung der Quellensteuer, bessere Renditen als der Index zu erzielen, dem sie folgen.

Wertpapierleihe

Die Wertpapierleihe kommt bei Leerverkäufen zum Einsatz. Einzelne Fonds verleihen dann ihre Aktien gegen eine Gebühr und Sicherheiten. Aktive Investmentfonds wenden dieses Prinzip auch an.

Reduzierung der Quellensteuer

Vielen Indexen wird zum Beispiel eine durchschnittliche Steuerbelastung zu Grunde gelegt, um diese realistisch zu berechnen. Ist eine Fondsgesellschaft in der Lage, Steuern einzusparen, wird der Fonds entsprechen den Index schlagen (outperformen).

Dividenden von ETFs

Dividenden von ETFs

Exchange Traded Funds gibt es sowohl ausschüttend als auch thesaurierend (also nicht ausschüttend).

Das ist simpel.

Ausschüttende ETFs

Ausschüttende Indexfonds schütten kontinuierlich an festgelegten Zeitpunkten ihre Erträge an ihre Anleger aus.

Dabei ist zu beachten, dass es unterschiedliche Auszahlungszeitpunkte geben kann. So gibt es Exchange Traded Funds, die monatlich ausschütten, während andere Indexfonds nur jährlich ausschütten.

In den letzten Jahren wurden insbesondere Aktienfonds aufgelegt, die eine besonders hohe Ausschüttung gewährleisten sollen. Hierfür werden Indexe von Aktien gebildet, die über einen langen Zeitraum hohe Dividenden ausgeschüttet haben.

Ein gutes Beispiel ist der EURO STOXX Select Dividend 30 Index, der die 30 Aktien mit den höchsten Dividendenzahlungen aus der Eurozone hält. Um eine stabile Dividende zu erzielen, dürfen auch die Dividenden dieser Unternehmen in den letzten Jahren nicht gesunken sein.

Thesaurierende ETFs

Der Begriff Thesaurierung hat Dich eventuell zu Beginn ein wenig verwirrt. Der Begriff leitet sich von dem griechischen Word thesauros (Schatzhaus) ab. Also, die Gewinne verbleiben im Schatzhaus.

Hierbei musst Du eigentlich nicht viel beachten, außer dass thesaurierende Exchange Traded Funds gegenüber Ausschüttenden keinen steuerlichen Vorteil haben.

Da die Abgeltungssteuer im Moment der Gewinnausschüttung greift (also an der Quelle), könntest Du angenommen haben, dass nicht ausgeschüttete Gewinne daher auch nicht direkt besteuert werden.

Seit 2018 müssen für thesaurierende Fonds (also nicht nur für Indexfonds) Vorabpauschalen bezahlt werden.

Das Thema ist sehr komplex – merk Dir einfach, dass Dir thesaurierende ETFs in den meisten Fällen keine steuerlichen Vorteile bringen. 

Nachteile von ETFs

Nachteile von ETFs

Exchange Traded Funds haben auf den ersten Eindruck so gut wie keine Nachteile. Sie sind täglich liquide, günstig, effizient und es lässt sich relativ schnell eine hohe Risikostreuung erreichen.

Gibt es also tatsächlich keine Nachteile?

Nur Durchschnittsrenditen bei ETFs

Wie so oft im Leben, kann die größte Stärke auch die größte Schwäche sein.

Bei einem Exchange Traded Fund wird der Index gekauft, vereinfacht gesagt, der Durchschnitt. Es ist eine grundsätzliche Gesetzmäßigkeit, dass durchschnittliche Leistungen eben auch nur zu durchschnittlichen Leistungen führen können.

Ein Aktienindexfonds, der in hunderte Aktien investiert, kann daher nie ein konzentriertes Aktienportfolio schlagen, dass zum Beispiel in 15 bis 20 Aktien investiert.

Exchange Traded Funds werden oft mit klassischen (aktiven) Fonds verglichen. Kein Exchange Traded Fund kann aber besser abschneiden als ein sorgfältig ausgewähltes Aktienportfolio.

