Alternative Geldanlagen (Investments): der ultimative Guide

Was alternative Geldanlagen sind und wie Du investieren kannst

Zuletzt aktualisiert am 07 Februar 2021 von Reza

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Enqome der ultimative Guide für alternative Geldanlagen

Du interessierst Dich für alternative Geldanlagen?

Wie alternative Geldanlagen sich definieren lassen, erfährst Du in diesem Guide.

Ebenfalls stellen wir Dir ein paar Alternativen vor, wie Du Zugang zu diesen Anlageklassen erhalten kannst.

Legen wir also gleich los.

Definition von alternativen Geldanlagen

Alternative Geldanlagen Definition

Alternative Geldanlagen können sehr breit definiert werden.

Wie wäre es zum Beispiel mit der Fußballkartensammlung in dem alten Karton? In diesem Zusammenhang wird auch oft an Wein, Kunst oder Whiskey gedacht.

Sicherlich haben diese Sammlungen ihren Wert, nur erfordern Sie oft ein sehr spezifisches Nischenwissen. Es stellt sich auch die Frage, inwiefern sich erwartete Renditen berechnen lassen.

Alternative Anlagen sind nicht traditionelle Geldanlagen.

Eine erste Idee, um alternative Geldanlagen weiter einzugrenzen, ist die simple Idee, alle nicht-traditionellen Geldanlagen als alternative Geldanlagen zu bezeichnen.

Bei dieser Definition haben wir allerdings auch immer noch die, sagen wir, sehr alternativen Geldanlagen mit dabei, wie die Fußballkartensammlung.

Das ist auch nicht verkehrt, nur haben wir dadurch immer noch ein sehr breites Anlageuniversum, was weitere Überlegungen erschwert.

Alternative Anlagen durch Anlageklassen definieren.

Daher können wir alternativen Anlagen eventuell am besten dadurch weiter definieren, indem wir festlegen, dass bestimmte Anlageklassen eindeutig zu den alternativen Anlagen gehören.

In diesem Zusammenhang sollten wir dann auch noch zwischen den liquiden und nicht liquiden alternativen Anlagenklassen unterscheiden.

Im Folgenden schauen wir uns also diese alternativen Anlageklassen etwas genauer an.

Liquide alternative Geldanlagen (Liquid Alts)

Liquide alternative Geldanlagen

Zu den ganz klassischen liquiden alternativen Investments gehören definitiv Hedge Funds.

Da diese Anlageklasse sehr vielfältig ist, könnten wir für Hedge Funds sicherlich einen eigenen Guide erstellen, weshalb wir uns bewusst auf die wesentlichen Punkte kontrollieren werden.

Commodities fallen ebenfalls in diese Kategorie, also Rohstoffe.

Genau genommen reden wir dann von Termingeschäften, deren Wertentwicklung von der Preisentwicklung von Rohstoffen abhängt.

Genau genommen lassen sich Rohstoffe, als einzige Anlageklasse, sowohl den liquiden als auch den illiquiden alternativen Investments zuordnen.

Zu den liquiden alternativen Anlagen lassen sich ebenfalls Structured Products und Kryptowährungen zählen.

Dabei sind die Kryptowährungen in den letzten Jahren insbesondere durch den Hype um Bitcoin und Ethereum neu hinzugekommen.

Hedge Funds

Unter Hedge Funds lassen sich verschiedene liquiden Anlagestrategien zusammenfassen, die im hohen Maße Leverage (Kredithebel) und Derivate (Leerverkäufe, Termingeschäfte und Optionen) nutzen.

Der Begriff Hedge Funds ist hierbei ein wenig irreführend, da das Wort Hedge aus dem Englischen kommt und so viel bedeutet wie „absichern“.

Ein sehr klares Unterscheidungsmerkmal von Hedge Funds ist allerdings, dass es diesen Fonds möglich ist, bei Aktien Leerverkäufe zu tätigen.

