Sichere Geldanlagen

Zuletzt aktualisiert am 07 Februar 2021 von Reza

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Sichere Geldanlagen

Anleger, die ihr Kapital erhalten wollen, möchten dafür in Geldanlagen investieren, die als besonders sicher gelten.

Um Dein Kapital erhalten zu können, musst Du wenigstens eine Rendite erzielen, die der durchschnittlichen Inflationsrate entspricht.

In der Eurozone verfolgt die Europäische Zentralbank ein Inflationsziel von 2%.

Du musst also in Geldanlagen investieren, die Dir wenigstens eine Rendite von 2% bringen und gleichzeitig risikoarm sind.

Sichere Geldanlagen sollten folgende Kriterien erfüllen.

  • Konstante und kalkulierbare Renditen
  • Geringe oder gar keine Kursschwankungen
  • Kein Fremdwährungsrisiko
  • Niedriges Ausfallrisiko des Anbieters bzw. Emittenten (bei Anleihen)

Bei Geldanlagen stehen Risiko und Rendite in einem Spannungsverhältnis miteinander.

Je weniger Risiko Du eingehst, desto niedriger ist Deine zu erwartende Rendite.

Sichere Geldanlagen bieten Dir daher grundsätzlich weniger Zinsen und Renditen im Vergleich zu riskanten Geldanlagen.

Als besonders sicher gelten folgende Geldanlagen.

  • Sparbuch
  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Sparbrief

Wie Du siehst, handelt es sich bei diesen Geldanlagen vor allem um festverzinsliche Geldanlagen.

Das macht auch Sinn, denn bei diesen Anlageformen kannst Du sehr gut abschätzen mit wie viel Rendite Du rechnen kannst.

Auch mit Kursschwankungen ist bei diesen Anlagen nicht zu rechnen.

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld (Stand November 2020) müssen wir einschränkend erwähnen, dass Du bei allen genannten Geldanlagen kaum noch mit Zinsen rechnen kannst.

Damit kann eine wesentliche Anforderung, um Dein Kapital zu erhalten nicht erfüllt werden. Um langfristig Dein Kapital zu erhalten, brauchst Du wenigstens eine Rendite von 2%.

Sichere Geldanlagen mit hohen Zinsen

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld suchen viele Anleger nach sicheren Geldanlagen, die ihnen hohe Zinsen versprechen.

Dabei ist der Kreativität von einigen Anbietern keine Grenzen gesetzt.

Wasserkraftwerke in der Türkei, Farmland in Südafrika und Offshore Windräder werden als krisensicher angeboten.

Und genau jetzt wird es richtig gefährlich.

Diese angebotenen Projekte sind nichts anderes als private Beteiligungen. Dabei werden oft hohe Renditen nach Kosten von 6% bis 8% versprochen.

Die gängigen Werbeversprechen lauten dann wie folgt: “Einem Wasserkraftwerk ist es egal, ob die Aktienmärkte steigen oder nicht, es wird weiter Strom produzieren”.

Das stimmt nicht und  einem Wasserkraftwerk ist es nicht egal, wie sich die Preise am Strommarkt entwickeln und wie sich Fremdwährungskurse entwickeln.

Daher möchten wir Dich ganz eindringlich an dieser Stelle warnen.

Höhere Zinsen (und damit Renditen) gehen immer einher mit höheren Risiken.

Privaten Beteiligungen sind unternehmerische Beteiligung.

Damit sind alle Risiken und Pflichten verbunden, die mit so einer Beteiligung einhergehen.

Gold oder Silber als sichere Geldanlage

Gold oder Silber als sichere Geldanlage

Edelmetalle wie Gold oder Silber gelten unter vielen Anlegern, insbesondere unter Anfängern bei der Geldanlage als sichere Geldanlagen.

Gold zum Beispiel kennt jeder von seinen Großeltern. Es fühlt sich für viele Menschen sicher an.

Gerade in absoluten Krisenzeiten gewinnt Gold an Wert hinzu.

Das hat sich zum Beispiel in der Finanzkrise 2008 und in der Coronakrise 2020 gezeigt.

Edelmetalle wie Gold haben aber auch einen gravierenden Nachteil, denn sie bieten keinen Zins oder keine Dividenden.

Des Weiteren gehören Edelmetalle zu der Anlageklasse der Rohstoffe. Die Anlageklasse Rohstoffe gehört zu den riskanteste Anlageklassen. Die Kurse von Rohstoffen können zeitweise sehr stark schwanken.

Wie stark die Kurse schwanken können, zeigt die Periode nach der europäischen Schuldenkrise im Jahr 2012.

Wer panikartig während der Krise Gold gekauft hat, musste danach erfahren, weshalb Rohstoffe als so riskantete Anlageklasse gelten.

Nach dem sich nämlich die Situation etwas beruhigte, fiel der Goldpreis um bis zu 40% innerhalb von einigen Monate.