Auch die Risikostreuung hat seine Grenzen. So hat zum Beispiel ein Aktienindex, der in tausende Unternehmen investiert, nicht zwangsläufig ein niedrigeres Risiko als ein Aktienindex, der nur in hunderte Unternehmen investiert. Die Risikobegrenzung ist nicht unendlich.

Herdenverhalten bei ETFs

Exchange Traded Funds waren in den letzten Jahren sehr im Trend und haben enorme Kapitalzuflüsse erhalten.

Verwerfungen an der Börse führen manchmal zu panikartigen Verkäufen von Investoren. Das könnte bei größeren Indexen dann eine Lawine ins Rollen bringen.

Dieses Verhalten könnte dann zu einer Abwärtsspirale führen, die durch Indexfonds verstärkt werden.

Das ist grundsätzlich nichts Neues, da aber bei Indexfonds viele Investoren exakt die gleichen Aktien halten, kann so ein Abwärtstrend dadurch beschleunigt werden.

Investoren bezeichnen dieses Ereignis auch als Flash Crash.

Die Bundesbank hat untersucht, inwiefern ETFs wirklich Flash Crashs begünstigen.

Dabei fand sie unter anderem heraus, dass zwar ETFs stärker unter Flash Crashs leiden könnten, aber nicht ursächlich dafür sind. Die Analyse bezog sich allerdings nur auf einzige Zeitabschnitte.

Fakt bleibt, dass die zunehmende Popularität von ETFs ab einem gewissen Punkt tatsächlich Flash Crashs begünstigen könnten.

Wann das der Fall ist, kann allerdings niemand vorhersagen.

Mögliche Liquiditätsengpässe bei ETFs

Die Finanzkrise im Jahr 2008 lehrte alle Marktteilnehmer, dass einzelne Finanzinstrumente, die als sehr liquide gelten, nicht zwingend auch in Stressphasen liquide bleiben.

Ähnlich wie bei dem Herdenverhalten, kann das massenhafte Halten der gleichen Wertpapiere dazu führen, dass Investoren ihre Anteile nicht verkaufen können, wenn gerade alle anderen Investoren ihre Anteile verkaufen.

Dieser Effekt kann sich dann auch noch gegenseitig verstärken.

Hierbei würde es sich um eine Ausnahmesituation handeln, dennoch solltest Du Dir darüber bewusst sein, dass Dir niemand eine tägliche Liquidität garantieren kann.

Nicht nachvollziehbare Gebühren bei Synthetischen ETFs

Wie unter dem Punkt Indexabbildung von ETFs erwähnt, lassen sich Exchange Traded Funds auch synthetisch replizieren. Dabei tauscht die Fondsgesellschaft Zinsen, die sie für die Kundengelder erhält, gegen die Wertentwicklung des Indexes (ganz vereinfacht gesagt).

Bei Exchange Traded Funds wird oft bemängelt, dass diese Gebühren nicht ausreichend erklärt werden. Während die laufenden Gesamtkosten über die Total Expense Ratio in dem Factsheet zu finden sind, fehlen oft die Angaben, welchen Preis die Fondsgesellschaft für das Tauschgeschäft bezahlen muss.

Das eventuell zu hohen Kosten bezahlt werden, kannst Du allerdings an einem sehr hohen Tracking-Error erkennen, insbesondere wenn der viel größer ist als bei vergleichbaren Exchange Traded Funds.

Sicherheit von ETFs

Sicherheit von ETFs

Bei Exchange Traded Funds handelt es sich um Sondervermögen. Regulatorisch wird vorausgesetzt, dass dieses Sondervermögen getrennt von den anderen Vermögensgegenständen einer Gesellschaft verwaltet werden.

Das gewährleistet, dass die Anleger geschützt sind, sollte die Fondsgesellschaft pleitegehen. Bitte beachte aber, dass das nicht zwingend für Exchange Traded Commodities gelten muss, wie hier erwähnt.

