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Die 7 Kryptowährungen, die du kennen musst

Verfasst von

Reza Machdi-Ghazvini,CAIA

Finanzexperte

Klaudia Lake

Freelance Editor

7 Kryptowährungen, die du kennen musst

Neben Gold und Aktien investieren immer mehr Menschen in Kryptowährungen. Für viele ist diese Welt der digitalen Anlagen jedoch weit weg. Den meisten ist der Bitcoin ein Begriff, doch da hört oft schon das Wissen auf. Und das, obwohl es mittlerweile mehr als 10.000 verschiedene Coins und Tokens gibt.

Bei so vielen kann man schnell den Überblick verlieren. Doch einschüchtern lassen sollte man sich nicht. Denn alle zu kennen, ist nicht nötig. Viele Währungen sind kurzlebig und verschwinden so schnell, wie sie aufgetaucht sind. Andere halten sich, steigen seit Jahren im Kurs und haben teils einen Nutzen in der analogen Welt. Wir zeigen dir die Kryptowährungen, die du anfangs kennen solltest, wenn du in diesem Markt anlegen willst.

Bitcoin (BTC)

Bitcoin

Alles fing 2008 mit dem Bitcoin an. Wer die digitale Währung ins Leben rief? Das weiß auch dreizehn Jahre später noch keiner. Der unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannte Erfinder ist bis heute anonym. Doch seine Leistungen durchaus bekannt: Die Blockchain-Technologie und damit die Möglichkeit, digital und verschlüsselt zu bezahlen.

Zunächst als Bezahlmethode im Darknet hat sich der Bitcoin mittlerweile zum Must-Have der meisten Krypto-Anleger entwickelt. Selbst Unternehmen wie Tesla halten mittlerweile Bitcoins.

Was Bitcoin von vielen Kryptowährungen unterscheidet? Die digitale Geldanlage ist deflationär, was bedeutet, dass es eine endliche Menge Bitcoins gibt, um genau zu sein: 21 Millionen, von denen mittlerweile schon mehr als 19 Millionen im Umlauf sind. Sind alle verteilt, können keine mehr nachgemacht werden, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Preis bei gleichbleibender Nachfrage mindestens stabilisiert, wenn nicht in die Höhe treibt.

Ethereum (ETH)

Ethereum

Ethereum verwendet die Kryptowährung Ether (ETH). Mit dieser können Transaktionsgebühren bezahlt werden. Anders als beim Bitcoin sind die Ethereum-Gründer bekannt. Der in den Medien präsenteste ist ein 27-jähriger russisch-kanadischer Softwareentwickler: Vitalik Buterin.

Dieser schrieb schon im Jahr 2013 das Whitepaper, in dem der Nutzen von Ethereum erklärt ist: Die Erstellung neuer Kryptowährungen, die sich eine einzige Blockchain teilen. Ethereum ist kurz gesagt ein Netzwerk, auf dem Programmierer ihre Währungen laufen lassen können. Auch der Stable Coin Tether, zu dem wir gleich kommen, läuft auf dem Ethereum-Netzwerk.

Seit 2015 ist es sowohl möglich, Währungen auf Ethereum zu programmieren als auch ETH zu handeln. Basierend auf der Marktkapitalisierung ist Ethereum die derzeit zweitgrößte Krypto-Währung. Im Gegensatz zu Bitcoin ist Ethereum bisher inflatiönär. Es gibt also theoretisch unendlich Ethereum. Jedoch plant das Team hinter der Kryptowährung, dies in der Zukunft zu ändern, was auch den Kurs von Ethereum positiv beeinflussen könnte.

Dogecoin (DOGE)

Dogecoin

Die derzeit sechstgrößte Kryptowährung ist ein Hund, der wiederum ein bekanntes Internet-Meme ist: Doge. Das Logo ist ein Shiba Inu, eine japanische Hunderasse. Was als Witz in Memes anfing – selbst für die Gründer – wurde innerhalb der vergangenen Jahre zu einer spannenden Investitionsmöglichkeit für diejenigen, die ein gewisses Risiko eingehen wollen.

2013 von einem US-Amerikaner und einem Australier – eher als Witz und Satire – gegründet, kletterte Dogecoin langsam in die "Top Zehn" der am meisten gehandelten Währungen. „Schuld“ daran ist allen voran der Tesla-Mitgründer Elon Musk, der seit geraumer Zeit über Dogecoin tweetet. Dogecoin hat außerdem einen Nutzen. Die Meme-Währung fungiert als Trinkgeld auf Reddit und Twitter: die Community belohnt mit Doge-Spenden Inhalte, die sie gut findet.

