8 Kapitalanlagen im Vergleich und welche für dich am besten sind

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Das solltest du wissen

Kapitalanlagen gibt es wie Sand am Meer. 

Nicht jede Investition ist jedoch auch für jeden Investoren geeignet.

Herauszufinden, welche für dich am besten sind, ist der erste Schritt in eine profitable und sichere Anlage.

Wir zeigen dir, wie du Kapitalanlagen bewerten kannst und die Besten für dich aussuchst.

8 Kapitalanlagen im Vergleich und welche für dich am besten sind

Inhalt im Überblick

Was ist eine Kapitalanlage?

Gibst du dein Geld bewusst aus, steht dir am Ende des Monats oft noch ein gewisser Betrag zur Verfügung. 

Sicher hast du dir in dieser Situation auch schon überlegt, was du mit diesem Restbetrag anstellen möchtest. 

Eventuell hast du auch einen fixen, monatlichen Betrag, den du dann auf die Seite legst, entweder zur Sicherheit, um auf ein bestimmtes Ziel hin zu sparen, oder weil du einfach sonst nichts anderes damit anzustellen weißt.

Egal, was die Hintergründe auch sein mögen, du musst dich für einen Ort entscheiden, an dem du dein Erspartes aufbewahrst. 

Eine derartige Aufbewahrung findet oft in Form einer Kapitalanlage statt.

Hierbei legst du dein Geld unter bestimmten Konditionen an und erhältst in der Regel einen kleinen Betrag für die Aufbewahrung.

Warum an Kapitalanlagen kein Weg vorbeiführt

Kapitalanlage und Inflation

Die herkömmlichen Orte, an denen du dein Erspartes anlegen kannst, werden als Kapitalanlagen bezeichnet. 

Theoretisch kannst du dein Erspartes auch unter dem Kopfkissen oder im Sparschwein anlegen, nur wird es sich dort kaum vermehren. Im Gegenteil, die stetig steigende Inflation sorgt dafür, dass die Kaufkraft deines Ersparten abnimmt. 

Der angelegte Betrag ändert sich zwar nicht, doch durch das steigende Preisniveau kannst du dir mit deinem Geld aber immer weniger leisten.

Deswegen ist es wichtig, dass du dir die Art und den Ort deiner Kapitalanlage gut aussuchst.

Investitionen mit dem magischen Dreieck bewerten

Das magische Dreieck der Geldanlage

An Angeboten verschiedener Kapitalanlagen mangelt es nicht.

Unzählige Institute versprechen dir, mit den verschiedensten Möglichkeiten eine hohe Rendite zu erwirtschaften

Mit Nennung einer hohen Rendite haben die Anbieter einen effektiven Weg entdeckt, wie sie neue Kunden gewinnen können.

Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass die Rendite alleine noch viel zu wenig über die Anlage aussagt.

Neben der Rendite bestehen es noch zwei weitere Punkte, die in der Bewertung einer Anlage genauso wichtig sind.

Zum einen ist der Punkt der Sicherheit zu nennen.

Die Sicherheit der Anlage ist nicht zu unterschätzen und zeigt dir, wie hoch das Risiko der Anlage ist.

Eine Investition mit einem hohen Risiko kann jedoch auch Aussicht auf hohe Renditen bieten. 

Allerdings besteht bei einer Anlage mit hohem Risiko eine ausgeprägte Möglichkeit, dass die Investition teilweise oder vollständig fehlschlagen kann.

Das resultiert in einem Kapitalverlust für Anleger und ist genau das Gegenteil der eigentlich gewünschten Wirkung der Anlage.

Der dritte Punkt, nach dem eine Investition bewertet wird, ist die Liquidität (oder Verfügbarkeit).

Sie beschreibt, inwiefern eine Investition in einsatzbereites Bargeld umgewandelt werden kann.

Langfristige Verpflichtungen sind beispielsweise viel weniger liquide als eine Einlage auf dem eigenen Bankkonto.