Das größte Risiko von Exchange Traded Funds ergibt sich also aus dem jeweiligen Index, den sie versuchen abzubilden. So wird zum Beispiel ein Indexfonds, der einen Aktienindex abbildet, riskanter sein als ein Rentenindexfonds, der einem Staatsanleihenindex folgt. 

Bei der Auswahl von Indexfonds musst Du Dir also den Index ansehen, da dieser ausschlaggebend für das eingegangene Risiko ist.

Besteuerung von ETFs

Besteuerung von ETFs

Wie alle anderen Vermögenswerte, die an der Börse gehandelt werden, unterliegen auch Exchange Traded Funds der Abgeltungssteuer.

Falls Du die Abgeltungssteuer noch nicht kennst, sie wird für Erträge (Ausschüttungen) und Kursgewinne fällig und beträgt 25 % plus Solidaritätszuschlag. Falls Du Kirchensteuern zahlst, kommen die auch noch hinzu.

Ignoriert man die Kirchensteuer, so sind 26,375 % an Steuern zu zahlen. Die Steuer greift erst, wenn Dein Sparerpauschbetrag aufgebraucht ist. Dieser beträgt zum aktuellen Zeitpunkt 801 Euro.

Nachhaltige ETFs

Nachhaltige ETFs

Das Thema Nachhaltigkeit hat, glücklicherweise, auch bei Exchange Traded Funds mittlerweile einen hohen Stellenwert eingenommen. Dabei werden die Indexe in den meisten Fällen auf ihre Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführung-Kriterien untersucht.

Diese drei Begriffe werden gerne als ESG-Kriterien zusammengefasst (E steht für das englische Environmental und G für Governance).

Umwelt (Environment)

Das Umweltkriterium dreht sich, wie sich eventuell bereits erahnen lässt, um Kriterien, die direkten Einfluss auf die Umwelt haben. Zum Beispiel Klimastrategien, Umweltmanagement und Umweltauswirkungen.

Sozial

Das Sozialkriterium wiederum konzentriert sich auf Themen wie Chancengleichheit, Gesund und Sicherheit und Menschenrecht.

Unternehmensführung (Governance)

Manchmal wird das Governance-Kriterium mit dem Sozialkriterium verwechselt.

Bei diesem Kriterium geht vor allem um die Unternehmensethik, die Vergütung des Unternehmens und unter anderem auch um die Aktionärsstruktur.

Typischerweise werden Exchanged Traded Funds, die sich als nachhaltig bezeichnen, besonders viel Wert auf diese ESG-Kriterien legen.

Das Ganze lässt sich am besten an einem Beispiel erklären. Hierfür schauen wir uns mal den iShares MSCI World ESG Screened Aktienindexfonds an.

Bereits im Anlageziel des Exchange Traded Funds wird definiert, in welchem Ausmaß ESG-Kriterien umgesetzt werden.

Screenshot iShares MSCI World ESG Screen

In diesem konkreten Fall kommen die Kriterien also über harte Ausschlüsse zustande. Das heißt, diese Firmen bzw. ihre Aktien werden vom Index entfernt.

Neben diesem Ansatz gibt es noch weitere Ansätze, wie ESG-Kriterien integriert werden können.

Zum Beispiel ist hier der Best-in-Class Ansatz zu nennen, der anhand einer Rangfolge nur in die X % der vermeintlich besten Unternehmen investiert.

Stärken und Schwächen verschiedener ESG Ansätze

Jeder Ansatz hat so seine eigenen Stärken und Schwächen.

Manche Firmen verfolgen zum Beispiel verschiedene Geschäftsbereiche. In der Industrie kann es zum Beispiel sein, dass ein Unternehmen im Nebengewerbe Teile an einen Waffenhersteller liefert.

Am Gesamtgeschäft des Unternehmens hat dieses Nebengewerbe einen marginalen Anteil – dennoch müsste das Unternehmen hart ausgeschlossen werden.

