Mittelfristige Geldanlagen

Zuletzt aktualisiert am 07 Februar 2021 von Reza

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Mittelfristige Geldanlagen

Wenn Du Dein Geld nicht kurzfristig brauchst und Dich aber auch nicht zu lange binden möchtest, solltest Du in mittelfristige Geldanlagen investieren.

Auch für so einen Anlagezeitraum lassen sich geeignete Geldanlagen finden, mit denen Du attraktive Renditen erzielen kannst, ohne zu lange auf Dein Geld verzichten zu müssen.

Viele kurzfristigen Geldanlagen lassen sich durch eine Laufzeitverlängerung zu mittelfristigen Geldanlagen machen.

Bei einem Festgeld wählst Du zum Beispiel statt einer Laufzeit von 1 Jahr eine Laufzeit von 3 Jahren.

Andere kurzfristige Geldanlagen wiederum würden wir Dir nicht empfehlen.

Weißt Du zum Beispiel, dass Du einen bestimmten Betrag Deines Vermögens erst in 3 bis 5 Jahren brauchst, so solltest Du das Geld lieber als Festgeld anlegen, als es auf einem Tagesgeldkonto unverzinst liegen zu lassen.

Im Zusammenhang mit Anlageklassen, die riskanter als Bankprodukte, ist es wichtig, dass Du keine zu hohen Risiken eingehst.

So kommen zwar grundsätzlich Aktien in Frage, entscheidest Du Dich aber für besonders riskante Aktien können Dich kurzzeitige Preisschwankungen am Aktienmarkt treffen.

Du bist dann gezwungen zu sehr niedrigen Kursen zu verkaufen, da Du das Geld benötigst.

Was sind mittelfristige Geldanlagen?

Als mittelfristige Geldanlagen würden wir Investitionen mit einer Laufzeit von 3 bis 5 Jahren bezeichnen.

Die besten mittelfristigen Geldanlagen

Wie eingangs erwähnt, fallen die mittelfristigen Geldanlagen zwischen die kurzfristigen und langfristigen Geldanlagen.

Daher wird es Dich nicht überraschen, dass es eine Schnittmenge zwischen den unterschiedlichen Geldanlagen gibt.

Festgeld

Bei einem Festgeld leihst Du einer Bank für einen vereinbarten Zeitraum Dein Geld. Dabei gilt, je länger Du bereit bist Dein Geld zu verleihen, desto höher sind die Zinsen.

Festgelder beginnen ab 1 Monat Laufzeit. Möchtest Du also mittelfristig Dein Geld anlegen, solltest Du eine Laufzeit von 3 bis 5 Jahren wählen.

Sparbriefe

Sparbriefe sind Festgeldern sehr ähnlich.

Mit dem Hauptunterschied, dass Sparbriefe erst ab 1 Jahr angeboten werden.

Entsprechend machen Sparbriefe mit einer Laufzeit von 3 bis 5 Jahren Sinn für Dich.

Bei Sparbriefen gibt es noch 1-2 weitere Unterschiede, die Du beachten solltest.

Während Festgelder sich zum Beispiel automatisch verlängern, wenn Du nicht kündigst, so wird ein Sparbrief einfach fällig.

Ebenfalls hast Du bei Sparbriefen oft eine Zinsoption, Du kannst Dich entscheiden, ob die Zinsen ausgeschüttet oder angesammelt werden sollen.

Anleihen (Renten) mit Laufzeiten zwischen 3 und 5 Jahren

Auch in Anleihen kannst Du investieren, vorausgesetzt deren jeweilige Laufzeit deckt sich mit Deinem Anlagehorizont.

Des Weiteren solltest Du Dich eher auf Anleihen konzentrieren, die eine hohe Kreditwürdigkeit (Rating) haben. Das sind Anleihen mit einem Rating von mindestens BBB- (S&P) oder Baa3 (Moody’s).

Damit reduzierst Du Dein Risiko erheblich, dass einzelne Anleihen ausfallen.

Anleihen erfordern ein spezifisches Fachwissen, weshalb wir Dir eher zu Rentenfonds oder Renten-ETFs raten würden.

Defensive Aktien oder Aktienfonds

Aktien gehören zu den riskanten Anlageklassen, denn die Kurse können kurzfristig stark schwanken. Das gilt für einzelne Aktien und für Aktienfonds.

Aktien lassen sich aber weiter unterteilen in defensiven und offensiven Aktien.

Konsequenterweise schwanken defensive Aktien weniger. 

Für mittelfristige Geldanlagen solltest Du daher eher in Aktien und Aktienfonds investieren, die sich auf defensive Aktien konzentrieren.

Es gibt auch einige defensive Aktien-ETFs zur Verfügung mit denen Du in defensive Aktien investieren kannst.

Offene Immobilienfonds

Diese Fonds zählen zu den offenen Fonds. Bei offenen Fonds handelt es sich um Investmentfonds, die laufend Ein- und Auszahlungen akzeptieren.

Ein offener Immobilienfonds wiederum investiert sein Kapital in Immobilien, die grundsätzlich zu den illiquiden Anlagen gehören.

Damit gibt es eigentlich ein offensichtliches Problem, denn die Immobilienfonds investieren in Anlagen, die ihre Zeit brauchen bis sie verkauft werden können. Auf der anderen Seite versprechen sie ihren Anlegern, dass sie zeitnah an ihr Geld kommen.

Diese Problematik hat sich in der Finanzkrise 2008 voll gezeigt, als viele offene Immobilienfonds zahlungsunfähig wurden.

Wir empfehlen Dir daher, dass Du Dich nicht darauf verlässt, dass ein offene Immobilienfonds Dir immer Dein investiertes Geld unmittel auszahlen kann.

Als eine Beimischung zu den anderen Geldanlagen können offene Immobilienfonds Sinn machen. Der Anteil an Deinem gesamten Geldanlagen sollte aber nicht zu hoch sein.