9 Min. Lesezeit

P2P Kredite: So investierst du erfolgreich

Verfasst von

Reza Machdi-Ghazvini,CAIA

Finanzexperte

Das musst du wissen

  • Bei P2P Krediten leihen sich Privatpersonen gegenseitig Geld.

  • Die Anlageklasse bietet zweistellige Renditen, aber birgt dafür auch hohe Risiken, unter anderem das spezifische Plattformrisiko.

  • Es gibt eine große Auswahl von Plattformen, die kostenlos für Investor*innen sind und nur niedrige Mindestanlagebeträge verlangen.

So gehst du vor

  • Eine Investition lohnt sich, aber du solltest du dich mit den Risiken vertraut machen.

  • Mindestens 6 Prinzipien sind für eine Strategie wichtig, um erfolgreich zu investieren.

  • Verteile deinen Anlagebetrag über mehrere Plattformen: Unser Beispielportfolio bietet dir eine gute Orientierung.

P2P Kredite sind insbesondere wegen ihrer hohen Renditen beliebt.

Aber die Anlageklasse birgt auch hohe Risiken, die bei unüberlegten Investitionen schnell zu großen Verlusten führen können.

Dabei ist es leicht, mit der richtigen Strategie Verluste zu begrenzen und trotzdem attraktive Renditen zu erzielen.

Wir erklären dir, was du über P2P Kredite wissen musst und wie du erfolgreich in sie investierst.

Was sind P2P Kredite und wie funktionieren sie?

Notizblock mit den wichtigsten P2P Begriffen

Die Abkürzung P2P steht für den englischen Begriff “Peer-to-Peer“, was sich übersetzen lässt als “Privatperson zu Privatperson“. Entsprechend ist ein P2P Kredit ein Kredit, der direkt von einer Privatperson an eine andere Privatperson vergeben wird.

Bei P2P Krediten vermitteln Plattformen anstelle von Banken die Kredite.

Dass Banken außen vor bleiben, hat für alle Beteiligten Vorteile.

Die Plattformen erhalten Gebühren für die Vermittlung, die Kreditnehmer*innen profitieren von niedrigen Zinsen und weniger Bürokratie und die Kreditgeber*innen, also die Investor*innen, können attraktive Zinsen erhalten.

Die weltweit erste P2P Plattform war Zopa, die 2005 in Großbritannien gegründet wurde.

Das zeigt, dass es sich um eine junge Anlageklasse handelt, insbesondere im Vergleich zu traditionellen Anlageklassen wie Aktien.

Unterschiedliche Kreditarten

P2P Kredite werden in unterschiedlichen Kreditarten angeboten, in die du investieren kannst.

  • Konsumentenkredite: Die klassische Kreditart, die von den ersten Plattformen angeboten wurde und sich von üblichen Bankkrediten nicht wesentlich unterscheidet.

  • Payday Loans (Minikredite): Payday Loans haben vergleichsweise kurze Laufzeiten von durchschnittlich 30 Tagen und wesentlich niedrigere Darlehensbeträge. Damit sich die Kredite entsprechend überhaupt lohnen, bieten sie überdurchschnittlich hohe Zinsen.

  • Geschäftskredite: Bei dieser Kreditart leihen sich Unternehmen Geld, um mit den Darlehen ihre Geschäftstätigkeit zu finanzieren.

  • Immobilienkredite: Um Immobilienprojekte zu finanzieren, nehmen Entwicklungsgesellschaften Darlehen auf.

  • Sonstige: Zu den weiteren Kreditarten zählen etwa Agrarkredite oder auch Factoring-Kredite.

Unter den genannten Kreditarten sind die Konsumenten- und Minikredite am weitesten verbreitet.

Lohnt sich das Investieren?

Mit P2P Krediten kannst du zweistellige Renditen erzielen.

Damit bietet sich die Anlageklasse als Alternative zu klassischen Bankprodukten wie Tagesgelder oder auch Sparbücher an, die weiterhin kaum oder keine Zinsen bieten.

Aber auch im Vergleich mit riskanten Anlageklassen wie Aktien, die historisch eine Durchschnittsrendite zwischen 5 % - 7 % jährlich erzielt haben, kann die Rendite mithalten.

