Wie Du das beste Depot für Dich findest

Zuletzt aktualisiert am 07 Februar 2021 von Reza

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Das beste Depot für Dich finden

Wie Du das beste Depot für Dich findest

Viele Anleger wissen oft nicht, dass ein anderes Depot viel besser zu ihren Bedürfnissen passen würde.

Eventuell überfordert Dich auch das große Angebot der zahlreichen Anbieter?

Mit dem für Dich richtigen Depot schonst Du Deine Nerven und kannst hunderte von Euros sparen.

Welches Depot passt zu Dir?

Depots werden von Filialbanken, Onlinebanken und Onlinebrokern angeboten.

Der telefonische Handel ist bei vielen Anbietern zwar noch möglich, ist allerdings meistens mit sehr hohen Kosten verbunden.

Daher erfolgt die Kommunikation heute entweder persönlich oder online.

Wie unterscheiden sich jetzt also diese Anbieter und was ist für Dich wichtig?

Welches Depot passt zu Dir - Online oder Filialbank?

Filialbanken

Filialbanken, zu den die Sparkassen und Volksbanken gehören, bieten Bankgeschäfte mit Beratung an. Dir wird also bereits bei der Depoteröffnung ein Berater zugeordnet. Die Berater und Beraterinnen sind dann typischerweise in einer Filiale untergebracht.

Was hat das mit dem Depot zu tun?

Die Kosten für die Berater und Beraterinnen, die in den Filialen sitzen, werden in die Kosten für das laufende Depot mit eingerechnet.

Hinzukommen dann die weiteren Gebühren, falls Du Wertpapierkäufe tätigst. Hierzu zählen insbesondere Ausgabeaufschläge und Ordergebühren.

Nehmen wir also an, dass Du Dein Depot in einer Filialbank hast und Du nutzt die Beratung der Bank nicht.

Dann zahlst Du regelmäßig für eine Beratung, die Du gar nicht in Anspruch nimmst.

Im umgekehrten Fall wiederum, also wenn Du die Beratung nutzt, bezahlst Du die Beratung mehr oder weniger direkt durch Deine Depotgebühren.

Denn die Gebühren für ein Depot in einer Filialbank sind immer am höchsten im Vergleich mit Onlinebanken und Onlinebrokern.

Die Filialbanken rechtfertigen die hohen Gebühren mit der angebotenen Beratung und der persönlichen Betreuung.

Onlinebanken

Onlinebanken bieten ihren Kunden keine Filialen an, in denen sie ihre Bankgeschäfte tätigen können. Kunden einer Onlinebank haben auch keinen persönlichen Berater.

Kunden können sich dann per Hotline, Chat oder sonstige Kanäle (zum Beispiel Facebook) an die Bank wenden.

Dadurch haben Onlinebanken einen großen Kostenvorteil gegenüber den klassischen Filialbanken.

Allerdings haben Sie auch einen großen Nachteil.

Anders als es in der Filialbank hast Du keinen Dir zugeordneten Berater oder Beraterin.

Onlinebroker

Aus Kosten- und Gebührensicht ist ein Onlinebroker günstiger als Filial- oder Onlinebanken.

Bei Onlinebrokern handelt es sich allerdings um Anbieter, die sich nur auf Wertpapiergeschäfte konzentrieren.

Deine anderen Bankprodukte wie Dein Girokonto und Kreditkarte musst Du also bei einer Bank in Anspruch nehmen.

Je nach Onlinebroker wird Dir dann ein Verrechnungskonto angeboten oder Du musst ein Referenzkonto (zum Beispiel Dein Girokonto) angeben.

Wichtig ist, dass Du bei einem Onlinebroker immer prüfst, ob eine Einlagensicherung vorhanden ist.

Wie Du jetzt das richtige Depot auswählst

Nach dem Du jetzt weißt, weshalb sich die Preise für Depots so unterschiedlich verhalten, könntest Du Dich jetzt in einem Dilemma befinden.

Einerseits willst Du nicht ganz auf einen verzichten, denn Du hasst Hotlines und Chaträume. Du wünschst Dir einen Berater, an den Du dich im Notfall wenden kannst.

Andererseits möchtest Du nicht die sehr hohen Gebühren für ein Depot in der Filialbank bezahlen.

Also bleibt nur noch die Onlinebank oder der Broker?

Auch die Filialbanken haben erkannt, dass sich das Kundenverhalten mittlerweile geändert hat. Daher bieten sie mittlerweile verschiedene Depotmodelle an.

Die Frankfurter Sparkasse bietet Dir zum Beispiel folgende Depotmodelle an:

Anhand des Namens lässt sich schon erahnen, welches Depot sich für wen eignet.

In diesem konkreten Fall (Betreuung erwünscht und möglichst günstige Konditionen) würde sich also das OnlineDepot anbieten.

Was macht ein gutes Depot aus?

Depot - Service und Benutzerfreundlichkeit

Bei der Auswahl eines Depots solltest Du immer besonders auf die Kosten achten, denn zu hohe Kosten können das Ergebnis Deiner Geldanlage erheblich verschlechtern.

Wie sich die Gebühren bei einem Depot im Einzelnen zusammensetzen, haben wir unter dem Punkt Kosten und Gebühren im Depot Guide gezeigt.

Du wirst allerdings feststellen, dass die Kosten bei Depots, die Dich interessieren ziemlich ähnlich sind.

Die Anbieter versuchen bestimmte Zielgruppen mit ihren Depots anzusprechen und beobachten auch die Preise.

Daher sollte Dich das nicht zu sehr überraschen.