Vor allem dann, wenn schnelle oder unvorhergesehene Bezüge nötig sind, spielt die Liquidität einer Kapitalanlage eine Rolle.

Diese drei Punkte, Rendite, Sicherheit und Liquidität, werden allgemein geltend zum sogenannten magischen Dreieck zusammengefasst. Anhand dieses Dreiecks wird dann die Bewertung einer Investition vorgenommen.

Das Adjektiv „magisch“ wurde dem Dreieck verliehen, da seine vollständige Erfüllung nicht möglich ist. Eine Anlage mit maximaler Rendite, maximaler Sicherheit und maximaler Liquidität gleichzeitig, existiert nicht.

In der Regel führt ein positiver Aspekt auf einer Seit automatisch zu einer negativen Auswirkung in einem andern Punkt. 

Bezüglich dieser drei Punkte bestehen also Zielkonflikte, auf welche auch Investoren keinen Einfluss ausüben können. 

Je höher die Rendite beispielsweise ist, desto niedriger ist oftmals die Sicherheit der Anlage. 

Auch wenn du dir mehr Liquidität wünschst, wirkt sich dies in der Regel in Form von niedrigeren Renditen aus.

Schlussendlich musst du dir im Klaren sein, welche dieser drei Punkte in deiner Anlagestrategie mehr gewichten sein sollten und welche weniger.

Durch eine diversifizierte Investition in verschieden bewertete Anlagen wirst du dir einen Ausgleich schaffen.

8 Kapitalanlagen im Überblick

Es kann herausfordernd sein, selbst den Überblick in diesem Meer aus Angeboten zu behalten. Folgend haben wir dir deshalb eine klare Übersicht über einige verschiedene Kapitalanlagen geschaffen.

1. Anlage: Sparanlagen

Sparanlagen sind die traditionelle Form des Sparens und werden in der Regel von Geschäftsbanken und Sparkassen angeboten.

Die Sicherheit von Sparanlagen ist eine der höchsten unter allen Formen der Kapitalanlagen.

Je nach Abhebungslimit befindet sich auch die Liquidität auf überdurchschnittlichem Niveau.

Gemäß der Theorie des magischen Dreiecks führen diese Umstände aber zu äußerst niedrigen Renditen, was bei Sparanlagen auch effektiv der Fall ist.

  • Rendite: sehr tief (-1 % bis 0,25 %)

  • Risiko: sehr niedrig

  • Verfügbarkeit: hoch

2. Anlage: Versicherungen

Versicherungen bieten eine spannende Alternative zur klassischen Kapitalanlage.

Gerade Lebensversicherungen locken mit hohen Sicherheiten und langfristigen Anlagehorizonten.

Bezüglich Rendite und Liquidität punkten die Versicherungen jedoch nicht.

  • Rendite: sehr tief (0,1 % bis 0,9 %)

  • Risiko: sehr niedrig

  • Verfügbarkeit: niedrig

3. Anlage: Fonds und ETFs

Eine Möglichkeit kostengünstig hohe Renditen zu erzielen und dabei trotzdem noch relativ sicher und flexibel zu bleiben sind Fonds und ETFs.

Im Gegensatz zu den klassisch gemanagten Fonds besteht bei ETFs Fonds der Zweck darin, bestimmte Indizes nachzubilden.

  • Rendite hoch (2 % bis 10 %)

  • Risiko mittel

  • Verfügbarkeit: hoch

4. Anlage: Aktien

Für profitorientierte und risikofreudige Anleger kann sich ein Fokus auf Anlagen in Aktien lohnen. 

Zu den erhofften Wertsteigerungen kommt oftmals noch eine jährlich ausbezahlte Dividende von einigen Prozenten.

Aktien können allerdings auch starken Kursschwankungen ausgesetzt sein, welche den Wert der Aktie beeinflussen. Auch ein schlechtes Geschäftsjahr kann den Verwaltungsrat dazu veranlassen, auf eine Dividendenzahlung zu verzichten.