Das bedeutet, sie können Aktien verkaufen, obwohl sie sie nicht besitzen. Dadurch können sie also auf fallende Aktienkurse setzen. Dieses Verfahen wird auch als Short Selling bezeichnet.

Zu den typischen Hedge Fund Strategien gehören:

  • Long/Short Equity: Der Klassiker unter den Hedge Fund Strategien. Diese Strategie kann sowohl Aktien kaufen als auch leerverkaufen.
  • Market Neutral: Der Hedge Fund baut sein Portfolio so auf, dass er weitgehend unabhängig von der generellen Marktstimmung ist. Der Hedge Fund muss hierfür ebenfalls Leerverkäufe tätigen oder andere Derivate nutzen, um unabhängig vom Gesamtmarkt zu werden.
  • Merger Abtrage: Der Hedge Fund wettet auf den Erfolg oder Misserfolg von einer Übernahmesituation von einer Firma durch die andere. Typischerweise wird er seine Position dann durch eine exzessive Kreditaufnahme stark hebeln, um höhere Renditen zu erreichen.
  • Global Macro: Bei dieser Strategie wird eine konkrete Position auf makroökonomische Faktoren eingenommen. Dabei werden alle Möglichkeiten liquiden Anlageklassen genutzt. Du kannst Dir diese Positionen wie sehr große Wetten auf die kommende ökonomische Entwicklung von einzelnen Regionen oder Ländern vorstellen.

Neben den bereits genannten Strategien gibt es noch weitere Hedge Fund Strategien, wie zum Beispiel Convertible Abitrage, Event Driven und Credit Hedge Fund Strategien.

Quantitative Strategien sind nicht immer Hedge Fund Strategien

Manchmal werden auch quantitative Strategien als alternative Anlagestrategien bezeichnet.

Quantitative Strategien kaufen und verkaufenWertpapiere basierend auf mathematischen Modellen.

So lange diese Strategien aber keine Leerverkäufe vornehmen oder exzessives Leverage nutzen, handelt es sich dann um simple traditionelle Anlagestrategien.

Commodities (Rohstoffe)

Commodities haben sich als liquide Wertpapiere bereits seit einigen Jahren etabliert. Entweder durch Termingeschäfte oder durch Futures (Börsenhandeln).

Der Handel mit Commodities an den Börsen ist etabliert und stark reguliert.

Commodities waren insbesondere nach der Dot-Com Krise 2001 in Mode gekommen.

Verschiedene Studien argumentierten, dass es möglich ist, mit Commodities regelmäßige Erträge zu erzielen, sowie bei Zins- oder Dividendengeschäften. Die CME Group beschreibt diese Möglichkeit sehr gut auf dieser Seite (Was ist Contango und Backwardation?).

Das führte dazu, dass insbesondere institutionelle Anleger mit hohen Beträgen in die Termin- und Futuremärkte investierten.

In den letzten Jahren fielen die Preise für viele Rohstoffe rasant, insbesondere der Ölpreis fiel zuletzt auf ein historisches Tief.

Das gestiegene Interesse an der Anlageklasse führte ebenfalls dazu, dass die erhofften regelmäßigen Erträge ausblieben.

Entsprechend hat das Interesse an der Anlageklasse – Gold und andere Edelmetalle außen vor gelassen  – etwas nachgelassen.

Structured Products (Zertifikate)

Diese Produkte sind eher als Zertifikate bekannt. Sie gibt sie in den verschiedensten Formen, wie zum Beispiel Knockout-Zertifikate und Bonuschance-Zertifikate.

Mit diesen Produkten lassen sich spezifische Auszahlungsprofile erstellen, wie zum Beispiel, dass Du eine definierte Rendite erhältst, wenn der Kurs eines Wertpapiere niemals eine Schwelle unterschreitet (oder umgekehrt).