Zusammengefasst kommen wir zu dem Ergebnis, dass P2P Kredite eine interessante Alternative bzw. Ergänzung für Investor*innen sind, aber die Risiken sollten nicht unterschätzt werden.

Wie kannst du in P2P Kredite investieren?

In Europa gibt es mittlerweile mehr als hundert P2P Plattformen, auf denen du investieren kannst.

Die Plattformen haben alle die gleichen Voraussetzungen: Du musst mindestens 18 Jahre sein, dich mit einem gültigen Ausweis identifizieren können und deinen ständigen Wohnsitz in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum haben (mit Ausnahmen).

Für dich als Investor*in ist die Nutzung der meisten Plattformen kostenlos und du musst im Durchschnitt nur einen Mindestanlagebetrag von 10 € pro Kredit investieren.

Auch bieten standardmäßig fast alle Plattformen einen Auto Invest an, mit dem du automatisch investieren kannst.

Infografik: wie funktionieren P2P Plattformen / Martkplätze zwischen Investor*innen und Kreditnehmer*innen

Bezüglich der Plattformen ist es wichtig, dass du den Unterschied zwischen klassischen Plattformen und Marktplätzen verstehst.

Bei klassischen Plattformen werden die P2P Kredite direkt zwischen Investor*innen und Kreditnehmer*innen vermittelt.

In der Praxis bedeutet das, dass nachdem ein Kredit von der Plattform genehmigt wurde, dieser mit einem Finanzierungsziel angeboten wird, das erst erreicht werden muss, bevor du investieren kannst.

Auf Marktplätzen hingegen erfolgt die Kreditvermittlung zwischen Investor*innen und Darlehensanbahnern, bei denen es sich um Kreditunternehmen handelt. Marktplätze vermitteln die Kredite also nicht selbst.

Marktplätze bieten gegenüber klassischen Plattformen zwei wesentliche Vorteile:

  1. Erstens sind die Kredite von den Darlehensanbahnern vorfinanziert, weshalb direkt investiert werden kann.

  2. Und zweitens werden die Kredite mehrheitlich mit einer Buyback Guarantee (Rückkaufgarantie) angeboten, mit der sich die Darlehensanbahner dazu verpflichten, verzögerte Kredite zurückzukaufen.

Buyback Guarantee

Auf den meisten Marktplätzen werden verzögerte Kredite mit einer Buyback Guarantee frühstens nach 60 Tagen von den Darlehensanbahnern zurückgekauft und Investor*innen erhalten als Entschädigung ihr Geld zurück inklusive der entgangenen Zinsen.

Wichtig ist, dass du verstehst, dass es sich bei einer Buyback Guarantee nur um ein Versprechen der Darlehensanbahner handelt und nicht um eine echte Garantie, auf die du dich verlassen kannst.

Der Wert der Buyback Guarantee hängt im Wesentlichen von der Kreditwürdigkeit von dem jeweiligen Darlehensanbahner ab.

Gerät ein Darlehensanbahner beispielsweise selbst in finanzielle Schwierigkeiten, wird er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage sein, verzögerte Kredit mit einer Buyback Guarantee zurückzukaufen.

Deswegen sind manche Marktplätze dazu übergegangen, sie als Buyback Obligation (Rückkaufverpflichtung) zu bezeichnen, was unserer Meinung nach eine wesentliche bessere Bezeichnung ist.

Die Risiken beim Investieren in P2P Kredite

Infografik: die 4 Hauptrisiken von P2P Krediten

Es ist wichtig, dass du die 4 Hauptrisiken kennst und verstehst, denn dieses Verständnis ist entscheidend, um eine erfolgversprechende Strategie zu entwickeln.

Risiko #1: Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko steht dafür, dass ein*e Kreditnehmer*in seine*ihre Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.

Kann im Anschluss keine Lösung gefunden werden, beispielsweise durch eine Verlängerung der Rückzahlungsdauer oder eine zeitweilige Stundung, fällt der Kredit endgültig aus.