  • Rendite: hoch bis sehr hoch (2 % bis 15 %)

  • Risiko: hoch

  • Verfügbarkeit: hoch

5. Anlage: Anleihen

Durch Anleihen können sich Unternehmen und Regierungen auf einfache Weise Kapital beschaffen. 

Als Investor bezahlst du einen gewissen Betrag ein und stellst ihn auf eine vereinbarte Zeit, meist über mehrere Jahre hinweg, dem Schuldner zur Verfügung.

Im Gegenzug erhältst du einen festgelegten Zins und das Anrecht auf Rückzahlung des Kapitals nach abgelaufener Zeit.

  • Rendite: sehr tief (-0,5 % bis 0,8 %)

  • Risiko: niedrig

  • Verfügbarkeit: hoch

6. Anlage: P2P Kredite

Bei der Kapitalanlage des P2P Kredits erzielst du eine Rendite, in dem du dein Kapital in Form eines Kreditbetrages an Privatpersonen oder Unternehmen verleihst. 

Die Eigenheit von P2P Krediten besteht darin, dass zwischen dir und dem Kreditnehmer lediglich eine Plattform, jedoch kein Kreditinstitut steht.

Eine höhere Rendite, jedoch auch das Risiko eines Zahlungsausfalles des Schuldners werden auf diese Weise an dich übertragen.

  • Rendite: hoch (2 % bis 8 %)

  • Risiko: mittel bis hoch

  • Verfügbarkeit: hoch

➤ Mehr über P2P Kredite: Leitfaden für attraktive Renditen

7. Anlage: Immobilien

Das Immobiliengeschäft gehört seit jeher zu den angesehensten Formen der Kapitalanlage.

Das moderate Risiko, gepaart mit einer regelmäßigen und hohen Rendite machen die Immobilie unter Investoren beliebt.

Eine herausfordernde Marktlage, nötige Vorkenntnisse, hohe Anlagebeträge und das Risiko des Leerstands sind jedoch die Schattenseite der Immobilien.

  • Rendite: hoch (1 % bis 6 %)

  • Risiko: niedrig bis mittel

  • Verfügbarkeit: mittel

8. Anlage: Kryptowährungen

Von Internetanbietern gerne als das neue Non Plus Ultra der Kapitalanlagen angepriesen, haben einige Kryptowährungen tatsächlich, beinahe schon unwirklich scheinende Wertzuwächse erfahren.

Einen kleinen Teil deines Kapitals als Teil einer Hochrisikostrategie anzulegen, kann sich auszahlen. Die mit den Schwankungen verbundenen Risiken sind jedoch enorm, weshalb bei Kryptowährungen viel Vorsicht geboten ist.

  • Rendite: individuell

  • Risiko: sehr hoch

  • Verfügbarkeit: hoch

Vergleichsübersicht

Kapitalanlage

Rendite

Risiko

Verfügbarkeit

Sparanlagen

  • sehr tief

  • sehr niedrig

  • hoch

Versicherungen

  • sehr tief

  • sehr niedrig

  • niedrig

Fonds und ETFs

  • hoch

  • mittel

  • hoch

Aktien

  • hoch bis sehr hoch

  • hoch

  • hoch

Anleihen

  • sehr tief

  • niedrig

  • hoch

P2P Kredite

  • mittel bis hoch

  • mittel bis hoch

  • hoch

Krypto

  • individuell

  • sehr hoch

  • hoch

In 3 Schritten zu den besten Kapitalanlagen für dich

Die ideale Anlage des magischen Dreiecks existiert nicht. 

Trotzdem bieten viele Anbieter extrem spannende Möglichkeiten an. 

Um eine geeignete Kapitalanlage zu entdecken und zu erwerben, musst du drei grundlegende Schritte erfüllen.

1. Anlageziel festlegen

Als Erstes solltest du dir darüber im Klaren sein, zu welchem Zweck du die Anlage führen willst und welche finanziellen Mittel dir dabei zur Verfügung stehen.