Zertifikate erlebten vor der Finanzkrise einen großen Boom, der durch die Insolvenz von Lehman Brothers gestoppt wurde.

Bei strukturierten Produkten liegt in aller Regel nämlich ein Kontrahentenrisiko vor.

Das heißt für Dich, dass die Partei, die das Produkt strukturiert hat, möglichst zahlungsunfähig bleiben muss, denn sonst kann sie Dich nicht bezahlen.

Während der Finanzkrise wurde Lehman Brothers zahlungsunfähig, wodurch viele Anleger plötzlich auf wertlosen Zertifikaten saßen.

Folgender Artikel der FAZ ist unserer Meinung nach in dem Zusammenhang sehr lesenswert.

Kryptowährungen (Bitcoins)

Auch die Kryptowährungen lassen sich sehr gut als alternative Anlagen klassifizieren.

Ähnlich wie Edelmetalle zahlen Kryptowährungen ebenfalls keine laufenden Dividenden und Zinsen. Daher werden sie gerne mit Gold verglichen.

Illiquide alternative Geldanlagen

Illiquide alternative Geldanlagen

Zu den illiquiden alternativen Geldanlagen gehören alle Anlageklassen, die nicht börsennotiert sind oder für Die es keine regelmäßige Preisstellung gibt.

Das macht diese Anlageklassen automatisch ein wenig riskanter, weil sich das investierte Kapital nicht so einfach verfügbar ist.

Während eine Aktie innerhalb von Sekunden verkauft werden kann, so sieht das für ein Mehrfamilienhaus schon ein wenig anders aus.

Real Assets

Bei den Real Assets (Sachwerten) ist die Wertentwicklung der Geldanlagen von den jeweiligen “Gegenständen“ abhängig. Typischerweise hängt die Wertentwicklungen stark von den zugrundeliegenden Sachwerten ab.

Bei finanziellen Geldanlagen hingegen ist die Wertentwicklung stärker vom eigentlichen Unternehmenserfolg abhängig.

Zu den Real Assets gehören:

  • Real Estate (Immobilien): Vermutlich der absolute Klassiker bei den Sachwerten. Zu dieser Anlageklasse zählen Immobilien und Grundstücke.
  • Timberland (Wald): Hierbei geht es darum, direkt Waldflächen zu erwerben und entweder selbst zu bewirtschaften oder zu verpachten. Die Anlageklasse wirkt auf den ersten Blick recht konservativ, aber insbesondere die Naturkatastrophen in den letzten Jahren haben gezeigt, wie riskant eine Anlage in Wald sein kann.
  • Infrastructue (Infrastruktur): Hiermit sind klassische Infrastruktur Projekte gemeint, wie zum Beispiel Stromtrassen und Straßen. Bei dieser Anlageklasse wird auch gerne in green field und brown field unterschieden. Projekte die ganz neu aufgebaut werden, also auf grüner Wiese, sind riskanter als bereits laufende Projekte (braune Fläche).
  • Intangible Assets (Intellektuelles Kapital): Hierzu zählen Patente oder andere Rechte, die einen Wert haben.

Private Equity

Bei der Anlageklasse Private Equity geht es um private Beteiligungen an Unternehmen.

Im Grunde also wie Aktien, nur eben nicht börsennotiert.

Auch diese Anlageklasse lässt sich gut in weitere Anlageklassen kategorisieren.

  • Venture Capital (Wagniskapital): Bei dieser Anlagelassen wird Eigenkapital in besonders riskante, noch junge Unternehmen investiert. Die erwartete Rendite und das Risiko ist entsprechend hoch.
  • Leveraged buyouts (LBOs): Die klassische Private Equity Analgeklasse (Strategie). Strategische Käufer suchen sich ein Übernahmeziel, früher oft börsennotierte Unternehmen, das sie durch die Aufnahme von Krediten (Fremdkapital) kaufen. Die strategischen Käufer werden danach dann das Übernahmeziel betriebswirtschaftlich optimieren.

