Warum Du Deinen Dispositionskredit sofort ausgleichen solltest

Zuletzt aktualisiert am 23 Februar 2021 von Reza

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Warum Du Deinen Dispokredit sofort ausgleichen solltest

Vorab, wenn Du Deine Dispo nur um ein paar Euros beansprucht hast, kannst Du Dich wieder entspannen.

Beanspruchst Du allerdings schon länger und in einem großen Umfang Deinen Dispositionskredit, so solltest Du ernsthaft darüber nachdenken Deine Dispo so schnell wie möglich auszugleichen.

Mit mehr als 10% Zinsen gehören Dispos nämlich zu den teuersten Krediten überhaupt.

Nach der Meinung vieler Kritiker führen auch Dispos oft schnell in eine Schuldenfalle.

Damit es nicht so weit kommt, stellen wir Dir jetzt drei einfache Wege vor, wie Du Deinen Dispokredit ausgleichen kannst.

Dispositionskredit (Dispo) schnell und einfach erklärt

Der Dispo ist das Kreditlimit, das die Bank Dir für Dein Girokonto einräumt. Ein Dispo ist also nichts anderes als ein flexibler Kredit. Wie sehr Du diesen Kredit beanspruchst, hängt dabei von Dir ab.

Normalerweise legt die Bank bereits bei der Kontoeröffnung Dein Kreditlimit fest. Typischerweise orientiert sich das Kreditlimit an Deinem monatlichen Geldeingang auf dem Konto, was meistens Deinem Gehalt entspricht. Das Kreditlimit liegt dann oft zwischen dem zwei und dreifachen von dem monatlichen Geldeingang. 

Banken lassen Dir allerdings die Wahl, wie hoch das Limit am Ende ausfällt. Grundsätzlich würden wir Dir zu einem eher niedrigen Kreditlimit raten.

Warum Dispozinsen so teuer sind

Die Dispozinsen gehören zu den teuersten Zinsen.

Aber warum ist das überhaupt so?

Wie rechtfertigt die Bank die hohen Zinsen?

Die Bank gibt Dir mit dem Dispo einen aus ihrer Sicht sehr flexiblen Kredit. Dabei ist es völlig Dir überlassen, ob Du den Kredit nutzt und in welchem Ausmaß.

Wenn Du den Kredit nutzt, muss die Bank entsprechend auch kurzfristig schnell Geld aufnehmen, damit sie Dir das Geld leihen kann.

Diese Flexibilität lässt sich die Bank entsprechend sehr großzügig bezahlen.

In der Vergangenheit waren die Zinsen viel höher für Banken, um sich kurzfristig Geld zu leihen, was unter anderem zumindest ein wenig rechtfertigen konnte, weshalb die Zinsen so hoch sind. Mittlerweile müssen Banken sogar Strafzinsen für sehr kurzfristige Geldeinlangen bei der Europäischen Zentralbank bezahlen.

Daher ist es eigentlich ein wenig fragwürdig, warum die Zinsen für Dispositionskredite teilweise immer noch so hoch sind.

Was Dich ein Dispokredit im Monat kostet

Nehmen wir mal an, dass die Bank Dir einen Dispo von 4.000 € eingeräumt hat, den Du voll nutzt.

Bei einem typischen Dispozinssatz von 10% kostet Dich das im Monat 33,33 € an Zinsen. Im Jahr wären das also 400 €.

Dispo durch Erspartes ausgleichen

Falls Du über etwas gespartes Geld verfügst, solltest Du dieses Geld auf jeden Fall nutzen, um den Dispo so schnell wie möglich auszugleichen.

Zum aktuellen Zeitpunkt (September 2020) erhältst Du auf Tagesgelder und andere kurzfristige Geldeinlagen kaum Zinsen.

Die Zinsen auf Dein Erspartes können die Dispozinsen nicht ausgleichen.

Es sollte Dein Ziel sein, so schnell wie möglich aus dem Dispo rauszukommen.

Dispo durch einen Ratenkredit ausgleichen

Kannst Du Dein Dispo nur teilweise oder gar nicht Durch angespartes Geld ausgleichen, so solltest Du über einen Ratenkredit nachdenken.