Hier würde dann zum Beispiel ein Best-in-Class Ansatz Abhilfe schaffen, was aber auch die Kriterien wieder etwas aufweichen würde.

Zusammenfassung

Damit kommen wir auch zum Ende von diesem Guide.

Du solltest jetzt alles Wichtige über Exchange Traded Funds wissen.

In jedem Fall würden wir uns sehr freuen, von Dir zu hören. Hat Dir der Guide weitergeholfen?

Hast Du noch Fragen?

Hinterlasse uns gerne jetzt ein Kommentar.

Häufig gestellte Fragen

Was sind ETFs?

Ein ETF ist ein Indexfonds, der versucht, der Wertentwicklung von einem Index zu folgen.

Der Indexfonds macht dann nur das und versucht nicht den Index zu schlagen.

Unter dem Punkt ETF Definition erklären wir im Detail, was Exchange Traded Funds sind.

Welche ETFs sollte ich kaufen?

Das hängt von Deinen Anlagezielen ab. Wenn Du noch neu bei dem Thema Geldanlage bist, empfehlen wir Dir unseren Guide Geldanlage.

Grundsätzlich solltest Du Dich aber auf Indexfonds fokussieren, die eine günstige laufende Gebühr haben (niedrige TER, Total Expense Ratio) und möglichst genau den Index abbilden (geringer Tracking Error).

Welcher ETF Sparplan ist der Beste?

Wir würden hier argumentieren, dass der Sparplan der Beste ist, der möglichst wenig kostet und gleichzeitig von einer seriösen Bank (oder Broker) angeboten wird.

Typischerweise wirst Du Dir bei einem Indexfonds überlegt haben, welchen Fonds Du besparen willst. Daher benötigst Du keine Beratung im eigentlichen Sinne. Du hast Deine Anlageentscheidungen selbst getroffen.

Bei einer der größeren Onlinebanken wirst Du daher sicherlich ein gutes Angebot finden können.

Welches Depot eignet sich am besten für einen ETF Sparplan?

Die Antwort auf diese Frage entspricht ziemlich genau der Antwort auf die vorherige Frage „Welcher ETF Sparplan ist der Beste?“.

ETF-Anleger treffen in der Regel ihre Anlageentscheidungen selbst und benötigen daher keine Beratung durch die Bank.

Daher solltest Du Dir ein besonders kostengünstiges Depot von einem seriösen Anbieter suchen. Wir empfehlen Dir unseren Depot Guide, um das für Dich passende Depot zu finden.

Welche Kosten entstehen bei einem ETF Sparplan?

Das ist von Bank zu Bank unterschiedlich.

Manche Banken verlangen eine geringe Gebühr und andere Banken bieten sogar kostenlose Sparpläne auf bestimmte Indexe an.

Sonst verlangt, zum Beispiel, die ing Diba ca. 1,75 % Provision vom jeweiligen Kurswert. Bei einem Sparbetrag von € 50 wären das 0,88 Cent.

Wie viele ETFs gehören in einen Sparplan?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt von Deiner Anlagestrategie ab.

Willst du zum Beispiel ein Vermögen über 30 Jahre zu durchschnittlichen Renditen aufbauen, reicht bereits ein Aktienindexfonds, zum Beispiel auf den MSCI World.

Nach 20 Jahren solltest Du dann langsam darüber nachdenken, eventuell auch einen Rentenindexfonds zu besparen.

An der Stelle empfehlen Dir unseren Guide zum Thema Geldanlage.

Was sind die besten ETFs?

Grundsätzlich sind die Indexfonds die Besten, die wenig kosten und dabei ziemlich genau den Index abbilden.

Du sollest also nach Exchange Traded Funds suche, die eine niedrige TER (Total Expense Ratio) und einen niedrigen Tracking-Error (Abweichung vom Index) haben.

Unter Dem Punkt Kosten von ETFs gehen wir etwas genauer auf das Thema ein.

Wann sollte ich einen ETF kaufen?

Indexfonds bieten Dir zwei entscheidende Vorteile gegenüber Investmentfonds oder Aktien.