Für dich bedeutet das, dass du dein Geld, das du in diesen Kredit investiert hattest, ganz oder partiell verlierst.

Risiko #2: Plattformrisiko

Das Plattformrisiko (oder auch Betrugsrisiko) ist ein sehr spezifisches Risiko von der Anlageklasse.

Ein vergleichbares Risiko gibt es bei klassischen Wertpapieren, etwa bei Aktien oder Renten, nicht.

Das Plattformrisiko beschreibt das Risiko, dass du einen Totalverlust erleiden kannst, sollte eine Plattform insolvent werden, auf der du in investiert bist.

Dass es sich hierbei nicht nur um eine theoretische Annahme handelt, hat der Grupeer Scam im Jahr 2020 gezeigt, bei dem viele Investor*innen von einer plötzlichen Insolvenz überrascht wurden.

Das Plattformrisiko kann dich insbesondere bei neuen Plattformen treffen.

Hohe zweistellige Zinsen zwischen 15 - 20 % sind oft ein erster guter Grund, um misstrauisch zu werden, da Schneeballsysteme immer gleich ablaufen.

Es wird so lange mit hohen Zinsen gelockt, bis das System auffällt.

Wenn du dich primär auf Plattformen konzentrierst,

  • die länger als 3 Jahre am Markt sind,

  • die Kredite im Wert von mehr als 100 Mio. € finanziert haben und

  • im besten Fall von einer Finanzmarktaufsicht überwacht werden,

kannst du das Plattformrisiko in einem großen Ausmaß begrenzen.

Risiko #3: Kontrahentenrisiko

Das Kontrahentenrisiko ist nur bei Marktplätzen relevant, die mit Darlehensanbahnern zusammenarbeiten.

Es beschreibt das Risiko, dass ein Darlehensanbahner insolvent wird, was einen negativen Einfluss auf die ausstehenden Kredite von diesem Darlehensanbahner hat.

Sollte ein Darlehensanbahner ausfallen, in dessen P2P Kredite du investiert bist, musst du mit verzögerten Zahlungen und mit Kreditausfällen rechnen.

Risiko #4: Fremdwährungsrisiko

Solltest du vorhaben, in Kredite zu investieren, die auf andere Währungen laufen, musst du dir über das Fremdwährungsrisiko bewusst sein.

Fremdwährungen können mitunter sehr stark auf- oder abwerten, was den Wert deiner Investitionen stark beeinträchtigen kann.

1. Schritt: Strategie festlegen

Um erfolgreich zu investieren, musst du eine Strategie umsetzen, mit der du proaktiv die bekannten Risiken reduzierst.

Das Ziel der Strategie ist es, attraktive Renditen zu erzielen und gleichzeitig die Verluste aus Ausfällen von Krediten, Plattformen und auch Darlehensanbahnern zu begrenzen.

Die bewährte Strategie dafür nennt sich Diversifikation (Streuung), bei der ein Anlagebetrag mit unterschiedlichen Beträgen über unterschiedliche Kapitalanlagen, die sich nach Rendite, Risiko und Laufzeiten unterscheiden, aufgeteilt wird.

In Bezug auf P2P Kredite bedeutet das, dass du dein Geld über unterschiedliche Kredite, Plattformen und auch Darlehensanbahner verteilst.

Außerdem ergibt es Sinn, wenn du dich auf Kredite mit durchschnittlichen Ratings und Laufzeiten konzentrierst, sowie es die Banken seit Jahrzehnten machen.

Denn diese Kredite bieten höhere Durchschnittszinsen bei Kreditausfällen in einem kalkulierbaren Rahmen.

6 Prinzipien

Infografik: 6 Prinzipien für einen erfolgreiche P2P Kredite Strategie

Insgesamt lassen sich 6 Prinzipien definieren, die eine Strategie mindestens beinhalten sollte, damit eine ausreichende Diversifikation des Anlagebetrags erreicht wird.

  1. Kleinen Anteil vom Vermögen: P2P Kredite sind eine riskante Anlageklasse, weshalb du nur 5 % bis 10 % deines gesamten Vermögens investieren solltest.