Bedenke auch allfällige zukünftige Ausgaben, welche deine finanziellen Mittel signifikant beeinflussen könnten. 

Sparst du beispielsweise auf ein Auto, ein Studium oder eine Hochzeit, ist es nicht sinnvoll, das dafür vorgesehene Kapital langfristig anzulegen, nur um es dann kostspielig frühzeitig wieder freizukaufen.

Überlege dir auch, wie viel deines Ersparten du entbehren kannst. Rechne immer damit, dass du auch bei einer Investition mit minimalem Risiko dein Kapital im Extremfall verlieren kannst.

2. Anlageprofil bestimmen

Traditionell wird zwischen fünf klassischen Anlegertype entschieden. Von risikobewusst ansteigend bis zu Hochrisikostrategien.

Welches Profil das beste und welches das schlechteste ist, kann nicht gesagt werden. Die Wahl des richtigen Anlageprofils ist immer eine individuelle Entscheidung, welche dir niemand abnehmen kann.

Wenn du dich jedoch unsicher fühlst, kann es hilfreich sein, sich mit einer Fachperson zu unterhalten. 

Führst du dein Portfolio bei einer Geschäftsbank, wird dir in der Regel ein Kundenberater zur Seite gestellt, mit welchem du eine Risikoanalyse durchführst.

3. Kapitalanlagen auswählen und investieren

Auch die Wahl der Kapitalanlage ist eine persönliche Angelegenheit.

Die Kapitalanlagen sollten sich jedoch nach deiner Anlagestrategie richten; als sehr sicherheitsbewusster Anleger müssen beispielsweise Kryptowährungen nicht die Kapitalanlage erster Wahl sein.

Pokerst du andererseits auf schnelle und hohe Gewinne, wirst du ziemlich sicher von den Renditen der Spareinlagen enttäuscht sein.

Je nach Anlage brauchst du ein Depot bei einem Anbieter. Erkundige dich am besten Online oder in der Bankfiliale deines Vertrauens nach entsprechenden Angeboten.

Bonus: unbedingt auf die Kosten achten

Die bloße Rendite, welche eine Kapitalanlage abwerfen kann, wird selten mit den erzielten Erträgen übereinstimmen.

Rendite - Kosten = erzielte Erträge

Ein wichtiger und doch oft übersehener Faktor, sind die Kosten, welche dir dein Anbieter für den Kauf von Kapitalanlagen belastet.

Depotführungs- und Bezugsgebühren sind weitere Wege, wie Finanzinstitute deine Rendite schmälern.

Auch wenn es überflüssig scheint, ein Blick in den Gebührenkatalog und die AGBs sind Pflicht vor Abschluss eines solch wichtigen Vertrages.

Informiere dich am besten auch bei externen und unabhängigen Quellen über Rating und Geschäftsstandort des gewählten Anbieters.

Fazit

Hast du dich dazu entschieden, einen Teil deines Einkommens zu sparen, wird ein Blick auf die verschiedenen Kapitalanlagen nötig. 

Lässt du dein Erspartes einfach auf dem Girokonto liegen, werden Inflation und Gebühren deinem Kapital stark zusetzen.

Die Auswahl nach der richtigen Anlage ist nicht immer leicht.

Eine Hilfestellung, welche dich darin unterstützt, eine Anlage zu bewerten, findest du im Magischen Dreieck.

Anhand der Ecken Rendite, Sicherheit und Liquidität kannst du messen, wie sich die entsprechende Anlage positioniert.

Auch wenn eine komplette Erfüllung des Magischen Dreiecks nicht möglich ist, wirst du auf einige spannende Anlagen stoßen.

Wenn du sichergehen willst, dass du deinen ersten Investitionen vorbereitet entgegentrittst, zeigt dir das Drei-Schritte-Modell den richtigen Weg an.

Behältst du all dies im Hinterkopf, bist du bereit, dein Erspartes sinnvoll anzulegen. Verschwende am besten keine Zeit mehr und nimm deine finanzielle Zukunft selbst in die Hand.

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