  1. Sie sind kostengünstig im Vergleich zu klassischen Investmentfonds.
  2. Die richtigen Aktien auszuwählen ist sehr zeitintensiv. Durch Exchange Traded Fonds kaufst Du einfach den Index und musst Dir keine weiteren Gedanken machen.

Daher eignet sich ein Indexfonds insbesondere für Dich, wenn Du nach einer kostengünstigen nicht arbeitsintensiven Form suchst, um Dein Geld anzulegen.

Welcher MSCI World ETF ist der Beste?

Der MSCI Aktienindexfonds, der am wenigstens kostet und möglichst nahe den MSCI World abbildet.

Wo ETFs kaufen?

Indexfonds werden an der Börse (Exchange) gehandelt.

Um also diese Fonds kaufen zu können, brauchst Du ein Depot. Ein Depot bekommst Du bei Banken und Brokern.

In unserem Depot Guide zeigen und erklären wir Dir alles, was Du wissen musst.

Wie viele ETFs sollte ich besparen?

Das hängt von Deiner Anlagestrategie ab.

Wenn Du neu beim Thema Geldanlage bist, empfehlen wir Dir unseren Geldanlage Guide.

Kann ich mit ETFs reich werden?

Ja, das geht. Es kommt allerdings darauf an, was Du als reich definierst.

Wie wir in unserem Geldanlage Guide gezeigt haben, kannst Du bereits mit kleineren Beträgen auf Sicht von 10, 20 und 30 Jahren ein großes Vermögen dank dem Zinseszins-Effekt aufbauen.

Was sind Swap ETFs?

Als Swap ETFs werden replizierende Indexfonds bezeichnet.

Dabei bezahlt die Fondsgesellschaft Gebühren an einen Anbieter (meistens eine Investmentbank), um von dem Anbieter die Wertentwicklung des Indexes zu erhalten.

Wie das Ganze im Detail funktioniert, erklären wir unter dem Punkt Synthetisch replizierender ETF.

Welches Depot ist das Beste für ETFs?

Indexfondsanleger treffen ihre Anlageentscheidungen oft selbst. Daher sollten sie sich auf ein Depot konzentrieren, dass ihnen besonders günstige Konditionen anbietet.

Wir empfehlen Dir daher auf etablierte und seriöse Banken zu setzen, wenn es um ein Depot geht.

In unserem Depot Guide erklären wir, worauf es bei einem Depot ankommt und wie Du für Dich das richtige Depot findest.

Wo kann ich ein ETF Depot eröffnen?

Ein Depot kannst Du bei Banken und Brokern eröffnen.

Wir haben extra einen Depot Guide veröffentlicht, der auf die wichtigsten Punkte eingeht.

Wie kann ich mit ETFs handeln?

Als Privatperson kannst Du nicht selbst an der Börse handeln. Du benötigst eine Bank (Broker), der für Dich handelt. Dafür brauchst Du ein Depot, in dem auch Deine Wertpapiere lagern.

Wir empfehlen Dir unseren Depot Guide.

Kann ich mit ETFs schnell Geld verdienen?

Du kannst sehr schnell viel Geld verdienen und auch sehr schnell alles verlieren.

Bei Indexfonds handelt es sich, je nach Index, um sehr riskante Wertpapiere.

Gerade Anfänger hoffen auf schnelle Gewinne, was oft mit einem großen Verlust endet und danach legen sie nie wieder Geld an.

Wenn Du neu bei dem Thema bist, ließ Dir unbedingt unseren Geldanlage Guide durch, bevor Du irgendwas tust.

Was bedeutet UCITS bei ETFs?

UCITS steht für Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities.

Damit sind europäischen Richtlinien gemeint, die von Fonds erfüllt werden müssen. Damit sollen vor allem Privatanleger geschützt werden.

Unter dem Punkt ETFs und UCITS gehen wir im Detail auf das Thema ein.

Was ist ein Short ETF?