  2. Verschiedene Plattformen: Da Plattformen insolvent werden können, solltest du deinen Anlagebetrag über mehrere Plattformen gleichmäßig verteilen.

  3. Verschiedene Kredite: Verteile deine Investitionen über Kredite, die sich nach Zins, Rating, Herkunft, Währung und Laufzeit unterscheiden.

  4. Verschiedene Darlehensanbahner: Auf Marktplätzen solltest du deine Investitionen über mehrere Darlehensanbahner verteilen. Das ist besonders relevant für Marktplätze, auf denen konzernfremde Darlehensanbahner Kredite anbieten. In keinem Fall solltest du dich auf die Buyback Guarantee (Obligation) verlassen.

  5. Vorsicht bei hohen Zinsen: Hohe Zinsen gehen mit hohen Risiken einher. Insbesondere hohe Zinsen ab 20 % sind unrealistisch und versprechen hauptsächlich Ärger.

  6. Fremdwährungen begrenzen: Kredite in Fremdwährungen bieten signifikant höhere Zinsen, teilweise bis zu 30 %, aber bei sehr hohen Risiken. Der maximale Anteil von deinen Investitionen sollte 5 % - 10 % nicht überschreiten.

Und natürlich kannst du diese Prinzipien nach deinen Bedürfnissen anpassen und erweitern.

2. Schritt: Anlagebetrag aufteilen & automatisch investieren

Nachdem du deine Strategie definiert hast, musst du deinen Anlagebetrag auf verschiedene Plattformen aufteilen.

Falls du dich mit den unterschiedlichen Plattformen noch nicht gut auskennst, bietet dir unser P2P Plattformen Vergleich einen guten Überblick, welche Plattformen besonders empfehlenswert sind.

Grundsätzlich solltest du deinen Anlagebetrag immer auf mindestens 5 Plattformen gleichmäßig verteilen, um das Risiko, das von einzelnen Plattformen ausgeht, zu begrenzen.

Um auf den Plattformen in unterschiedliche Kredite zu investieren, solltest du die automatische Anlagefunktion nutzen, denn es wäre dauerhaft nicht durchhaltbar, hunderte Kredite manuell auszusuchen.

In diesem Zusammenhang wäre es ebenfalls eine gute Idee, wenn du versuchst den Anteil von bestimmten P2P Krediten auf 20 % vom gesamten Anlagebetrag zu begrenzen. Zum Beispiel, dass nur 20 % des Anlagebetrags in Kredite aus einem Land investiert werden.

Du könntest daher auf bestimmten Plattformen nur gezielt in die Kredite aus bestimmten Ländern investieren, während du diese Länder auf anderen Plattformen bewusst ausschließt.

Beispielportfolio: 5.000 € investieren

Grafik: Tortendiagramm mit der Aufteilung von 5.000 € in P2P Kredite

Zusätzlich zeigen wir dir mit einem Beispielportfolio, wie du 5.000 € investieren kannst, um dir den Start so einfach wie möglich zu machen.

Das Beispiel gilt im Übrigen auch als gute Orientierung für kleinere und größere Beträge.

Plattform

Anlagesumme

Anlage pro Kredit

Kredite

Ø-Rendite p.a.

Ertrag pro Jahr

Twino

1.000 €

10 €

100

9 %

90 €

Mintos

1.000 €

10 €

100

9 %

90 €

viainvest

1.000 €

10 €

100

11 %

110 €

Neo Finance

1.000 €

10 €

100

10 % 

100 €

iuvo

1.000 €

10 €

100

9 %

90 €

Gesamt

5.000 €

 

500

 

470,00 €

Rendite vor Steuern

9,4 % p.a.

Rendite nach Abzug von Steuern (25 % Abgeltungssteuer zzgl. 5,5 % Soli.)

6,9 % p.a.

3. Schritt: Kontrollieren & anpassen

Zwar schwanken die Preise von P2P Krediten nicht täglich, wie das beispielsweise bei Aktien oder anderen Wertpapieren der Fall ist, trotzdem solltest du deine Investitionen regelmäßig kontrollieren.