Private Debt

Die Anlageklasse Private Debt ist bereits seit einigen Jahren in den USA etabliert.  In Europa hingegen wurde die Anlageklasse erst wesentlich bekannter durch die Konsequenzen der Finanzkrise 2008.

  • Senior Debt (erstrangige Kredite): Im Grunde Kredite, die an erster Stelle im Rahmen der Finanzierungsstruktur stehen. Dieser Punkt ist wichtig, denn sollte das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, so wird dieser Kredit als erstes bedient.
  • Junior (Mezzanine) Debt (zweitrangige Kredite): Diese Kredite stehen an zweiter Stelle hinter Senior Debt. In Falle von Zahlungsschwierigkeiten bzw. einer Insolvenz, werden sie also erst bedient, nach dem die Senior Kreditgeber bedient wurden. Die Rendite von Junior Debt ist entsprechend höher und oft sind die Kreditgeber auch am Unternehmenserfolg direkt beteiligt.
  • Distressed Debt: Bei dieser Anlageklasse wird in notleidende Kredite investiert, um durch die Restrukturierung und -finanzierung Renditen zu erzielen.

Bewertung von alternativen Geldanlagen

Bewertung von Alternativen Geldanlagen

Die Bewertung liquider alternativer Geldanlagen ist eigentlich ziemlich ähnlich wie bei traditionellen Anlageklassen. Was Du dabei beachten musst, erklären wir Dir gleich.

Illiquide alternative Geldanlagen wiederum werden hingegen ganz anders bewertet, da es keine börsennotierte und öffentliche Kurse gibt.

Bewertung von liquiden alternativen Investments

Je nach Anlageklasse und Wertpapier erfolgt die Bewertung ein wenig anders. Der einfachste Fall ist allerdings, wenn die Wertpapiere börsennotiert sind.

Kryptowährungen, Commodities (Futures) und Structured Products (Zertifikate) veröffentlichen in der Regel mindestens einen täglichen Kurs. Bei Kryptowährungen stehen teilweise Sekundenkurse zur Verfügung. Es funktioniert also ziemlich genauso wie bei Aktien und Renten.

Bei Hedge Funds kann es allerdings zu Unterschieden kommen. Insbesondere wenn diese nicht nach den UCITS Regeln aufgelegt wurden.

So kann es sein, dass ein Hedge Fund einen Kurs zum Beispiel nur monatlich oder quartalsweise veröffentlicht.

Bewertung von illiquiden alternativen Investments

Bei illiquiden alternativen Geldanlagen gibt es keine öffentlichen Kurse, die gehandelt werden.

Daher müssen verschiedene Verfahren herangezogen werden, um einen Preis zu ermitteln. Hierbei kommt es auch sehr oft vor, dass mehrere Verfahren genutzt werden, um einen Preis zu ermitteln.

Ein gängiges Verfahren ist zum Beispiel, sich anzusehen, zu welchem Preis derzeit vergleichbare Projekte bzw. Sachwerte gehandelt werden oder wurden.

In der Private Equity Anlageklasse wird zum Beispiel oft der bezahlte Preis (Firmenwert bzw. Enterprise Value) ins Verhältnis mit dem EBITDA gesetzt.

In der Real Estate Anlageklasse (Immobilien) hingegen wird sich oft der aktuelle Quadratmeterpreis angesehen. Auch die aktuelle Miete und die mögliche Miete spielen in dem Zusammenhang eine Rolle.

Diese Vergleichsmaßstäbe helfen oft, um einen ersten Rahmen zu definieren, um die Anlagen nicht über- oder unterzubewerten.

Financial Cash Flow Verfahren

Ein wenig professioneller und komplexer sind dagegen sogenannte Financial Cash Flow Verfahren. Hierbei werden verschiedene Kennzahlen und Annahmen gebraucht, um einen fairen Wert zu ermitteln.