Der Begriff Short bezeichnet im Englischen eine Anlageposition, die auf sinkende Kurse setzt.

Mit einem Short ETF profitierst Du also von sinkenden Indexkursen.

Was bedeutet TER bei einem ETF?

TER steht für Total Expense Ratio. Eine sehr wichtige Kennzahl.

Die TER beschreibt, wie viel Dich der ETF jedes Jahr kostet.

Das Thema Kosten ist bei Indexfonds sehr wichtig, wie wir unter dem Punkt Kosten von ETFs gezeigt haben.

Was passiert mit den Dividenden bei einem ETF?

Genau das Gleiche, was sonst auch mit Dividenden passiert, sie werden je nach Indexfonds an Dich ausgeschüttet oder nicht.

Werden sie nicht ausgeschüttet, verbleiben sie einfach im Vermögen des Indexfonds.

Unter dem Punkt Dividenden von ETFs gehen wir genau auf dieses Thema ein.

Was sind Dividenden ETFs?

Dividenden ETFs bezeichnen Aktienindexfonds, die vor allem in Aktien investieren, die regelmäßig hohe Dividenden auszahlen. Also die eine recht hohe Dividendenrendite haben.

Hierfür wird dann ein Index gebildet, der Aktien mit hohen Dividendenrenditen abbilden soll. Der jeweilige Aktienindexfonds investiert dann in diese Aktien.

Der EURO STOXX Select Dividend 30 Index ist zum Beispiel so ein Index, der in Aktien mit hohen Dividendenrenditen investiert.

Wie viele ETFs sollte ich im Portfolio haben?

Das hängt von Deiner Anlagestrategie ab. Teilweise kannst Du bereits mit 1 bis 2 Indexfonds Dein Anlageziel gut erreichen.

Wenn Du noch neu bei dem Thema Geldanlage bist, empfehlen wir Dir unseren Geldanlage Guide.

Welche Arten von ETFs gibt es?

Grundsätzlich gibt es keine Grenzen für Indexfondsarten.

Die typischsten Arten sind Aktien- und Rentenindexfonds. Früher waren auch Rohstoffindexfonds verbreitet.

Meistens gibt es dann noch verschiedene Ausrichtungen auf Sektoren, Regionen und Stile.

Stile beschreiben dabei diverse Themen (vereinfacht), zum Beispiel ein globaler Aktienfonds, der in Aktien mit hohen Dividendenrenditen investiert.

Welcher Emerging Markets ETF ist der Beste?

Bei Aktienindexfonds handelt es sich um stark standardisierte Produkte, die sich sehr ähnlich sind, völlig egal von welchem Anbieter sie kommen.

Das Gleiche gilt für die jeweiligen Indexe, die dann von den Indexfonds genutzt werden.

So ist im Emerging Markets Bereich der MSCI Emergings Markets Aktienindex sehr bekannt.

Es lässt sich schwierig sagen, welcher Emerging Markets Indexfonds der Beste ist, da das sehr von Deiner Anlagestrategie abhängig ist.

 Beim MSCI Emerging Markets Index hat China zum Beispiel einen sehr hohen Anteil. Wenn Du zum Beispiel weniger in China investieren willst, kommt der Index nicht unbedingt für Dich in Frage.

Sonst gelten auch bei Emerging Markets Indexfonds die gleichen Annahmen wie bei allen anderen Indexfonds.

Der Indexfonds sollte möglich günstig sein (geringe Total Expense Ratio) und den jeweiligen Index so nah wie möglich abbilden (geringer Tracking Error).

Wie lange sollte man einen ETF halten?

Das kommt auf Deine Anlagestrategie an.

Ist Dein Anlageziel, Geld für 1 bis 2 Jahre verzinsen zu lassen und Du hast in Indexfonds investiert, die in kurzlaufende Schuldnerpapiere investieren, dann kommst Du in der Regel mit sehr kurzen Haltedauern aus.

Desto riskanter die Indexfonds sind, zum Beispiel Aktienfonds, desto länger solltest Du sie auch halten.