Bei einem Ratenkredit gibst Du Deine Flexibilität auf und vereinbarst mit der Bank einen festen Kreditbetrag über eine Laufzeit.

Der Vorteil dabei für Dich ist, dass Du die Zinsen dadurch sehr stark senken kannst, teilweise um mehr als die Hälfte.

Dabei kannst Du Dir auch aussuchen, wie schnell Du den Kredit am Ende zurückzahlen möchtest.

Beispiel: Dispo durch Ratenkredit ausgleichen

Nehmen wir zum Beispiel an, Du willst Deinen Dispo von 4.000 € umschulden.

Du einigest Dich mit der Bank auf 3 Jahre und einen Zinssatz von 5%. So würdest Du für 3 Jahre lang der Bank monatlich 111,11 € zahlen müssen.

Zusätzlich zum Ratenkredit einen kleinen Sparplan anlegen

Dieser Punkt ist stark umstritten und wir halten in dennoch für sinnvoll.

Du musst Dich ein wenig hinterfragen, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass Du Deinen Dispo so stark ausgereizt hast.

Shoppst Du einfach gerne? Das ist völlig okay.

Lag es an größeren Investitionen, für die Dir einfach das Kapital fehlte? Dann solltest Du darüber nachdenken monatlich etwas Geld zurückzulegen, damit Du für größere Investitionen nicht immer gleich einen Kredit benötigst.

Es ist wichtig, dass Du Dich daher daran gewöhnst etwas Geld zurückzulegen, also zu sparen.

Um Dich damit vertraut zu machen, könntest Du zum Beispiel 25 € bis 50 € auf einem separate Tagesgeldkonto sparen oder einen Fondssparplan anlegen.

Weshalb wird dieser Punkt dennoch so oft kritisiert?

Eigentlich solltest Du so schnell wie möglich versuchen Deinen Dispo abzulösen, weil die verlangten Zinsen so hoch sind. Es kann allerdings trotzdem Sinn machen einen Sparplan anzulegen, um für das nächste Mal vorzusorgen. Außerdem wird es Dir helfen etwas vorausschauendender mit Geld umzugehen.   

Du kommst aus Deinem Dispo nicht mehr raus? So gehst Du vor

Du bist schon seit längerem knapp bei Kasse und kommst einfach nicht aus dem Dispo raus?

Keine Panik.

In dieser Situation ist es für Dich wichtig zu überlegen, an welchen Stellen Du eventuell noch Geld sparen kannst.

Hast Du verschiedene Abos abgeschlossen?

Zahlst Du eventuell hohe Gebühren für Dinge, die Du gar nicht brauchst?

Um aus Deinem Dispo rauszukommen, musst Du monatlich ein wenig Geld übrig haben, um den Kredit langsam zurückzubezahlen (das wird auch gerne als Rückwärtssparen bezeichnet). 

Als nächstes solltest Du Dich an die Bank wenden. Erkundige Dich, ob es möglich ist, dass die Bank Dir einen besseren Zins anbietet.

Meistens wird die Bank Dir jetzt einen Ratenkredit anbieten.

Kommt diese Lösung nicht in Frage und die Bank möchte Dir auch keinen besseren Zins anbieten, so kannst Du eventuell die Bank wechseln. Gerade Onlinebanken sind oft viel günstiger als die klassischen Filialbanken.

Solltest Du einen Bankwechsel durchführen wollen, achte gerade bei einem stark genutzten Dispo darauf, dass Du Dein bestehendes Konto erst kündigst, wenn Dein neues Konto steht.

Außerdem achte bitte darauf, dass die neue Bank Dir auch ein Kreditlimit anbietet, mit dem Du Deinen Dispo bei Deiner alten Bank ablösen kannst. Sonst wird der Wechsel Dich in große Schwierigkeiten bringen

Wenn alles nichts hilft, solltest Du Dich an eine Schuldnerberatung wenden, die Dir in den meisten Fällen kostenlos weiterhilft.