Neben den Kosten zeichnet sich ein gutes Depot vor allem durch zwei weitere Merkmale aus:

  1. Benutzerfreundlichkeit: Du solltest Dein Depot in einer modernen Benutzeroberfläche bedienen können.
  2. Service: Gerade bei Wertpapiergeschäften, können Dir manchmal die Kurse weglaufen, daher ist es wichtig, dass Dir zeitnah geholfen wird.

Benutzerfreundlichkeit eines Depots bewerten

Merkwürdigerweise müssen wir diesen Punkt auch in der heutigen Zeit hervorheben.

Zwar hat sich im Online Banking bei den Banken generell viel getan, aber es gibt immer noch Anbieter, die ihren Kunden einen recht traurige Benutzeroberfläche für ihr Depot anbieten.

Wir würden heutzutage von jedem Depot erwarten, dass es sich schnell und vor allem ohne längere Ausfälle gut bedienen lässt.

Gerade jüngere User, die als etwas technikaffiner gelten, wünschen sich auch oft eine App.

Auch heutzutage gibt es noch viele Banken, die ihren Kunden nur einen Internetauftritt bieten.

Service eines Depots bewerten

Kennst Du das? Es muss gerade jetzt schnell gehen und das tut es aber nicht?

Noch nerviger ist es, wenn Du etwas telefonisch regeln musst und es aber noch nicht mal eine Hotline gibt.

Gerade das ist der Fall bei vielen Brokern, die gerade im Trend sind.

Die Gebühren sind zwar unschlagbar, dafür wird aber maximal am Service gespart. Die Hotline wird also gestrichen.

Gerade bei Onlinebanken und Onlinebrokern solltest Du Dich daher vorab informieren, welcher Service angeboten wird und wie dieser in den gängigen Bewertungsportalen (z.B. Trustpilot) bewertet wird.

Depotgebühren beachten

In unserem Depot Guide gehen wir ausführlich auf die typischen Depotkosten ein und vergleichen auch verschiedene Anbieter miteinander.

An der Stelle möchten wir aber noch mal die wichtigsten Kosten erwähnen, die Du Dir ansehen solltest, bevor Du ein Depot eröffnest:

  • Wichtigster Kostenfaktor: Orderprovisionen
  • Depotführungsentgelt: Setzt sich oft aus einer Gebühr für die Verwaltung und der Verwahrgebühr zusammen
  • Kosten für den Handelsplatz (Fremdspesen)
  • Falls Du Fonds handeln willst, achte darauf, dass Du sie über die Börse kaufen kannst
  • Weitere Gebühren für Limits und Auftragsstreichungen
  • Kosten für Wertpapierkredite (teilweise unverschämt teuer)

Handelsmöglichkeiten eines Depots vergleichen

Diesem Punkt wird manchmal nicht genug Beachtung geschenkt.

Bevor Du das Depot eröffnest, stell sicher, dass Du auch an den Handelsplätzen und Börsen handeln kannst, die Dir wichtig sind.

  • Inlandsbörsen (Deutschen Börsen): Meistens ist es ohne weiteres möglich an den bekannten deutschen Börsen zu handeln. Hierzu zählen mit Sicherheit Frankfurt und Stuttgart. Der elektronische Börsenhandel an der XETRA ist ein Marktstandard.
  • Auslandsbörsen: Viele ausländische Aktien lassen sich gut (und günstig) an den deutschen Börsen handeln. Weniger bekannte Unternehmen kannst Du hingegen oft nur vernünftig an den ausländischen Börsen handeln. Wenn Du auch ausländische Aktien kaufen möchtest, solltest Du wenigstens an den bekannten US-Handelsplätzen NYSE und NASDAQ handeln können.
  • Außerbörslicher Handel: Bei dieser Form des Handels, kaufst Du Deine Wertpapiere nicht über die Börse, dadurch fallen keine Börsengebühren an. Der außerbörsliche Handel ist immer beliebter geworden und der bekannteste Anbieter in Deutschland ist Lang & Schwarz.

Eventuell hast Du schon mal von dem Best Execution Grundsatz gehört. Dieser Grundsatz ist Teil der europäischen Regulierung MiFID II.

Demnach sind alle Banken und Finanzdienstleister verpflichtet, für ihre Kunden die beste Ausführung seiner Order zu erreichen.

Die Consors Bank geht zum Beispiel hier auf den Punkt ein.

Damit Du sichergehen kannst, dass Du immer den besten Kurs für Deine Order bekommst, solltest Du Deine Orders immer zu den Handelszeiten der jeweiligen Börse aufgeben.

Die Xetra ist zum Beispiel wochentags zwischen 9:00 und 17:30 geöffnet.

Einlagensicherung nicht vergessen

Gerade bei neuen Onlinebanken und insbesondere Brokern solltest Du Dich auch immer informieren, inwiefern Deine Einlagen auf dem jeweiligen Referenzkontos auch abgesichert sind.

Relativ schnell kannst Du das auch auf folgender Seite prüfen.

Zusammenfassung

Wenn Du auf diese Punkte achtest, findest Du schnell das für Dich beste Depot.

Egal, wie Du Dich entscheidest, achte auf das für Dich richtige Verhältnis zwischen Kosten und Service.

Die Kosten bei einem Depot sind wichtig.

Ob Du allerdings 20 oder 30 Cent mehr pro Order bezahlst, ist letztendlich nicht so entscheidend für Dich. Insbesondere wenn Du Dich dann jedes Mal ärgerst, wenn Du mit Deinem Depot arbeitest.