Wenn das Thema Geldanlage noch neu für Dich ist, schau Dir unbedingt unseren Geldanlage Guide an.

Kann ich mit einem ETF für eine Immobilie sparen?

Ja, das kannst Du.

Dabei solltest Du Dir allerdings genau überlegen, wie lange Du sparen möchtest, um dann entsprechend Deine Anlagestrategie festzulegen.

Möchtest Du zum Beispiel 5 Jahre einen Aktienindexfonds besparen, solltest Du darauf achten, nicht zu viele Risiken einzugehen, denn 5 Jahre ist recht kurz.

Außerdem solltest Du jedes Jahr etwas Geld aus riskanteren Geldanlagen in risikoärmere Anlagen umschichten.

Schau Dir hierzu am besten unseren Geldanlage Guide an.

Wie kann ich mit einem ETF Vermögen aufbauen?

In dem Du Dich zuerst informierst, worauf Du beim Geldanlagen achten solltest. Hierzu ließt Du am besten unseren Geldanlage Guide.

Danach öffnest Du ein Depot, hierfür haben wir ebenfalls einen Depot Guide verfasst.

Nach dem Du dann weißt, wie Du anlegen möchtest, kaufst Du die Indexfonds, die Deiner Anlagestrategie entsprechen.

Was spricht gegen ETFs?

Unserer Meinung nach ist der größte Nachteil von Indexfonds, dass sie Dir keine Zusatzrenditen ermöglichen. Du kaufst den Durchschnitt, Du kannst also nicht mehr oder nicht weniger erwarten.

Wir habe die Nachteile von Indexfonds unter dem Punkt Nachteile von ETFs beschrieben.

Welcher ETF eignet sich für eine Einmalanlage?

Das lässt sich so nicht pauschal beantworten.

Viel mehr musst Du Dich fragen, was Deine konkrete Anlagestrategie ist.

Möchtest Du möglichst viel Rendite innerhalb kurzer Zeit erzielen, so wirst Du in riskante Aktienindexfonds investieren müssen. Dann ist aber auch Dein Risiko wesentlich höher.

Sicherheitsorientierte Anleger sollten eher in defensiven Aktienindexfonds investieren. Das sind Aktienindexfonds, die zum Beispiel in die Sektoren Versorger und Consumper Stables (kurzfristige Konsumgüter) investieren.

Wie werden ETFs versteuert?

In Deutschland werden alle Wertpapiererträge mit der Abgeltungssteuer besteuert. Die Bank wird die Steuern für Dich einbehalten.

Wie das im Detail funktioniert, erklären wir unter dem Punkt Besteuerung von ETFs.

Wie mit ETFs anfangen?

Bevor Du in Indexfonds investierst, musst Du erst einige Grundlagen über Geldanlagen lernen.

Wir empfehlen Dir daher, Dich zunächst durch unsere Guides zu arbeiten. Besonders möchten wir Dir unseren Geldanlage Guide>/a> in dem Zusammenhang empfehlen.

Wie verdient man mit ETFs Geld?

Du kannst mit Indexfonds auf zwei Wegen Geld verdienen.

Entweder durch Kursgewinne, das heißt Du kaufst den Indexfonds zu 100 € und verkaufst ihn teurer, zum Beispiel für 110 €.

Oder Du erwirbst einen ausschüttenden Indexfonds (Aktien- oder Rentenindexfonds), der Dir jährlich (oder unterjährig) Gelder ausschüttet.

Wie viel Geld sollte ich in ETFs anlegen?

Das hängt von Deiner persönlichen Anlagestrategie ab.

Wie Du Deine eigene Anlagestrategie entwickeln kannst, erklären wir in unserem Geldanlage Guide.

Wo werden ETFs gehandelt?

An der Börse. In der Abkürzung verbirgt sich das Wort Exchange, was auf Englisch Börse bedeutet.

Um Indexfonds zu kaufen, benötigst Du ein Depot. Als Privatanleger kannst Du nicht direkt an der Börse handeln.