Je nach Anlageklasse und Anbieter wird dann in einem regelmäßigen Turnus (quartalsweise oder halbjährlich) eine Bewertung der bestehenden Geldanlagen vorgenommen.

Im Rahmen der Berichterstattung werden die Anleger dann informiert.

Es ist nicht untypisch, dass dafür eigene Bewertungskomitees geschaffen werden, um eine möglichst realistische Bewertung abzubilden.  

Regulierung von alternativen Geldanlagen in Deutschland

Alternative Geldanlagen Regulierung

Eine lange Zeit waren alternative Geldanlagen nicht sonderlich streng reguliert in Deutschland.

Die Regulierung von liquiden alternativen Investments wurde dabei vor allem durch die UCITS geregelt. Die UCITS gelten im Grunde für alle liquiden Fonds in Europa.

Für illiquide Geldanlagen wurden entsprechend eigene Regularien geschaffen.

Wir möchten Dir daher nur einen kurzen Überblick geben. Die Thematik ist hoch-komplex und wir können Dir natürlich keine Rechtssicherheit gewährleisten wie zum Beispiel eine Anwaltskanzlei, die sich auf das Thema spezialisiert hat.

Regulierung von liquiden alternativen Geldanlagen (UCITS)

Was die UCITS sind, haben wir unter anderem im ETF Guide im Detail erklärt.

Kurz zusammengefasst, müssen Fonds, die in der EU vertrieben werden, diese Regularien erfüllen. Dabei schaffen diese Regularien einen sehr klaren Rahmen, um vor allem Privatanleger zu schützen.

In den letzten Jahren haben verschiedene Fondsmanager versucht, ihre Hedge Fund Strategien in UCITS Strukturen umzusetzen.

Auf Grund der strengen Regeln hat sich allerdings oft gezeigt, dass sich die Hedge Fund Strategien, die sie zum Beispiel in sogenannten Cayman Strukturen gehandelt haben, sich nicht 1:1 auf UCITS Strukturen übertragen lässt.

Fonds, die mit Sitz Cayman Island aufgelegt wurden, folgen ganz anderen Regeln als Fonds, die im Europäischen Wirtschaftsraum aufgelegt wurden.

Wir sind hier ein wenig vorsichtig, aber wir denken, es ist okay zu behaupten, dass Cayman Strukturen den jeweiligen Hedge Fund Managern mehr Freiraum bieten.

Regulierung von illiquiden alternativen Geldanlagen (AIF)

Illiquide alternative Investments werden oft als “Partnerschaft“ strukturiert. Es gibt also einen General Partner (GP) und einen Limited Partner (LP).

Die Idee dahinter ist, dass der GP das Vermögen (in der Regel einen "Alternative Investment Fund") verwaltet. Die LPs hingegen geben ihm dafür das Geld und sind dafür auch in ihrer Haftung auf das von ihnen eingezahlte Kapital limitiert.

Eventuell bist Du bereits darauf gekommen, in Deutschland ist das die GmbH & Co. KG Struktur.

Diese Struktur kommt teilweise auch immer noch zur Anwendung, wenn sich vermögende Gentlemen zusammentun, um ein Projekt zu finanzieren.

Allerdings hat die Europäische Union auch diesen Bereich durch die Alternative Investment Fund Managers (AIFMs) Direktive im Jahr 2011 reguliert.

Die Idee hinter dieser Direktive war, einen rechtlichen Rahmen für alternative Geldanlagen zu schaffen, in die mehrere Anleger investieren möchten.

Bei einem AIFM handelt es sich also um einen Fondsmanager (Vermögensverwalter), der Geld einsammelt, um in alternative Geldanlagen zu investieren. Dabei handelt es sich dann um einen Alternative Investment Fund (AIF).

Alternative Geldanlagen für Privatanleger

Alternative Geldanlagen Privatanleger

Wir werden oft gefragt, wie es möglich ist, als Privatperson in alternative Geldanlagen zu investieren.