Gerade zu Beginn, wenn du dich neu auf einer Plattform registriert hast, kommt es öfter vor, dass du die Einstellungen bei der automatischen Anlagefunktion anpassen musst.

Unabhängig davon kommt es auch immer mal wieder vor, dass auf manchen Plattformen keine Kredite verfügbar sind. Wenn das nur über ein paar Tage anhält, musst du nicht handeln.

Sollte das aber über Wochen anhalten und gleichzeitig sinkt das Zinsniveau stark, ist es eventuell ratsam, wenn du deinen Anlagebetrag abziehst und woanders anlegst.

Außerdem ist es wichtig, dass du einmal jährlich die Beträge, die du auf den einzelnen Plattformen investiert hast, angleichst.

Dieser Vorgang wird auch als Rebalancing bezeichnet und damit soll vermieden werden, dass von einer oder mehreren Plattformen ein größeres Risiko ausgeht, also genau das, was wir mit unserer Strategie vermeiden möchten.

Abschließende Hinweise für Anfänger*innen

Wenn du gerade erst mit dem Investieren anfängst, solltest du dir am Anfang etwas Zeit nehmen.

Wenn wir bei unserem Beispiel bleiben und annehmen, dass du 5.000 € investierst, so könntest du anfangs mit einer Plattform starten, auf der du 1.000 € investierst. Nachdem du deine ersten Erfahrungen gemacht hast, baust du dein Portfolio weiter aus.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass du dich nicht von hohen Zinsen verleiten lässt, weniger streng deiner Strategie zu folgen.

Du musst dir immer im Klaren sein, dass höhere Zinsen auch zwangsläufig zu höheren Risiken führen.

Wir haben schon oft bei Anfänger*innen beobachtet, dass die gesetzte Strategie nur noch halbherzig verfolgt wurde, um unüberlegt in die Kredite mit den höchsten Zinsen zu investieren.

Das kann eine Zeitlang gut gehen, ähnlich wie bei Aktien, aber endet so gut wie immer mit größeren Verlusten und einem Rückzug aus der Anlageklasse.

Du erkennst ehemalige Investor*innen, die so agiert haben, an ihren Kommentaren auf den gängigen Bewertungsplattformen, wenn sie die P2P Plattform dafür verantwortlich machen, dass sie wegen der Insolvenz eines Darlehensanbahners viel Geld verloren haben.

Damit dir dieser Fehler nicht passiert, solltest du diszipliniert bleiben und deine Strategie konsequent verfolgen.

Expertenfazit

Wie du siehst, ist es vergleichsweise einfach, erfolgreich in P2P Kredite zu investieren.

Als Nächstes solltest du dich mit den besten Plattformen vertraut machen und dich darüber informieren, wie du deine Zinserträge versteuern musst.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es eine Einlagensicherung?

Die europäische Einlagensicherung verpflichtet europäische Banken dazu, die Einlagen ihrer Kunden mit 100.000 € pro Kunde abzusichern.

Da es sich bei Peer-to-Peer Plattformen nicht um Banken handelt, besteht diese Verpflichtung nicht.

Das bedeutet für dich, dass du alleine die Verantwortung für deine Investitionen trägst.

Wie werden Plattformen reguliert?

In den USA werden P2P Plattformen seit 2008 von der SEC seit überwacht.

Während in der EU die Plattformen in ihren jeweiligen Ländern von den nationalen Institutionen oder Aufsichtsbehörden überwacht werden. In Deutschland ist das unter anderem die BaFin.

Um die Regulierung in Europa zu vereinheitlichen, wurde im Oktober 2020 das European Crowdfunding Service Provider Regime verabschiedet.

Wie werden die Zinserträge besteuert?

Die Gewinne unterliegen als Zinseinkünfte der Abgeltungssteuer.

Aber anders als bei Wertpapieren erheben die Plattformen nicht direkt die Abgeltungssteuer für dich, sondern du musst deine Einkünfte bei deiner jährlichen Steuerbescheinigung angeben.

Wie du deine Zinserträge einfach versteuern kannst, erklären wir in einem separaten Beitrag.

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Ursprünglich veröffentlicht am 28 März 2022, zuletzt aktualisiert am 23 Juni 2022