Grob lässt sich sagen, dass es danach ca. 8 Jahre dauerte, bis der Goldpreis wieder auf dem selben Niveau handelte wie im Jahr 2012.

Wer also im Jahr 2012 Gold kaufte, musste ca. 8 Jahre warten, bis er wenigstens seine Verluste wieder aufholte

Wenn Du also überlegst in Edelmetalle zu investieren, solltest Du das aus strategischen Gründen tun und nicht panikartig in Krisen kaufen.Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Du zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt kaufst.

Vorschlag für hohe Renditen bei sicheren Geldanlagen

Wenn Du mit den bereits vorgestellten Anlageformen nichts anfangen kannst, stellt sich die Frage, welche Alternativen sich anbieten, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Geringe bis gar keine Kursschwankungen
  • Verlässliche Renditen
  • Geringes Ausfallrisiko

Glücklicherweise gibt es hier Alternativen.

Du wirst aber in Kauf nehmen müssen, dass Du dafür etwas riskanter Anlegen musst.

Derzeit werden vor allem zwei Anlageklassen als Ersatz für die traditionellen sicheren Geldanlagen gesehen.

Aktien als sichere Geldanlage

Für viele Menschen, die Sicherheit schätzen und die mit Ungewissheit wenig anfangen können, zieht sich der Magen zusammen, wenn sie nur das Wort “Aktien” hören.

Viele Menschen kommen mit Aktien zum ersten mal in Berührung durch Hollywood Filme.

Die Filme laufen eigentlich immer gleich ab. Irgendein skrupelloser Aktienhändler verdient Millionen.

Tatsächlich gab es auch bei Aktien eine “wilde” Zeit. Diese Zeit ist allerdings schon sehr lange her und die damaligen Praktiken würden heutzutage als illegal gelten.

Es ist daher wichtig, dass Du verstehst, dass Du Aktien als mittel- bis langfristige Anlageklasse sehen musst. Es gibt keine schnellen und nachhaltigen Gewinne bei Aktien.

Aktien sind letztendlich nur eine verbriefte Beteiligung an Unternehmen.

Es gibt Aktiengesellschaften mit riskanten und weniger riskanten Geschäftsmodellen.

Als besonders defensive Aktien gelten dabei Aktien von Unternehmen, die einen sehr hohen Anteil ihrer Gewinne als Dividenden ausschütten. 

Das sind zum Beispiel Versorger oder Unternehmen, die Grundnahrungsmittel für Verbraucher anbieten.

Die Idee dahinter ist einleuchtend. Denn selbst in einer Krise werden die Menschen weiter Strom und Essen benötigen.

Aktien können sich also als Ersatz für sichere Geldanlagen eignen. Vorausgesetzt, Du investierst in die richtigen Aktien. 

Mittlerweile gibt es zahlreiche Aktienfonds und Exchange Traded Fonds, die gezielt in defensive Aktien investieren.

Dabei gibt es auch Fonds, die ausschütten oder die Gewinne einbehalten (thesaurierend). In diesem Zusammenhang gibt es sogar Fonds, die quartalsweise Dividenden ausschütten.

Wenn Du also bereit bist etwas mehr Kursschwankungen in Kauf zu nehmen und Dein Geld für 3 bis 5 Jahre anlegen kannst, können defensive Aktien eine Alternative für Dich sein.

Eventuell macht es auch Sinn nur einen Teil der Gelder, die Du sehr sicher anlegen möchtest, in defensive Aktien anzulegen.

So kannst Du zum Beispiel 70%-80% in festverzinslichen Geldanlagen belassen und den Rest in defensive Aktien investieren.

P2P Kredite als Tagesgeldersatz?

P2P Kredite werden immer mehr Menschen bekannt. Dabei leihen sich Privatpersonen über P2P Plattform gegenseitig Geld.

Im Grunde entspricht das Risiko bei einem P2P Kredit dann dem eines Ratenkredites.

Nur dass in diesem Fall keine Bank das Risiko trägt, sondern verschiedene Privatanleger.

Je nach Plattform und Darlehensart liegen die Kreditzinsen zwischen 4% und teilweise 15%.

Anhand dieser möglichen Zinsen sollte Dir bereits sofort klar sein, dass P2P Kredite kein Tagesgeldersatz sein können.

Bei Tagesgeldern leihst Du Banken Geld. Dieses Geld wird durch eine Einlagensicherung bis zu 100.000 € geschützt.

Auf P2P Plattformen leihst Du Privatpersonen Geld.

Es gibt keine Einlagensicherung.

Hinzukommen weitere Risiken, die von der jeweiligen Plattform ausgehen.

P2P Kredite sind daher auf gar keinen Fall als sichere Geldanlage zu sehen.

Eine sehr kleine Beimischung zu Deinen anderen Geldanlagen kann Sinn machen.

Du musst aber bei diesem Betrag von einem Totalverlust ausgehen.