Binance Coin (BNB)

Binance Coin

Die Währung Binance Coin (kurz: BNB) gehört zur Kryptowährungsbörse Binance. Sowohl die Handelsplattform als auch die zugehörige Währung gibt es seit 2017. Außerdem wird sie als Tauschwährung in dezentralisierten Exchanges wie PancakeSwap und SushiSwap genutzt, um dort kleine, höchst volatile Währungen zu handeln.

Was den Coin besonders macht sind die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten. Diejenigen, die BNB halten, sparen bei der Nutzung von Binance. Außerdem ist BNB die Währung, die nötig ist, um auf der Binance Smart Chain zu handeln, weil dort nur andere Währungen von und zu BNB getauscht werden können.

Cardano (ADA)

Cardano

Auch Cardano wurde 2017 gegründet. Bei dem Open-Souce-Projekt haben diejenigen, die diese Währung halten, das Recht über vorgeschlagene Software-Änderungen abzustimmen. Laut eigenen Angaben möchte die Plattform „Changemakers, Innovatoren und Visionäre“ bei der Umsetzung globaler Projekte zu unterstützen.

Ethereum-Co-Founder Charles Hoskinson war bei der Entwicklung von Cardano beteilgt. Der Tech-Unternehmer ist auch Mathematiker und hatte sich bei der Entwicklung das Ziel gesetzt, die bekannten Schwierigkeiten der Blockchain zu erforschen und im nächsten Schritt zu optimieren. Die Währung ADA ist auf 45 Millionen Coins gedeckelt, von denen bereits mehr als 31 Millionen im Umlauf sind. Obwohl es die Währung schon seit rund sechs Jahren gibt, hat sie bisher noch kein fertiges Produkt.

Solana (SOL)

Solana

Das jüngste Projekt auf unserer Liste ist die Solana Foundation mit Hauptsitz in Genf und der dem Projekt zugehörige Coin SOL. Das im 2017 gestartete Projekt brachte erst im Jahr 2020 eine Währung in den digitalen Markt. Solana-Mitbegründer Anatoly Yakoveko war an der Entwicklung der Smart-Workspace-Plattform Dropbox beteiligt, bevor er seine Kapazitäten Solana widmete.

Ähnlich wie bei Cardano, hängen auch am Solana-Netzwerk weitere Währungen und Projekte. Wie Ethereum, versucht auch Solana eine Plattform zu kreieren, auf der digitale Applikationen aufgebaut – also programmiert – werden können. Im Gegensatz zu Ethereum sind jedoch bei Solana sowohl die Transaktionsgebühren niedriger als auch die Zeit, die für die Vollendung einer Transaktion benötigt wird, geringer. Solana ist durch innovative Technologien und durch die vergleichsweise schnelle Ausführbarkeit von Transaktionen sowohl für private Händler als auch für Unternehmen interessant

Tether (USDT)

Tether

Schon im Namen dieser digitalen Währung spiegelt sich ihr nutzen wider: Das englische Wort „tethered“ bedeutet auf Deutsch „angebunden sein“. Tether ist an den Wert des US-Dollars gekoppelt. Somit unterliegt diese Währung nicht den üblichen Schwankungen des volatilen Kryptomarkts. Solltest du Sorgen haben, dass die Kryptowährung, in die du zuvor investiert hast, nicht mehr steigt, lohnt es sich, diese in Tether umzutauschen. Nach Ethereum und Bitcoin ist Tether auf Platz Drei der am meisten gehandelten Währungen. Diese sogenannte Stablecoin (stabile Währung) wird seit 2014 gehandelt.

Außerdem können Halter dieser Währung ihre Anlage auf entsprechenden Plattformen verleihen, wodurch sie Rendite einheimsen können. Weitere Stablecoins mit ähnlichem Nutzen wie Tether sind USD Coin (USDC) und Dai (DAI).

Fazit

Klar ist es bei so vielen Kryptowährungen nicht möglich, alle in einem Artikel unterzubringen. Doch die hier aufgeführten Projekte und Coins zeigen Einsteigern zunächst einmal, wie divers die Krypto-Welt ist. Wie bei Aktien gilt jedoch auch bei Kryptowährungen die Devise:

Erst selbst informieren, dann investieren.

Den ersten Schritt hast du jetzt getan. Nun liegt es an dir, dich weiter in digitale Anlagemöglichkeiten einzufuchsen.

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Zuletzt aktualisiert am 23 Juni 2022