Hier gibt es im Grunde einen großen Unterschied zwischen den liquiden und illiquiden Geldanlagen.

Diese Unterschiede sind unserer Meinung nach historisch bedingt.

Bei den liquiden alternativen Anlagen ist die Auswahl ungleich größer als bei den nicht liquiden Anlagen.

Liquide alternative Anlageklassen für Privatanleger

  • Hedge Funds (UCITS): Verschiedene Fondsgesellschaften bieten mittlerweile alternative Fondsstrategien an (oft werden sie dann als Strategiefonds bezeichnet).
  • Commodities: Der Future-Handel (sehr riskant, Du musst wissen, was du tust) steht auch Privatanlegern über ihre Banken und Broker zu. Meistens wird hier aber ein Mindestkapital gefordert.
  • Structured Products: Auch heute noch gibt es einen aktiven Zertifikatemarkt. Investmentbanken bieten Dir die unterschiedlichsten Zertifikate an.
  • Kryptowährungen: Diese Anlageklasse lässt sich mit entsprechenden Wallets handeln. Such Dir einen entsprechenden Wallet-Anbieter und Du kannst in Kryptowährungen investieren.

Illiquide alternative Anlageklassen für Privatanleger

Wir haben es bereits angekündigt, die Auswahl an Fonds für illiquide alternative Anlageklassen in Deutschland ist leider sehr begrenzt.

Woran liegt das?

Leider wurde in dieser Anlageklasse in der Vergangenheit viel Geld verloren. Etliche Anhänger haben zum Beispiel viel Geld mit Schiffs- und Containerbeteiligungen verloren. Folgender Artikel auf T-Online ist in dem Zusammenhang sicherlich lesenswert.

Hierbei waren zum Beispiel die dahinterliegenden Projekte oft noch nicht mal schlecht.

Die jeweiligen Fondsanbieter haben die Projekte aber völlig über-gehebelt (viel zu viel Kredit relativ zum Eigenkapital), um einfach Fonds an den Markt zu bringen.

Das konnten sie auch recht problemlos tun, denn erstens war der Bereich nur geringfügig reguliert und zweitens sind Privatanleger oft weniger kritisch als institutionelle Anleger.

Diese historische Entwicklung hat dazu geführt, dass die Auswahl an Alternative Investment Funds sehr begrenzt sind.

Typische Fonds konzentrieren sich auf Immobilien und Erneuerbare Energien als Anlageklasse.

Performance-Bericht (Leistungsbilanz) immer ansehen

Bevor Du in einen Alternative Investment Fund (wird weiterhin oft als geschlossener Fonds bezeichnet) investierst, solltest Du Dir auf jeden Fall die Leistungsbilanz des Anbieters ansehen.

Der Name Leistungsbilanz ist allerdings außer Mode gekommen, heute ist der Begriff Performance-Bericht geläufiger.

In diesem Bericht listet die Fondsgesellschaft all ihre laufenden Alternative Investment Funds auf. Typischerweise kannst Du Dir dann genau ansehen, wo die Projekte jeweils stehen.

Du kannst Dir diesen Bericht oft schnell ergoogeln.

Findest Du den Bericht nicht oder erhältst Du den Bericht nicht auf Anfrage, investiere nie.

Zusammenfassung

Damit kommen wir auch zum Ende von diesem Guide.

Wir wissen, dass die Thematik alternative Geldanlagen durchaus ein wenig komplexer ist.

Es lohnt sich allerdings, sich mittel- bis langfristig mit dem Thema auseinanderzusetzen.

So gehören zum Beispiel Immobilien zu den absoluten Klassikern in dem Zusammenhang.

In jedem Fall würden wir uns jetzt freuen, von Dir zu hören.

Gibt es noch Themen, die wir in diesen Guide miteinfließen lassen sollten?

Hat Dir der Guide geholfen?

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